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Der Kirschbaum

Nutzer: Ayena
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geschrieben am: 09.04.2000    um 23:46 Uhr   
Ein wenig abseits von den großen Wegen, nahe einem Abgrund, über den sich an klaren Abenden das Gold der untergehenden Sonne ergießt, steht an versteckten Pfaden auf einer kleinen Lichtung ein großer Kirschbaum in voller Blüte.
Sein scheinbar wuchtiger Stamm hielt vielen Naturereignissen stand - tiefe Rillen in der Rinde erzählen noch davon...
Ein leises Raunen klingt von den Wipfeln, bedeckt das Gras, Sträucher und Bäume.
Nun, da die Tage länger und die Lüfte lauer werden, berichtet das Flüstern von Träumen. Der Kirschbaum streckt seine Äste, Armen gleich, in die freien Winde zu strecken...sanft wiegen die Wipfel
Hin und wieder ist der Schrei eines durch die Lüfte fliegenden Adlers zu hören...er kreist am unendlichen Himmel.
Es kommt auch schonmal vor, dass sich Wanderer an diesen Ort verirren, dass sie die versteckten Pfade betreten...der Baum lädt ein zur Rast - gewährt Schutz vor allzu prallem Sonnenlicht und spendet erfrischende Kühle.
Kommen mehrere Wesen her, erzählen sie von fernen Ländern, fremden Sprachen...es wird erzählt und der Schein des Lachens vermischt sich mit dem Raunen in den Wipfeln...
...to be continued
Ayena, 04/2000
[Diese Nachricht wurde geändert von: ayena (geändert am: 10-04-00).]
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Nutzer: Ayena
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geschrieben am: 10.04.2000    um 01:32 Uhr   
...und wenn sich der Himmel verdunkelt, erheben sie sich schnell und eilen nach Hause, um vor dem Wolkenbruch noch heim zu kommen...
In ihrer Eile vergessen sie die Pfade, die sie herführten - doch eine Erinnerung an den Baum und die Lichtung bleibt stets zurück.
es wird still am Abgrund - kein Vogelgezwitscher, kein Flüstern. Nur das Brausen des aufkommenden Windes, der am Baum zerrt, alles aufwirbelt - ein Aufschrei, der alles mit sich zu reißen scheint. Die Sonne ist verdeckt und die ersten schweren Tropfen stürzen nieder - erdrücken.
Sie brechen zarte Blumen und Blätter, zwingen sie auf den Boden.
Donnergrollen tönt und ein Blitz schlägt neben dem Kirschbaum ein, dessen Äste zum Teil gebrochen sind - die Wurzeln bersten...
Nacht.
Am folgenden Morgen brechen sich die ersten Sonnenstrahlen in den Tauperlen des nassen Grases, bunt glitzern auch die Blüten am Baum, die die Nacht überstanden haben.
Ein lauer Wind trägt die losen Blütenblätter durch die Luft und lässt sie dann, gleich Schneeflocken, die Wurzeln bedecken.
Es erwacht allmählich das Flüstern und erwartungsvoll streckt der Baum seine Äste der lachenden Sonne entgegen...
Ayena
[Diese Nachricht wurde geändert von: ayena (geändert am: 10-04-00).]
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Nutzer: Gast_redorb
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geschrieben am: 10.04.2000    um 16:15 Uhr   
... auf eine Fortsetzung gespannt ist ...
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