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nur Gedanken...

Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 28.03.2000    um 14:32 Uhr   
*weiß nicht recht, wie er anfangen soll* Vor ein paar Tagen habe ich mit einem meiner besten Freunde gesprochen. Ein wirklicher Freund, auf den man sich verlassen kann. Er fragte mich, ob ich mich noch an die alte Zeit erinnern könnte. Die Zeit, vor dem Internet. Wir haben zusammen gelacht uns amüsiert; waren fast jedes Wochenende irgendwo unterwegs. Direkt an diese doch recht schöne Erinnerung kam der Kommentar "Marc, du hast dich verändert." Ich antwortete "Positiv oder negativ?" Das letzte was er mir sagte, bevor wir an dem Tag auseinandergingen war "Ich weiß es nicht, und ich wage es nicht drüber nachzudenken. Du hast ein neues Umfeld gefunden, und du bist kälter, noch kälter als vorher geworden." . . .
Im ersten Moment habe ich seine Worte mit einem Kopfschütteln abgetan, doch sie ließen mich nicht los. Ich habe lange gegrübelt, versucht, mich und mein Wesen zu zerpflücken, um die Ursachen zu finden. Doch es war mir schon unmöglich zu sagen, wer ich bin...
Vor kurzem habe ich dem Hohenpriester gesagt, ich käme ohne Masken aus. Das stimmt nur in soweit, dass ich nicht lüge. Stattdessen sage ich selten, was ich denke, und wenn dann nur in Momenten, wo ich fast sicher bin, dass die Anwesenden nicht wirklich verstehen, was ich meine. Vor Freunden gebe ich mich anders, als ich mich in der Schule gebe, als ich mich im Chat gebe oder als ich mich vor meiner Freundin gebe. Doch wer von diesen grundverschiedenen Charakteren bin ich? Man sagt, die anderen seien der Spiegel der Seele (oder: die Hölle, das sind die anderen). Doch wem soll ich glauben? Die Meinungen über meinen Charakter laufen in beinahe entgegengesetzte Richtungen.
Tja, und kalt soll ich geworden sein. In gewisser Weise stimmt es. Doch mir selbst fiel es erst in den letzten drei Tagen auf. Es gibt nur noch wenige Menschen, bei denen ich sage, ich bin für sie da. Ich kann es nicht mehr. Ich habe durch den Chat, in der Realität Dinge erlebt, von denen Gleichaltrige wohl nicht einmal in der Zeitung lesen. Ich habe allmählich meine Grenzen erreicht. Diesen Tread möchte ich nutzen, um all jene um Verzeihung zu bitten, bei denen ich nicht mehr die Kraft aufbringe, um ihnen zuzuhören. Vielleicht bin ich auch durch das ganze Leid das ich hier sehen musste abgestumpft. Man sagte mir mal, durch das, was ich schon erlebt habe sei ich erwachsen geworden. Nicht nur durch den Chat (ich spreche jetzt von den Leuten, die ich auch in real kenne, und deren Sorgen ich mich auch in real oder am Telefon so weit ich kann angenommen habe)sondern auch durch die nicht imer positiven Erfahrungen die das Leben nun einmal so mit sich bringt.
Wer mich länger kennt, und eine bestimmte Sache im letzten Herbst miterlebt hat, weiß wovon ich rede. Doch ich werde nicht nur reifer, sondern auch allmählich schwächer. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mir selbst eine Grenze eingestehen muss. *schüttelt ungläubig den Kopf* Meinen Körper habe ich bis an seine Grenzen getrieben. Ich habe es überlebt. Kein Problem. Wunden heilen und Kräfte regenerieren sich mit der Zeit. Doch was ist mit den Wunden, die die Seele davonträgt?
Ich bin nicht nur im Wald ein Krieger. ich weigere mich auch in real die geltenden Verhältnisse zu akzeptieren, solange eine Chance besteht sie zu ändern. Doch in letzter Zeit spüre ich, wie meine mentalen Ressourcen zu Neige gehen. Sicher, ich habe Freunde auf die ich verlassen kann, und bei denen ich wenn auch nicht immer Rat, so doch Trost finde (an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an Maeve, Vampirmaus, Vivien8, Ocidia und Dennis). Ohne sie würde ich vermutlich schon in der geschlossen Psychiatrie des nächsten Krankenhauses liegen.
Es ist interessant, sich selbst einmal (wie Satre sagt) zu objektivieren und sich von außen zu betrachten. Eine interessante Studie, wieviel Leid ein Mensch ertragen kann. Und noch viel interessanter: was pssiert mit diesem Menschen? Angeblich gibt es nichts, was Psychologen nicht tun würden um diese Fragen zu
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Nutzer: derrabe
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geschrieben am: 28.03.2000    um 23:25 Uhr   
...verklärt - und sehr (zu?) spät...
