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geschrieben am: 24.04.2000 um 08:33 Uhr
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Mit vielem Dank an Torgan und Nerisa*, die mir halfen, einen Anfang zu finden
[b]Der Junge von den Sternen [/b]
In einem Land, wo der Winter noch weiß ist und der Schnee die Landschaft mit einer weißglitzernden Decke überzieht, wo die Menschen noch nicht so dicht beieinander leben und die Wölfe noch in großen Rudeln durch das Land ziehen, wohnte in einer abseits gelegenen Gegend eine alte Frau, die schon an die 70 Sommer zählte, zusammen mit ihrem Hund Arton, welcher ihr treuer Begleiter war. Talya, die alte Frau, war im Dorf bekannt für ihr Wissen über die heilenden Kräuter und Pflanzen in dieser Gegend, und viele Frauen kamen, um sich ihren Rat zu holen.
Wie in jedem Winter ließen ihre Besuche auch dieses Jahr nach, denn der Weg durch die Tundra war nun doch zu beschwerlich, und Talya nutzte die Zeit der Ruhe, um nützliche Kleinigkeiten und schmückende Basteleien zu fertigen.
Eines Abends, als sie an einem neuen, wärmenden Cape nähte, merkte sie, dass Arton unruhig wurde. Er lief vor der Tür hin und her, bellte leise und war auch durch ihre Zurufe nicht zu beruhigen. Er musste wohl etwas gewittert haben, dachte Talya und erhob sich, um mit Arton hinauszugehen. Der war ganz aufgeregt und steckte sie langsam damit an. Als sie ihm die Tür öffnete, steckte er die Schnauze nach draußen, sprang in den Schnee und lief los. Talya nahm ihren Stock, der an der Hüttenwand lehnte und folgte ihm langsam.
Es war ruhig hier draußen, der Mond war nur eine dünne Sichel und die Sterne blitzen und funkelten herab, so dass sie noch etwas sehen konnte. In der Ferne sah sie eine Sternschnuppe herabfallen und lächelte.
Arton war vorausgerannt und kaum noch zu sehen, aber sie hörte ihn an seinem Bellen. Im nahegelegenen Wäldchen heulten einige Wölfe wie zur Begrüßung, und Talya hoffte, dass sie ihnen nicht begegnen würde. Doch sie tat es. Denn als sie das Wäldchen betrat, sah sie Arton auf eine kleine Lichtung zulaufen. Dort stand ein kleiner Junge von etwa zehn Sommern, und um ihn herum lagerten die Wölfe. Arton lief geradewegs auf den Jungen zu, und die Wölfe ließen ihn durch. Talya blieb am Rande der Lichtung stehen. Der Junge trug nichts als ein einfaches dünnes Hemdchen, und als er Talya erblickte, lächelte er. Es war ein Lächeln, welches geheimnisvoll und verheißend zugleich war.
Talya hatte Mitleid mit dem Jungen, wie er so leicht bekleidet im Schnee stand. Sie winkte ihn zu sich und gab ihm ihr Cape. Arton sprang freudig um den Jungen herum, als sie ihn zu ihrer Hütte führte. Drinnen war er dann auch wieder ganz ruhig, wedelte hin und wieder mit dem Schwanz und ließ den Jungen nicht aus den Augen.
Der wollte nichts essen, nahm aber schließlich, um Talya nicht zu beunruhigen, eine Tasse Tee an. In der Nacht saß er vor der Kochstelle und starrte in die Flammen, blieb wach und rührte sich kaum vom Fleck.
Am nächsten Morgen wurde Talya krank, bekam heftigen Husten und hohes Fieber, und der Junge pflegte sie, so gut er konnte. Doch alle Tees und Kräutertränke halfen nichts, das Fieber wollte und wollte nicht sinken, der Husten ließ ihre Brust schmerzen, und schlafen konnte sie auch kaum noch.
Der Junge wachte tage- und nächtelang an ihrem Bett, und eines sehr frühen Morgens, als es noch dunkel war, schlug Talya die Augen auf und fühlte sich, als ob sie sehr lange geschlafen hätte. Sie hatte keine Schmerzen mehr, und auf ihrem Gesicht lag ein innerer Friede. Sie rief nach Arton, um ihn endlich wieder mal zu kraulen, aber der lag vor der Tür und reagierte nicht. Sie sah den Jungen fragend an, und plötzlich bemerkte sie, dass er leicht schimmerte. Sie sah an sich herab, und auch sie selbst schimmerte leicht.
Als sie sich umdrehte, sah sie sich selbst, wie sie ruhig auf dem Bett lag, und sie wusste, dass sie tot war.
Der Junge lächelte und reichte ihr die Hand. Sie nahm sie an, und gemeinsam verließen sie die Hütte, um in den Nachthimmel aufzusteigen. Talya stoppte noch kurz, um zu fragen, was denn mit Arton se |
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