| "Autor" |
verschlossen... |
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geschrieben am: 02.05.2000 um 22:17 Uhr
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und als du ein wenig nachdachtest, begannst du,
endlich wieder nach oben zu klettern,
[i]doch du bemerktest irgendwie, dass du weiter nach unten fielst[/i]
mehr Licht in die Welt zu tragen, statt Dunkelheit
[i]und bemerktest, dass du doch in deinem eigenen Dunkel weiter allein bliebst...[/i]
du begannst, der Welt von dir zu erzählen...
[i]doch bemerktest, dass deine Melodie nicht richtig in das Orchester der Welt passen kann[/i]
Du begannst zu reden...soviele Worte...
[i]doch bemerktest, dass dein Schweigen vielleicht viel mehr mehr gesagt hätte...[/i]
Du hast versucht, dich zu öffnen...
versuchst es noch
Du hast versucht, zu reden
versucht, keine tauben Ohren zu treffen...
Du hast es endlich [i]versucht[/i], ins Leben zu treten...
[b]ins Leben zu treten?[/b]
welches? deines? [i]lacht[/i] dadrin bist du doch schon gefangen...[i]es gibt keinen Weg hinaus...[/i]
und da hast du erkannt, dass eigentlich jeder gefagen ist, und den Weg hinaus sucht...[i]aber auf seine eigene Weise und für sich[/i]
und da hast du angefangen, dich zu verschließen......[i][b]zu leben???[/i][/b]
denn wer sollte dir schon heraus helfen...
Ayena
[Diese Nachricht wurde geändert von: ayena (geändert am: 02-05-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.05.2000 um 23:53 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.05.2000 um 12:21 Uhr
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Man muß sich verschließen. Aber den Schlüssel, den darf man nicht
wegschmeißen; denn manchmal ist es gut, sich einem lieben Menschen
ganz zu öffnen. Hilfe? Helfen? Das kannst nur du dir selber.
Schweigen...
Das Reden ist so flach wie die Zeit,
das Schweigen tief wie die Ewigkeit.
Thomas Carlyle
...sollte eigentlich ein eigener Thread werden, aber passt hier
hin (denke ich mal):
[b]Zu weich[/b]
Ich bin zu weich für diese Welt.
So viele Dinge
die ich sehe,
und die ich höre,
schneiden tiefe Wunden in meine Seele.
Aber noch bin ich nicht gebrochen.
Hey Welt! So einfach geht das nicht!
Dein Sturmwind kann mich vielleicht
irgendwann Žmal fällen -
doch nie werde ich mich dir beugen,
und nicht [b]ich[/b] sein.
WWH [i]der glaubt deine Gefühle zu verstehen...[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.05.2000 um 22:33 Uhr
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Kraft,
Worte nicht tief dringen zu lassen
ist wie Wind,
der aus diesen Gedanken besteht...es nicht so tief dringen lassen...
der aus diesen Gedanken besteht, wie einfach es sein könnte...
der dir zuflüstert, dass du stark sein sollst...
der sagt, dass dein Schmerz eigentlich keiner ist...
und je mehr Gedanken Du hast...desto stärker wird der Wind und rüttelt an Dir...
doch ist es nicht eigentlich...[i]Freiheit[/i]?
Ayena
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.05.2000 um 22:44 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.05.2000 um 22:59 Uhr
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...der Wind, der um dich saust
...der Schmerz, der eigentlich in dir haust
...Gedanken, die so frei um dich fliegen
...die in dich hinein -den Schmerz zu töten versuchen???
aber es ist doch abgeschlossen...
Ayena |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.05.2000 um 05:07 Uhr
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Na ja, - dann käme nichts rein oder raus .. stimmt's ? [i]lächelt[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.05.2000 um 05:37 Uhr
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Texte aus: Ullrich Schaffer "Grundrechte"
-ein Manifest ISBN 3 7831 0948 5
Du hast ein Recht auf deine Trauer
Du darfst dich deinen Verlusten widmen
musst nicht verdrängen, was dich beschwert.
Du hast ein Recht, das abzutrauern,
was dich so tief enttäuscht hat
und was du nicht ändern kannst.
Du hast ein Recht auf deine Tränen,
auf dein Schweigen,
auf Deine Ratlosigkeit,
auf deine innere und äussere Abwesenheit.
