| "Autor" |
Vom Sterben |
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geschrieben am: 04.05.2000 um 00:51 Uhr
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wenn sie mir zu nahe kommt
die messerscharfen Schneide
die unsichtbar, unhörbar selbst
mein Dasein in zwei Hälften teilt
ziehe ich mich zurück
Weinbergschneckengleich
in die Traumwelt der Märchenprinzen
der Zauberer
die mit einem Strahl Sonnenlicht
Tote zu neuem Leben erwecken.
Wenn sie mich wieder berührt
die messerscharfe eiskalte Schnittstelle
zwischen Sein und Nichtsein
bin ich schon dort
wo ich meinen Schutz finde
vor der Grausamkeit
der Härte,
die ich nicht will
und wenn sie mich wieder berührt
spürt
das Blut in meinen Adern
das Zerrinnen
der Zeit
die dir und mir bleibt
und ich finde mich wieder
in der endlosen Trauer
erwacht in die Frage
was bleibt
außer Klage
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.05.2000 um 21:04 Uhr
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Der Tod kommt so entsetzlich nahe
Freund, ich möchte Kind sein
unwissend, spielerisch
mit dem Leben umgehen
fröhlich
nicht so schwer
so traurig
ich möchte noch einmal
unbekümmert, unbelastet
durch das Leben hüpfen
im Augenblick lachen, weinen
von all dem nicht wissen,
was heute meine Träume
mein Dasein belastet, beschwert.
Die vielen Toten
Menschen, die ich gekannt, geliebt
Familie, Verwandte, Freunde,
Bekannte oder
nur eine Meldung aus der Tagespresse
eine Frau und ein Mann
Tote aus einem Verkehrsunfall
die Familie ist noch nicht unterrichtet
die Polizei sucht Zeugen
für das Unfallgeschehen von
heutnacht
der Tod kommt
so entsetzlich nahe
Freund und ich will doch
leben, ich will nicht sterben
noch nicht, ich bin zu jung
das sagen wir alle
nur wenige sind zum Tod bereit
laßt uns leben
die wenigen Augenblicke Zeit
die wir haben.
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03-01-1996
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