| "Autor" |
spät nachts.... (ihr kennt das??) |
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geschrieben am: 03.04.2000 um 03:08 Uhr
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...hier liege ich...mitten in meinem Bett...die Lichter der Straßenlaternen blenden mich, obwohl meine Augen geschlossen sind... doch... ich möchte mich nicht bewegen... nein... eingekuschelt in meine Decke; geblendet von den Lichtern der Stadt... das gleicht sich aus....
ich fühle etwas in meinem Gesicht... sanft... weich... mehr als angenehm....
ich genieße diesen moment.... (ist SIE es? liegt sie hier? ganz nah bei mir?)... der gedanke verfliegt... ich öffne die Augen... nein... natürlich ist es nicht SIE.... wie auch? ich kenne sie nicht einmal... weiß nicht, wer sie ist... und trotzdem: ich warte.... nur auf sie.... auch wenn ich genau weiß, dass sich etwas ändern muss, damit ich sie jemals treffen kann: ich! ich muss mich ändern...
Ein 17jähriger, der erwacht... und... ein unglaublich weiches Stofftierchen in seinem Gesicht für den Bruchteil einer Sekunde für das hält, wonach er sich ewig schon sehnt, der ist nicht das, wonach sich ein Mädchen sehnt... Ein Träumer der einen kurzen Moment lang glaubte, alles zu haben... um dann festzustellen, dass er nichts hat.... nichts, wofür es sich (seiner Meinung nach) zu leben lohnt.... ein Mensch, der bei jedem tieferen Gedanken (-zu dem er im Moment glücklicherweise nicht fähig ist-) an sein Leben in Tränen ausbricht... und keine Chance sieht, irgendwas zu ändern, weil er einfach nicht den Mut hat, noch das letzte Hinderniss zu überwinden: die eigene Schüchternheit....
Man überwindet vieles: den Gruppenzwang, die Erwartungen anderer, den Wert der Meinungen die nicht von dir selbst stammen, es gibt so vieles was man schafft... was dich aber immer weiter ins Abseits treiben lässt... du verachtest Small-Talk... du meidest Leute, von denen du durch deren bloses Verhalten nichts, außer deren Ringen um Anerkennung erwartest...
Du hast es geschafft dich aus den Fängen der weichen, warmen Decke zu befreien und angefangen, etwas aufzuschreiben... und keine Ahnung, warum du es tust...
denk nach...
Angst.... vor der Einsamkeit... vor der totalen Isolation (-keine Freunde... und... vor allem nicht SIE-)... aber... einen Hass... hass gegen Anpassung... möchtest dich in deine eigene Richtung entwickeln, nicht in die Richtung die unzählige vor die gegangen sind.... versuchst Individualist zu bleiben... und weißt genau, dass es genau das ist, was dich von deinem großen Wunsch entfernt... einen Wunsch, den unendlich viele haben.... aber auch so intensiv?
Ich möchte nur sie bei mir haben... nicht nur ihren körper (-ich halte mich für weniger triebgesteuert als es die meisten sind-)... ihren mich-faszinierenden Geist.... möchte nächtelang mit ihr reden können, wie ich es auch schon mit anderen tat, sie wachhalten, jede Minute darum kämpfen, dass sie nicht einschläft.... möchte ihr in die Augen sehen, jede noch so kleine Reaktion sehen und begreifen, reagieren.... wenn ihr und mir danach ist, sie in den Arm nehmen und ganz fest aber mindestens genauso sanft an mich drücken können.... etc.... es geht weiter als ich es Nachts mit Worten beschreiben kann (-als ich es bisher überhaupt beschreiben konnte-)... als ich es möchte....
ich denke an den heutigen Tag... alles liegt vor mir.... ich werde sie auf meinem Weg zur Arbeit wieder sehen... in vielen Gesichtern... und werde sie wieder vergessen müssen.... weil eine Eigenschaft von mir einfach alles verhindert................. warum machen Frauen so selten den ersten Schritt (-und warum nicht bei mir?-)? Warum müssen es unbedingt im Verhalten auffällige Machos/Proleten sein, die sie anziehend finden? Ach es ist doch aussichtlos! Ich hasse Small-Talk, sehe bestimmt nicht schlechter als millionen andere aber eben auch nicht wie einer von den - nach der allgemeinen Definition: - "Superschönen" aus und bin ein Hoffnungsloser Träumer, der es im Moment nicht schafft, auch nur eine - nach der eigenen Definition: - "gute Zeile" zu schreiben....
ich muss der wahrheit ins auge sehen: chancenlos beschreibt alles was mich umgibt wohl |
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