Du musst nicht den Glücklichen spielen,
nicht über den Dingen stehen.
Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
die dich mit Gewalt aus deiner Trauer
herausholen wollen, weil deine Trauer
sie selbst bedroht.
Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.
Du hast ein Recht,
mit denen nicht reden zu wollen,
die dir ein schlechtes Gewissen machen
für deine Dunkelheit und Trauer.
Die mit Sprüchen kommen
und dich mit diesen Sprüchen
unter Druck zu setzen versuchen.
Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.
Du hast ein Rscht, dich zu wehren
gegen die, die dir sagen,
was du fühlen darfst und was nicht,
die dich nicht als einzelnen
sondern als Fall behandeln
und sich innerlich nicht
wirklich mit dir einlassen.
Vielleicht macht dich nichts so menschlich
wie deine Trauer.
Über sie kann ein Trauernder sich dir nähern
und auf Verständnis hoffen.
Trauern zu können ist eine Gabe.
Lass dir das Recht auf
Deine Trauer nicht nehmen.
----------------
Du hast das Recht,
deine dunklen Stunden zu durchleben
und dich nicht durch billige Sprüche
aus ihnen herauslocken zu lassen.
Schon der Versuch ist eine Entwürdigung
Deiner inneren Wirklichkeit.
Du bist auch Deine Dunkelkeit.
Die Abgründe und Widersprüche
gehören auch zu dir.
Die Schatten geben deinem Leben
Tiefe und Menschlichkeit.
Wer mit dir in Beziehung tritt,
sollte wissen, daß diese Seite zu dir gehört.
Wer sie in Dir ablehnt,
hat nicht das Recht,
sich deinen Freund
und deine Freundin zu nennen.
Manche geben dir nicht das Recht
auf diese Seite in dir.
Sie erwarten, daß du sie unterschlägst
und das Glück vorspielst.
Vielleicht haben sie weniger Angst für dich
als für sich selbst, weil sie durch dich
an das Unoffene in sich selbst geraten.
Wenn sie darum dir helfen wollen,
geschieht es nicht, um dir zu helfen,
sondern sich selbst.
------------------
aus: Sehnsucht nach Nähe ISBN 3 7831 0819 5:
Warnung
Wo du dich abwendest,
senkt sich schwere Erde auf Dich
Schicht um Schicht,
und plötzlich
stößt der erste Maulwurf
gegen deine Rippen,
als letzte Warnung.
Noch ist es Zeit
dich dem schmerz zuzuwenden
und Mensch zu werden
ehe sich die Erde
über uns alle stürzt.
-----------
Unter den "Lahrer Geschenkheften" von Ulrich Schaffer gibt es eines das heißt 'weil du dunkle Momente kennst'. In den -mittlerweile vergangenen Zeiten- meiner tiefsten Trauer, meiner völligen Verzweiflung, meiner Hoffnungslosigkeit und der maßlosen Enttäuschung fand ich Halt in diesen Texten.
Ich wurde damals von dem Menschen verlassen, dem ich vertraute und mit dem ich mein Leben teilen wollte.
Da niemand offen war für meine Trauer begann ich zu schreiben. Ich habe den Schmerz aus mir heraus geschrieben. Es ist viele Jahre her, aber noch heute erkenne ich in manchen Zeilen Anderer mich selbst wieder, die die ich damals war und wieder fühle ich den Schmerz und die Trauer, auch sind es heute die Gefühle anderer. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.05.2000 um 05:43 Uhr
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Texte aus: Ullrich Schaffer "Grundrechte"
-ein Manifest ISBN 3 7831 0948 5
Du hast ein Recht auf deine Trauer
Du darfst dich deinen Verlusten widmen
musst nicht verdrängen, was dich beschwert.
Du hast ein Recht, das abzutrauern,
was dich so tief enttäuscht hat
und was du nicht ändern kannst.
Du hast ein Recht auf deine Tränen,
auf dein Schweigen,
auf Deine Ratlosigkeit,
auf deine innere und äussere Abwesenheit.
Du musst nicht den Glücklichen spielen,
nicht über den Dingen stehen.
Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
die dich mit Gewalt aus deiner Trauer
herausholen wollen, weil deine Trauer
sie selbst bedroht.
Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.