Rabe
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Nutzer: sylph
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geschrieben am: 29.03.2000    um 01:39 Uhr   
Hab nur einen Bruchteil von Dir kennengelernt... doch was Du schreibst, geht nahe sehr nahe. Zum einen ist es nicht einfach, Masken, die man für die Aussenwelt aufsetzt wieder abzusetzen... sie werden häufig zum einem Teil von uns selbst.Verbinden sich und agieren eigenständig, halten andere auf Distanz. Manchmal braucht es unendlich länger sich von ihnen wieder zu lösen, als es Zeit gekostet hat, sie zu erschaffen.Irgendwann aber sollte jede Maske, und sei es eine Maske der Kälte ihren "Dienst" erfüllt haben....denn die Gefahr lauert im Vergessen dessen, was sich darunter verbirgt. Doch ich bewunderes Dich ... für Deinen Kampf, für Deine Willen und Deine Stärke... aber pass auf Dich auf, es kann nur derjenige geben und helfen, der noch etwas hat... der noch die Kraft besitzt...
Dies schreibe ich in reiner Unkenntnis dessen, was voranging. Man möge mir also Fehler und Dummheiten verzeihen...
*würde gerne Stärke abgeben.....
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Nutzer: Gast_hunter18
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geschrieben am: 29.03.2000    um 21:33 Uhr   
Mac,
ich kann nur sagen, dass ich dich verstehe; versthe deshalb, weil auch ich diese Einsicht, bzw. Kenntnis erlangt habe. Ich weiß nicht genau, wie ich anfangen soll, doch...ich hatte es niemals leicht! Doch hatte ich immer Freunde, viele Freunde, die mir geholfen haben, in allen Situation, immer, wenn es mir schlecht ging. Sie mußten nur ein paar Worte sagen, und ich wußte genau, was sie meinen; und das wußten sie auch! Allein diese paar Worte jedoch halfen immer, sie gaben mir ein Gefühl, nicht alleine zu sein! Doch ich half immer mehr, als ich geholfen bekam, doch das war völlig egal. Über all die Jahre hinweg wurde ich an Erfahrung reicher und reicher, und mein Charakter stärkte sich, war bis vor ein paar Wochen wirklich ungebrochen! Doch so, wie mir meine Freunde aus kleinen bis mittleren Tiefen mich zurückholten, so half ich ihnen! Zwar viel öfters, als ich Hilfe benötigte, doch ich liebte es zu wissen, dass es dieser Person jetzt besser geht, liebte es geholfen zu haben, noch dazu, wenn es ein guter Freund oder eine gute Freundin war. Seit 2 Jahren war ich wirklich soweit, dass mich kein Problem jemals wirklich fertig machte, mit vollem Optimismus bekämpfte ich meine Probleme, fast immer erfolgreich, doch dann kam dieser eine Tag, an dem ich nicht weiter wußte. Ich verstand es nicht, es war...es war einfach eine Situation, mit dieser- zumindest nicht in dieser Form und Art- ich noch niemals wirklich konfrontiert wurde! Sie führte mich wirklich an eine Grenze, die ich zuvor nicht kannte, die ich vielleicht ab und zu von der Weite sah, doch dazwischen lagen ganze Täler! Jetzt war ich dort, und konnte, trotz allen Versuchen sie nicht überwinden! Auch sah ich wie ihr immer mehr, was andere Menschen für Probleme haben, manche gar so große, dass sie sich umbringen wollen oder wollten. Niemals könnte ich mich umbringen, dachte ich, niemals könnte ich mich so schlecht und elend fühlen, doch nun war es da, das Gefühl, dass ich nicht kannte. So viel Leid, und jede Hilfe ist nur ein ganz kleiner Tropfen, nicht stark genug, um wirklich etwas zu verändern! Doch auch diese Hilfe stützt oft etwas, einen Pfeiler vielleicht, der wiederum das ganze Gebäude am Einstürzen hindert. Auf diese kleinen Hilfe baue ich. Auch führte es mich an meine Grenze, die Grenze, dass ich nicht jedem helfen kann, nicht jedes Problem auf Anhieb verstehen kann.. . Zuvor war es immer so! Doch diese Erfahrungen machten mich wieder etwas reicher, vielleicht auch reifer. Angst, Verzweiflung, Trauer, den Wunsch des Todes, zum ersten mal fühlte es auch ich! Nein, selbst hätte ich mich nicht töten können, nein, dazu war ich noch zu stark! Doch was wäre, wenn ich das nicht gewesen wäre?
