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geschrieben am: 19.04.2000 um 10:55 Uhr
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Die Geschichte vom verlorenen Eichhörnchen
(entstanden auf den Wunsch von schattenfell)
Vor langer Zeit, als der Zauberwald noch jung war und noch nicht so viele Reisende die Lichtung besuchten, wohnte in der Eiche am Rande der Lichtung eine Eichhornfamilie. Mittlerweile wohnen dort viele Hörnchen, aber damals war es nur eine einzige Familie.
Die Eltern hatten ein Kleines, das sehr, sehr neugierig war, und jedesmal, wenn Reisende auf der Lichtung Rast machten, steckte es seinen Kopf aus dem Baumloch, um sie sich anzusehen. Wenn sie ihm gefielen, dann kam es hervor, zu dem Feuer - weil es gelernt hatte, dass es warm aber nicht gefährlich war - und bettelte nach Essen.
Die meisten Reisenden fanden es so niedlich und putzig, dass sie ihm gerne etwas abgaben. Meistens bekam es Nüsse zugesteckt, aber es nahm auch Brotkrumen, Käsekrümel und Früchte an.
Das ging auch eine Weile gut, aber dann kam eine Gruppe Dunkelelfen auf die Lichtung. Das Kleine war natürlich neugierig und steckte seinen Kopf aus dem Baumloch. Die Sonne versank gerade hinter den Hügeln und schickte noch einige rötliche Strahlen hinüber, die von der dunklen Haut der Elfen aufgesaugt zu werden schien. Das Kleine, dass noch keine Erfahrungen mit Dunkelelfen gemacht hatte, kletterte von seinem Baum und lief auf die Elfen zu, die es wie üblich um Essen anbettelte.
Die Elfen lachten und scherzten und fütterten es mit seltenen Leckerbissen aus der Unterwelt. Das kleine Eichhörnchen war glücklich und zufrieden, und so bemerkte es nicht, wie sich eine Elfe von hinten an es heran schlich und es in einem Sack einfing.
Die Dunkelelfen lachten laut und machten Scherze darüber, was sie alles mit dem Hörnchen anstellen würden. Die Eltern des Hörnchens wunderten sich über den Lärm und sahen nach, was denn da auf ihrer Lichtung vor sich ginge. Sie erkannten schnell, dass ihr Kleines in Gefahr war, zogen sich in ihre Höhle zurück und beratschlagten, was zu tun wäre. Schließlich einigten sie sich darauf, dass Vater Eichhörnchen Hilfe suchen sollte.
Der schlich sich also aus dem Baumloch, sprang flink von Ast zu Ast und verschwand im Wald, bevor die Elfen ihn bemerkten. Nicht lange, und er begegnete einer Gruppe von Wanderern, die aus einem Zwerg, einem hochgewachsenen Mann in blauer Robe, einem Zentauren und einer Chimäre bestand.
Die Chimäre hob witternd den Kopf, der Zentaur suchte das Geäst ab, und der Magier - der in der Robe - entdeckte das Hörnchen schließlich.
"Komm her, Kleiner, was hetzt Du Dich so ab?"
Das Eichhörnchen sprang dem Magier auf die Schulter und erzählte ihm hastig, was geschehen war. Natürlich waren die Reisenden angemessen empört und versprachen sofort, zu helfen. Das Eichhörnchen führte sie also zurück zur Lichtung, doch obwohl sie sich so leise wie möglich verhielten, waren die Elfen, als sie ankamen, verschwunden.
Die Mutter des Kleinen lief auf sie zu und erzählte, dass die Elfen mit ihrem Jungen in der Unterwelt verschwunden seien. Die Reisenden sahen sich an.
"Könnt Ihr uns helfen?" fragte das Eichhörnchen.
"Wir werden sehen", antwortete der Magier, scheuchte die anderen zur Seite und fing an, unverständliche Worte vor sich hin zu murmeln und zeichnete seltsame Muster in die Luft.
Dann bebte die Erde, und ein Spalt erschien in der Mitte der Lichtung, der sich langsam vergrößerte. Die Eichhörnchen sprangen vor Angst wieder auf ihren Baum. Der Spalt wurde zu einer großen Öffnung, und ein dunkler Gang wurde sichtbar, der direkt in die Unterwelt führte. Die Reisenden zogen ihre Waffen und machten sich an den Abstieg. Der Magier ging als letztes und verhinderte, dass die Eichhörnchen mitkamen, weil es zu gefährlich sei.
Der Gang war dunkel und schwer einzusehen, denn er knickte oft ab. Ihre einzige Lichtquelle war eine kleine magische Kugel, die über ihnen schwebte und ein grünliches Licht ausstrahlte.
Der Zwerg, mit Kettenhemd und Platte bekleidet, wurde hier unten sogar so leise, dass noch nicht ein |
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