| "Autor" |
D.H. Lawrence |
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 12:46 Uhr
|
|
Selbst-Mitleid
Ich habe niemals ein Tier gesehen,
das sich selber bemitleidet hätte.
Ein kleiner vogel fällt erfroren von einem Zweig,
ohne daß er sich jemals leid getan hätte. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 01:28 Uhr
|
|
[i]Self-Pity[/i]
I never saw a wild thing
sorry for itself.
A small bird will drop frozen dead from a bough
without ever having felt sorry for itself.
[i]D. H. Lawrence[/i]
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 01:30 Uhr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 01:32 Uhr
|
|
[i]Piano[/i]
Softly, in the dusk, a woman is singing to me;
Taking me back down the vista of years, till I see
A child sitting under the piano, in the boom of the tingling strings
And pressing the small, poised feet of a mother who smiles as she sings.
In spite of myself, the insidious mastery of song
Betrays me back, till the heart of me weeps to belong
To the old Sunday evenings at home, with winter outside
And hymns in the cosy parlour, the tinkling piano our guide.
So now it is vain for the singer to burst into clamour
With the great black piano appassionato. The glamour
Of childish days is upon me, my manhood is cast
Down in the flood of remembrance, I weep like a child for the past.
[i]David Herbert Lawrence[/i]
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 01:34 Uhr
|
|
[i]The Optimist[/i]
The optimist builds himself safe inside a cell
and paints the inside walls sky-blue
and blocks up the door
and say's he's in heaven
[i]D. H. Lawrence[/i]
köönte auch den Titel 'Marketing' tragen :-)))
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 01:53 Uhr
|
|
Denken, ich liebe das Denken.
Aber nicht das Zerreden und Verdrehen schon bestehender Gedanken,
ich verachte dieses sich wichtig nehmende Getue.
Denken, das heißt: unbekanntes Leben quillt empor ins Bewußtsein,
Denken heißt: Behauptungen am Prüfstein des Gewissens zu testen,
Denken heißt: dem Leben tief ins Antlitz schauen und darin zu lesen,
was darin gelesen werden kann,
Denken heißt: Erfahrungen nachsinnen und daraus seine Schlüsse ziehen.
Denken ist kein Taschenspielerkunststück oder eine bloße Fertigkeit oder eine Kette von Winkelzügen,
Denken, das ist ein Mensch mit seinem ganzen Wesen völlig hingegeben. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 01:55 Uhr
|
|
Nichts ist zu Retten
Nichts ist zu retten, alles ist verloren,
außer einem winzigen Kern von Stille im Herzen
gleich dem Auge eines Veilchens. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 01:56 Uhr
|
|
Allwissend
All unser Wissen ist nichts, wir sind nur vollgestopfte Papierkörbe,
wenn wir nicht in Fühlung sind mit dem in uns, das lacht über all unser Wissen. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 02:01 Uhr
|
|
Die Entwurzelten
Menschen, die über Einsamkeit klagen, müssen etwas verloren haben,
sie haben die lebendige Verbindung mit dem Kosmos verloren,
durch eigene Schuld,
sie haben ihren Lebensstrom verloren,
wie eine Pflanze, deren Wurzeln durchschnitten sind.
Aber die Nähe anderer Menschen wird ihnen keine neuen Wurzeln schenken,
sie läßt sie nur vergessen.
Das einzige, das sie tun müßten, wäre, in einsamkeit langsam und schmerzvoll neue Wurzel zu treiben
in das Unbekannte, und sich zu verwurzeln aus eigener Kraft. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 02:07 Uhr
|
|
Ein letztes noch :
Ein Mann
Alles, was mich an einem Mann interessiert,
ist der unerloschene Funken in ihm,
der Punkt, an dem er unerschrocken er selbst ist.
Und alles, was ich möchte, ist, den funken aufflammen sehn, lebendig und makellos.
Aber unsere Zivilisation tritt leider
voll Genuß den Funken aus
und läßt die Menschen als lebende Lehmklumpen zurück.
Denn wenn der Funken in einem Mann ausgetreten ist,
kann er nichts andres als ein Sklave sein, ein Lohnsklave,
ein Sklave des Geldes.
Freut mich, daß noch jemand anderes Lawrence kennen, mir gefällt ganz gut, was er schreibt.
Gruß Sam....der das Forum fürs erste mal wieder räumt.....
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 18-04-00).] |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 10:00 Uhr
|
|
Denn wie man sich bettet, so liegt man
Es deckt einen keiner da zu
B.B. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.04.2000 um 12:49 Uhr
|
|
Lasst uns Menschen sein...
Um Gottes willen, laßt uns Menschen sein,
nicht Affen, die Maschinen bedienen
oder dasitzen mit geringelten Schwänzen,
während die Maschine uns unterhält, das Radio oder der Film
oder der Plattenspieler.
Affen mit einem milden Grinsen auf den Gesichtern. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 19.04.2000 um 01:56 Uhr
|
|
[b]Bei Hennef[/b]
The little river twittering in the twilight,
The wan, wondering look of the pale sky,
This is almost bliss.
And everything shut up and gone to sleep,
All the troubles and anxieties and pain
Gone under the twilight.
Only the twilight now, and the soft "Sh!" of the river
That will last for ever.
And at last I know my love for you is here;
I can see it all, it is whole like the twilight,
It is large, so large, I could not see it before,
Because of the little lights and flickers and interruptions,
Troubles, anxieties and pains.
You are the call and I am the answer,
You are the wish, and I the fulfilment,
You are the night, and I the day.
What else - it is perfect enough.
It is perfectly complete,
You and I,
What more--?
Strange, how we suffer in spite of this
|
|
|
|
|
|
|
Top
|