Deine Erkenntnis stimmt, man kann nicht jedem helfen, und man darf sich nicht in jedes Problem hineinversetzen, versuchen zu fühlen, wie die anderen fühlen, man darf nicht immer das genau sehen, was hinter den Worten steht! Denn es schwächt auch den eigenen Geist! Wenn es, sagen wir mal fünf...ja, fünf Freunde sind, um die man sich wirklich jeden Tag kümmert, mit ihnen jeden Tag spricht, ist es nicht genug? Klar, man will mehr, doch kann man auch mehr?
Auch mein Bester Freund machte sich in den letzten 2 Wochen große Gedanken um mich! Wenn ich erlich bin, ich sah ihn zwar von morgends um 7 bis mittags um 3, aber unser Verhälltnis war anders zueinander, anders, als sonst! Eine Verzweifung, eine Trauer legte sich über unsere Freundschaft. 3 weitere meiner besten Freunde sah ich gut 3 Wochen nicht mehr? Ich fragte mich, was denn los sei, warum vernachlässige ich sie denn so? Es war nicht nur die Schule, der Stress im Alltag, es war etwas anders. Doch ich konnte mich jederzeit auf sie verlassen, jederzeit mit ihnen reden, besonders mit Chris! Durch diese Erkenntnisse, die ich hier im Wald erlang, wurde ich wirklich abgestumpfter, doch wenn man nicht abgestumpft wird, dann zerbricht man! Es gibt nur diese 2 Wege, man geht entweder den einen, oder den anderen. Ich werde bald
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 29.03.2000    um 23:37 Uhr   
ein schönes wort !
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>
es kann nur derjenige geben und helfen, der noch etwas hat... der noch die Kraft besitzt...
sylph
<HR></BLOCKQUOTE>
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Nutzer: Ayena
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Anzahl Nachrichten: 142

geschrieben am: 30.03.2000    um 00:54 Uhr   
...Oft erleiden wir Schiffbruch, ohne unterzugehen, oft stürzen wir von Klippen, ohne zu zerschellen, oft öffnet sich die Erde ohne uns zu verschlingen...oft fängt uns ein Engel auf, ohne, dass wir danken...
Ayena
*viel sagen möchte....
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Nutzer: Gast_elanor
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geschrieben am: 01.04.2000    um 20:13 Uhr   
ich weiss nicht, ob du eine Antwort oder einen Kommentar von mir erwartest..denn eine Antwort gibt es darauf wohl nicht.
Ich glaube, ich kenne dich im Vergleich zu manchen recht gut, aber im Gesamtbild glaube ich, dass ich dich kaum kenne.
Aber ich konnte immer zu dir kommen, und wir haben gute und teilweise sehr tiefgründige Gespräche geführt...
Ich weiss nicht, das erste woran ich bei Grenzen denke, ist, dass ich ständig auf welche stosse...aber..es gibt Grenzen die sind eben da und es schmerzt nicht, dass sie existieren... es gibt welche die geben sogar Sicherheit...
und es gibt welche, die tun so unendlich weh,. dass eseinen die Seele herausreisst.
ich glaube nicht, dass ich sehr realitätsnah bin.ich glaube ich nicht, dass sich mein Leben sehr in Taten abspielt..es läuft in meinem Kopf ab. ich lobe es nicht, ich bin nicht deswegen traurig, aber so ist es eben: ich bin eine Träumerin. Und meine schlimmsten Grenzen sind, wenn ich merke, dass ich in mein Luftschloss keinen Eichenschrank schieben kann..
Ich weiss nicht, was deine schlimmsten Grenzen sind, welcher Art..aber ich weiss, das du an so eine gestossen bist.
Ich kann dir bestimmt nicht helfen, aber ich werde es versuchen...
ich versage bestimmt...aber: Ich habe was für Versager übrig, denn die haben an etwas geglaubt und haben sich für etwas aufgeopfert oder sie haben für etwas gekämpft. Und mac, ich werde, wenn du es möchtest, um meinen guten Freund Mac kämpfen...
