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geschrieben am: 24.04.2000 um 07:48 Uhr
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Manchmal erschrecke ich,
Wenn ich seltsame Träume habe,
Wenn in diesen Träumen gekämpft wird,
Wenn die Wunden so real erscheinen,
Wenn das Blut über verletzte Haut tropft,
Wenn Verletzte weiterkämpfen,
Wenn grauenhaft Verwundete nicht sterben wollen...
Wenn meine Fantasie mir zeigt, was ich nicht sehen will,
Wenn meine Gedanken haltlos werden,
Wenn sie mir entkommen,
Wenn sie mir zeigen, was ich vorher gar nicht kannte,
Wenn sie mich erschrecken.
Manchmal genieße ich es,
Wenn meine Träume blutig sind,
Wenn dunkle Wesen stetig kämpfen,
Wenn Menschen verletzt werden,
Wenn Frauen vergewaltigt werden,
Wenn die Welt zusammenbricht...
Manchmal erschrecke ich,
Wenn ich merke, dass es nicht die Träume sind,
Wenn haltlos nicht gleich haltlos ist,
Wenn Gedanken wohlgesteuert Verderben und auch Tod mir zeigen,
Wenn etwas in mir sich dann freut,
Wenn ich nicht will, dass es aufhört...
Wenn ich wach bin,
Kann ich Niemanden verletzen,
Kann Niemanden mit Worten schädigen,
Kann kaum eine Bitte abschlagen.
Es kommt vor, ohne böse Absicht,
Dass es doch passiert,
Dass ich verletze, ohne es zu wollen,
Dass meine Gedanken einen winzigen Moment abschalten,
Dass ich etwas tue, ohne nachzudenken.
Manchmal denke ich,
Dass da etwas in mir ist, was nicht zu mir gehört,
Etwas, was mit mir spielt,
Etwas, was meine Gedanken beherrschen kann.
Ich habe Angst davor,
Soviel Angst, dass ich mich weigere zu schlafen,
Soviel Angst, dass ich es aufschreibe, um es zu kontrollieren,
Um es in geordnete Bahnen zu lenken.
Ich weiche aus,
Verdränge es,
Doch es kommt immer wieder,
Und ich weiß nicht, was es ist,
Ob es zu mir gehört,
Ob es richtig oder falsch ist,
Ob es mich einmal beherrschen wird,
Ob es vergehen wird,
Ob ich es vertreiben kann,
Ob ich es besiegen kann
Oder ob ich lernen werde, damit zu leben.
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