|
|
|
geschrieben am: 29.03.2000 um 21:33 Uhr
|
|
Mac,
ich kann nur sagen, dass ich dich verstehe; versthe deshalb, weil auch ich diese Einsicht, bzw. Kenntnis erlangt habe. Ich weiß nicht genau, wie ich anfangen soll, doch...ich hatte es niemals leicht! Doch hatte ich immer Freunde, viele Freunde, die mir geholfen haben, in allen Situation, immer, wenn es mir schlecht ging. Sie mußten nur ein paar Worte sagen, und ich wußte genau, was sie meinen; und das wußten sie auch! Allein diese paar Worte jedoch halfen immer, sie gaben mir ein Gefühl, nicht alleine zu sein! Doch ich half immer mehr, als ich geholfen bekam, doch das war völlig egal. Über all die Jahre hinweg wurde ich an Erfahrung reicher und reicher, und mein Charakter stärkte sich, war bis vor ein paar Wochen wirklich ungebrochen! Doch so, wie mir meine Freunde aus kleinen bis mittleren Tiefen mich zurückholten, so half ich ihnen! Zwar viel öfters, als ich Hilfe benötigte, doch ich liebte es zu wissen, dass es dieser Person jetzt besser geht, liebte es geholfen zu haben, noch dazu, wenn es ein guter Freund oder eine gute Freundin war. Seit 2 Jahren war ich wirklich soweit, dass mich kein Problem jemals wirklich fertig machte, mit vollem Optimismus bekämpfte ich meine Probleme, fast immer erfolgreich, doch dann kam dieser eine Tag, an dem ich nicht weiter wußte. Ich verstand es nicht, es war...es war einfach eine Situation, mit dieser- zumindest nicht in dieser Form und Art- ich noch niemals wirklich konfrontiert wurde! Sie führte mich wirklich an eine Grenze, die ich zuvor nicht kannte, die ich vielleicht ab und zu von der Weite sah, doch dazwischen lagen ganze Täler! Jetzt war ich dort, und konnte, trotz allen Versuchen sie nicht überwinden! Auch sah ich wie ihr immer mehr, was andere Menschen für Probleme haben, manche gar so große, dass sie sich umbringen wollen oder wollten. Niemals könnte ich mich umbringen, dachte ich, niemals könnte ich mich so schlecht und elend fühlen, doch nun war es da, das Gefühl, dass ich nicht kannte. So viel Leid, und jede Hilfe ist nur ein ganz kleiner Tropfen, nicht stark genug, um wirklich etwas zu verändern! Doch auch diese Hilfe stützt oft etwas, einen Pfeiler vielleicht, der wiederum das ganze Gebäude am Einstürzen hindert. Auf diese kleinen Hilfe baue ich. Auch führte es mich an meine Grenze, die Grenze, dass ich nicht jedem helfen kann, nicht jedes Problem auf Anhieb verstehen kann.. . Zuvor war es immer so! Doch diese Erfahrungen machten mich wieder etwas reicher, vielleicht auch reifer. Angst, Verzweiflung, Trauer, den Wunsch des Todes, zum ersten mal fühlte es auch ich! Nein, selbst hätte ich mich nicht töten können, nein, dazu war ich noch zu stark! Doch was wäre, wenn ich das nicht gewesen wäre?
Deine Erkenntnis stimmt, man kann nicht jedem helfen, und man darf sich nicht in jedes Problem hineinversetzen, versuchen zu fühlen, wie die anderen fühlen, man darf nicht immer das genau sehen, was hinter den Worten steht! Denn es schwächt auch den eigenen Geist! Wenn es, sagen wir mal fünf...ja, fünf Freunde sind, um die man sich wirklich jeden Tag kümmert, mit ihnen jeden Tag spricht, ist es nicht genug? Klar, man will mehr, doch kann man auch mehr?
Auch mein Bester Freund machte sich in den letzten 2 Wochen große Gedanken um mich! Wenn ich erlich bin, ich sah ihn zwar von morgends um 7 bis mittags um 3, aber unser Verhälltnis war anders zueinander, anders, als sonst! Eine Verzweifung, eine Trauer legte sich über unsere Freundschaft. 3 weitere meiner besten Freunde sah ich gut 3 Wochen nicht mehr? Ich fragte mich, was denn los sei, warum vernachlässige ich sie denn so? Es war nicht nur die Schule, der Stress im Alltag, es war etwas anders. Doch ich konnte mich jederzeit auf sie verlassen, jederzeit mit ihnen reden, besonders mit Chris! Durch diese Erkenntnisse, die ich hier im Wald erlang, wurde ich wirklich abgestumpfter, doch wenn man nicht abgestumpft wird, dann zerbricht man! Es gibt nur diese 2 Wege, man geht entweder den einen, oder den anderen. Ich werde bald |
|
|
|
|