| "Autor" |
Seelenfäulnis |
|
|
|
geschrieben am: 01.04.2000 um 00:57 Uhr
|
|
Ich habe Pickel an den unmöglichsten Stellen | werden wohl Probleme sein, die eitrig aufquellen | Beulen - Keulen meiner verunstalteten Seele | Ich breche sie auf und zu meinem Vergnügen quäle | ich die voyeuristische Welt mit dem, was sich schon so lange darin aufhält | Was ich zu sagen habe, kann niemand verstehen | schließlich mußte ich den Weg zur Erkenntnis alleine gehen | Trotzdem schrei ich mein Leiden laut hinaus, okay? | Ich filter mein Leben auch gerne mal mit OCB | zeichne es hart, schärf die Konturen | und folge mir selbst auf tief verdrängten Spuren | Fühlst Du den Glibber, riechst Du das Elend? | Atme den Schwefel, der mir aus dem Mund rinnt | Dies nicht zu erleben ist ein echtes Versäumnis | Welt, ergötz Dich an meiner persönlichen Seelenfäulnis | Daß ich ein Narzist bin, ist mir bewußt | Aber das ist der Acker, auf dem Eure Bewunderung fußt | Ich nenn mich Prophet, setz mich auf meinen Thron | und Ihr reagiert genau nach meiner Kalkulation | Ich erzähl Euch, wie das Leben wirklich ist | daß es mich in meiner Einsamkeit völlig vergißt | Ich spreche von Schmerzen, vergewaltige Eure Herzen | will es mir mit Eurer Harmoniebedürftigkeit nicht verscherzen | bettle um Hilfe, um Beistand und Rat | dabei habe ich schon längst meine Lösung parat | Warum mein Leid vergessen? Schließlich seid Ihr darauf versessen | meinen Kopf in Euren warmen Mutterschoß zu pressen | und mir zu sagen: "Du hast recht - doch nicht alles ist schlecht!" | Echt? Mein Gott, was für eine Weitsicht! Wie lang suchtet ihr nach dieser Einsicht? | Ihr fühlt Euch wie die größten Weisen in der Geschichte | und wartet sehnsüchtig auf weitere Gedichte | die Euch berühren und heftigst Euer Mitleid entfachen | Ich dreh mich um und kann nur eines - lauthals lachen ... | Fühlst Du den Glibber, riechst Du das Elend? | Atme den Schwefel, der mir aus dem Mund rinnt | Dies nicht zu erleben ist ein echtes Versäumnis | Welt, ergötz Dich an meiner persönlichen Seelenfäulnis
©Abalone, 30.03.00 |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 01.04.2000 um 01:13 Uhr
|
|
falsch, falsch, falsch....
und
richtig, richtig, richtig.....
aber
wichtig, wichtig, wichtig
für wen?????
[i]kann die Muschel neben der Schwefelquelle existieren...wenn ja wie?[/i]
[b]LÖSUNGEN[/b]
chemisch
mathematisch
zwischenmenschlich
ichbezüglich
selbstverständlich
?
Narziß ging in Lösung
bei irgendwelchen Nymphen
(oder lösten sich die Nymphen gar in ihm?)
[und folgten längst verdrängten Spuren?]
Kötzen Götzen beim ergötzen????
oder
wer ist Götz und wer betet (was) an?
Fäulnis
am Meeresgrund
der Teufel ist überall |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 01.04.2000 um 11:28 Uhr
|
|
Die Eiterströme meines entzündeten Herzens
Überschwemmen die Städte.
Braunrote Wogen aus stinkendem Blut
Überziehen Auen und Felder.
Der Himmel überzieht sich mit
Violetten Exkrementen -
Es lebe das Objekt «new Date()»!
vero
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 02.04.2000 um 03:35 Uhr
|
|
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>
[i]Durch die Blume[/i]
Ich kann dir nicht die Blume nennen,
der deine Seele gleicht.
Sie müßte tief scharlachen brennen.
Solche Blumen welken leicht.
Und wen ihr roter Liebreiz bannt,
der möchte sie verjüngen
und muß tief herum den Sand
mit seinem Blute düngen.
[i]Richard Dehmel[/i]
<HR></BLOCKQUOTE>
|
|
|
|
|
|
|
Top
|