Du hast ein Recht,
mit denen nicht reden zu wollen,
die dir ein schlechtes Gewissen machen
für deine Dunkelheit und Trauer.
Die mit Sprüchen kommen
und dich mit diesen Sprüchen
unter Druck zu setzen versuchen.
Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.
Du hast ein Rscht, dich zu wehren
gegen die, die dir sagen,
was du fühlen darfst und was nicht,
die dich nicht als einzelnen
sondern als Fall behandeln
und sich innerlich nicht
wirklich mit dir einlassen.
Vielleicht macht dich nichts so menschlich
wie deine Trauer.
Über sie kann ein Trauernder sich dir nähern
und auf Verständnis hoffen.
Trauern zu können ist eine Gabe.
Lass dir das Recht auf
Deine Trauer nicht nehmen.
----------------
Du hast das Recht,
deine dunklen Stunden zu durchleben
und dich nicht durch billige Sprüche
aus ihnen herauslocken zu lassen.
Schon der Versuch ist eine Entwürdigung
Deiner inneren Wirklichkeit.
Du bist auch Deine Dunkelkeit.
Die Abgründe und Widersprüche
gehören auch zu dir.
Die Schatten geben deinem Leben
Tiefe und Menschlichkeit.
Wer mit dir in Beziehung tritt,
sollte wissen, daß diese Seite zu dir gehört.
Wer sie in Dir ablehnt,
hat nicht das Recht,
sich deinen Freund
und deine Freundin zu nennen.
Manche geben dir nicht das Recht
auf diese Seite in dir.
Sie erwarten, daß du sie unterschlägst
und das Glück vorspielst.
Vielleicht haben sie weniger Angst für dich
als für sich selbst, weil sie durch dich
an das Unoffene in sich selbst geraten.
Wenn sie darum dir helfen wollen,
geschieht es nicht, um dir zu helfen,
sondern sich selbst.
------------------
aus: Sehnsucht nach Nähe ISBN 3 7831 0819 5:
Warnung
Wo du dich abwendest,
senkt sich schwere Erde auf Dich
Schicht um Schicht,
und plötzlich
stößt der erste Maulwurf
gegen deine Rippen,
als letzte Warnung.
Noch ist es Zeit
dich dem schmerz zuzuwenden
und Mensch zu werden
ehe sich die Erde
über uns alle stürzt.
-----------
Unter den "Lahrer Geschenkheften" von Ulrich Schaffer gibt es eines das heißt 'weil du dunkle Momente kennst'. In den -mittlerweile vergangenen Zeiten- meiner tiefsten Trauer, meiner völligen Verzweiflung, meiner Hoffnungslosigkeit und der maßlosen Enttäuschung fand ich Halt in diesen Texten.
Ich wurde damals von dem Menschen verlassen, dem ich vertraute und mit dem ich mein Leben teilen wollte.
Da niemand offen war für meine Trauer begann ich zu schreiben. Ich habe den Schmerz aus mir heraus geschrieben. Es ist viele Jahre her, aber noch heute erkenne ich in manchen Zeilen Anderer mich selbst wieder, die die ich damals war und wieder fühle ich den Schmerz und die Trauer, auch sind es heute die Gefühle anderer. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.05.2000 um 21:49 Uhr
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Ja, - spricht wohl nichts dagegen, farbiges Schattenspiel,
Du sprichst doch nicht von Grabschändung ?
Was mir jedoch nicht so gefällt an diesen ‚Grundrechten‘
das ist das aus ihnen abgeleitete ‚Grundrecht‘ andere zu verletzen
ihnen weh zu tun, sie zu bestrafen
Aug‘ um Aug‘, Zahn um Zahn
Gleiches mit Gleichem vergelten
unkontrollierte Lynchjustitz.
Uralt und ach so bewährt ..
Und der Verletzte bezieht
sich wieder auf die postulierten Grundrechte
ein wahrer Teufelskreis
Vergeltung
Präventiver Primärschlag
Nicht daß ich zufrieden wäre mit der hiesigen Rechtssituation
Oder für die schweigsame Duldung für Unrecht ..
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.05.2000 um 09:13 Uhr
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An einer Türe klopft.
Oh, verschlossen.
Eine weiße Rose hinterläßt und das nächste mal wiederkommt. |
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