deine
ela
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 01.04.2000    um 21:47 Uhr   
nur wer aufgibt, verliert
[i]elanor und macdeath zunickt[/i]
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Nutzer: Gast_eris
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geschrieben am: 08.04.2000    um 15:34 Uhr   
Mac
Ich wünschte ich könnte Dir etwas tröstendes oder ermutigendes sagen, aber leider ist das keine meiner Stärken.Ich kenne dich jetzt nicht ganz ein Jahr und warscheinlich kenne ich dich nicht annähernd so gut, wie deine anderen Freunde aus dem Chat, aber ich kenne dich gut genug um sagen zu können Du hast dich verändert. Und leider, wie ich sehe,zum negativen. Nicht für dein Umfeld, zumindest hast du auf mich niemals negativ gewirkt.Aber für dich selbst. Du quälst dich selbst, aber jeder macht Fehler.Als ich dich noch nicht lange kannte, waren wir beide melancholisch und hatten Depresionen. Was die Melancholie angeht, man kann sie nie loswerden, ich empfinde meine Melancholie auch nicht mehr unbedingt als etwas negatives.Ich sehe die Welt lediglich in einer traurigeren Art, als meine Freunde.Aber was die Depresionen angeht hat sich viel verändert, auch wenn es so langsam kam, dass es mir erst jetzt bewusst wird. Ich hatte schon lange keine Depresionen mehr und das habe ich zum größten Teil dir zu verdanken.Einfach, weil man mit dir reden konnte, wenn andere einen noch verspotteten.Ich habe nie große Ratschläge oder Mitleid erwartet, einfach nur Verständnis.Bei dir habe ich das zum ersten Mal wirklich gefunden. Und deshalb tut es mir umso mehr leid, dass du im Laufe der Zeit immer nachdenklicher und trauriger wurdest. Aus wirklich schlimmen Gründen, nicht wie bei mir.Und ich befürchte, dass die Gründe , die ich kenne nur die Spitze des Eisbergs sind.Ich würde dir so gerne helfen, aber bei soetwas kann man nicht helfen.Du zermarterst deine Seele, vor Sorge um deine Geliebte, obwohl deine eigenen Kräfte am Ende sind.Deshalb kann mir niemand erzählen, dass du kalt geworden bist.Ein anderer hätte das alles nicht auf sich genommen.Mag sein, dass du Masken trägst, wer tut das nicht?Aber die Seite, die ich von dir kenne ist nicht kalt sondern sehr warmherzig und inzwischen habe ich genug Menschenkenntniss um sagen zu können Diese Seite kann keine Maske sein!
Ich weiss du hast immer Angst andere zu belasten.Du sollst nur wissen für mich sind deine Sorgen niemals eine Belastung,wenn dir zum reden zumute ist.

[Diese Nachricht wurde geändert von: eris (geändert am: 08-04-00).]
[Diese Nachricht wurde geändert von: eris (geändert am: 08-04-00).]
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Nutzer: Vivien8
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geschrieben am: 12.04.2000    um 18:46 Uhr   
... ich verstehe dich ohne Worte und antworte
ohne Worte und doch wirst du wissen, was ich
dir sagen möchte...
Vivi
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Nutzer: sceada
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geschrieben am: 17.04.2000    um 22:02 Uhr   
Ich bin neu hier im chat, und ich lese heute zum ersten Mal die Foren. Was ich lese, berührt mich, bringt eine Saite in meinem Inneren zum Klingen.
Auch ich stand eines Tages vor dem Spiegel, sah hinein und konnte mich nicht erkennen. Ich sah Masken über Masken - aber wo war ich? Ich wusste es nicht, und ich trieb ziellos durch die Welt, ohne wirklichen Sinn oder Antrieb. Ich lebte nicht, ich vegetierte. Dann kam jemand daher, und er fragte mich:
"Was bist Du? Was bist Du hinter all diesen Masken? Bist Du ein kleiner, jämmerlicher Wurm, der sich hinter aufgeblasenen Masken versteckt - oder bist Du die Summe aus all Deinen Masken?"
Damals wusste ich es noch nicht. Aber ich hoffte, dass ich die Summe aus all den Masken wäre, denn die andere Möglichkeit hätte meine Identität über den Haufen geworfen. Mittlerweile habe ich es akzeptiert, dass ich nur ein 'jämmerlicher Wurm' bin, der sich hinter seinen Masken versteckt, aber seit ich es erkannt habe, weiß ich, was ich bin, weiß ich, wer ich bin. Seit dieser Zeit bilde ich mein eigenes Selbst, und seit dem kann ich anderen Leuten helfen, und seit dem kann ich die Hilfe anderer Leute annehmen. Denn ich weiß, dass in meinem Inneren kein Wurm mehr hockt, sondern dass dort ein wunderschöner, kräftiger Drache heranwächst. Der Drache braucht sich nicht zu schämen, die Hilfe anderer Leute anzunehmen, und er ist stark genug, anderen noch etwas von seiner Kraft abzugeben.
Ich weiß nicht, ob Du etwas damit anfangen kannst, Mac, aber ich wünsche Dir und allen anderen, die dies lesen, dass sie ihren eigenen Drachen finden, dass sie sich selbst und ihre ureigenste Kraft finden, dass sie stark genug sind, sich auf den tückischen Winden des Lebens zu halten und niemals abstürzen werden.
Sceada
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Nutzer: marimba
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geschrieben am: 18.04.2000    um 10:19 Uhr   
Treffen sich zwei alte Bekannte nach langer Zeit wieder....
Der Eine: "Mensch, du hast dich ja überhaupt nicht verändert seit damals!"
Der Andere: [i]Erbleicht[/i]
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