| "Autor" |
ewig-unendlich: Die Sehnsucht nach den Sternen |
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geschrieben am: 26.04.2000 um 15:03 Uhr
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Wir Menschen sind naiv. Unglaublich naiv.
Entgegen allen Scheidungsraten, entgegen dem Werteverfall und der Jugendkriminalität glauben wir an unerreichbares.
An ewige Treue. Ewige Liebe. An den Tod als vereinigung mit dem/der Geliebten.
An ein Tod für Freiheit.
An Werte.
Wie BITTE??
*an dieser Stelle setzt sich die verfasserin des Threads auf, guckt verdutzt und starrt fassungslos auf den MOnitor.*
Wir glauben an Werte- trotz des Werteverfalls. *aha...grübel*
naja...weiter im Text.
Wir verstehen Romeo, wie er sich selbst vergiftet um bei seiner Julia zu sein, wir verstehen Beren, wie er für Luthien das Sillmarillion klaut, wir verstehen Julia, wie sie sich ersticht, um bei Romeo zu sein und wir verstehen Arwen, dass sie für Aragorn ihre Unsterblichkeit aufgab.
Wir bewundern die Geschwistern Scholl, als sie mit dem Schrei "FREIHEIT!!" auf den Lippen starben.
Wir Menschen sind naiv.
Spätestens nach meinem ersten danebengegangenen Liebesbrief hab ich mir geschworen, nie wieder einen zu schreiben...nach meinem ersten erfolglosen und schmerzhaften kampf um eine Freundschaft hab ich mir geschworen, nie wieder zu kämpfen...
aber ich würde beides noch einmal tun.
jeder würde das.
Sehr viele jugendliche glauben, mit ihrem/ihrer partnerin ein leben verbringen zu können...das ist das gefühl, zusammenzugehören. zu denken: hier könnte ich in 50 jahren noch sitzen...die runzeligen Füsse hochgelegt, im arm meinen Freund/meine Freundin, und wenn ich sterbe, werde ich noch lächeln und sagen "Ich liebe dich...leb wohl" *anmerkung der autorin: jeder möchte (nach einem langen leben versteht sich) als erster sterben*
Letztendlich sind es nur 20% aller jugendlichen, die ihre grosse lIebe heiraten, und soundsoviel prozent zoffen sich hinterher als ehepaar wegen den rosa topflappen und lassen sich scheiden. Harte realität.
Das alles wissen wir.
Und trotzdem träumen wir...von der ewigen Liebe.
Unbelehrt von der nüchternen Einstellung unserer Grosseltern (Mädchen, werd erstmal erwachsen), den miserablen ehen unserer Eltern *es sind bestimmt nicht nur meine*
und unseren danebengegangenen Freundschaften träumen wir.
Davon das alles noch einmal gut wird.
Das wir einmal das grosse glück haben.
Und das bitte bevor wir 60 sind.
Das ist es, was ich an menschen liebe.
der glaube, dass es dinge gibt, für die man sterben muss.
für liebe.
für freiheit.
für die fähigkeit, vor sich selbst gerade stehen zu können.
Wenn ich sterbe, möchte ich , das alte freunde(sollten sie es hören) lächeln und sagen "Ich gönne ihr den friedlichen Tod...aber ich werde sie vermissen."
Es ist fast eine aufgabe.
Wofür sollte man sterben, wenn nicht dafür, dass es menschen gibt, für die man nicht nur etwas oder irgendjemand war, sondern für die man Ela war, die ein bisschen verrückte und...aber ich lass das jetzt.
Ich will eine lücke hinterlassen, irgendjemanden fehlen...nicht einfach weg sein und eben in irgendwelchen jenseitigen gefilden rumschwirren.
Warum erzähl ich das alles?
Ich weiss es nicht *die verfasserin starrt eine weile auf den monitor*
ich weiss nicht. ich wollte ehrlich keinen selbstmord vorbereiten oder so.
es...kam nur so in mir hoch.
Wernn man richtig bedenkt, ist es verständlich, was den Menschen so reizvoll macht: seine Mängel.
Schon Tolkien sah den Menschen in seinen Romanen als willkürlich, machtgierig, leicht zu verblenden und für sich einzunehmen, leicht zu begeistern, leicht zu verzweifeln, schnell in irgendwelche gespenster verliebt und mit einer teilweise ziemlich selektiven wahrnehmung.
aber...trotz all dieser mängel ist der mensch irgendwie schön... schön durch fehler.
wie sagte einmal ein besonderer mensch zu mir: "Schön ist nicht makellos".
es stimmt.
Warum sonst haben sich so viele makellose Elben in menschen verliebt (Luthien, Arwen, etc.)
Nun...ich hoffe ihr findet diesen Beitrag jetzt nicht sinnlos oder so...
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.04.2000 um 22:09 Uhr
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| [i]nickt langsam ob der wahren worte[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.04.2000 um 13:13 Uhr
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na, ist doch besser als gar keine richtung zu haben ? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.05.2000 um 10:43 Uhr
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Du schaffst es irgendwie immer, das zu sagen was ich denke- DANKE!
Noch was zum DrueberNachdenken
Halte dich nicht fuer arm, wenn deine Traeume nicht in Erfuellung gegangen sind; arm ist der, der nie getraeumt hat.
Das schoenste Denkmal fuer eienn Menschen steht nicht auf irgendeinem Platz, sondern in den Herzen deren, die ihn geliebt haben. |
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