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Vom Wahn der Verfolgung

Nutzer: Gast_black-rose
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geschrieben am: 08.05.2000    um 15:32 Uhr   

Es ist dunkel.
„Wo bin ich hier? Ich kann nichts sehen. Ich hasse die Dunkelheit. Sie macht mir Angst... Ich habe Angst. Hilfe, kann mich jemand hören? Kann nicht irgend jemand das Licht anschalten?
Was sind das für Stimmen?
Hallo ist da jemand? ...
Wieso antwortet keiner? ...
Ich kann genau hören, daß da jemand ist! ...
Oh mein Gott, wo bin ich bloß?
Diese Dunkelheit macht mir Angst.
Wo immer ich hier auch nur bin, ich will hier weg!!!“
Sie versucht aufzustehen. Ihr schmerzen die Beine, weil sie bestimmt eine Ewigkeit in der Finsternis gekauert hat. Langsam tastet sie sich vorwärts.
„Eine Wand? ! Wo bin ich hier bloß? Und diese Stimmen, wo kommen die her?“
Sie tastet sich an der Wand entlang.
Nichts.
Nichts, nur eine Wand.
Und diese Stimmen aus allen Richtungen kommen sie. Sie versucht mit Faustschlägen gegen die Wand auf sich aufmerksam zu machen.
„Hallo, ist denn da niemand? Ich will hier weg!!!“
Vergeblich.
Sie schreit sich nur die Seele aus dem Leib. Weiß sie denn nicht, daß die Stimmen die sie hört gar nicht existieren?
Und immer wieder hämmert sie gegen diese Wand.
Erfolglos.
Bis sie dann aufgibt.
Da kauert sie nun wimmernd vor Angst.
„Ich will hier weg, Ich habe solche Angst.“
Dann sieht sie ein Licht.
„Ein Licht, meine Rettung. Endlich kann ich hier weg. Wo ein Licht ist, ist auch ein Ausweg.“
Sie rappelt sich wieder auf und läuft los.
„Schritte? Sind sie hinter oder vor mir?“
Sie bleibt stehen.
‚Sie sind hinter mir!‘
„Wer ist da?“
Keine Antwort.
„Hallo ist da jemand?“
Erneut keine Antwort. Sie läuft weiter. Aber sie hört immer noch die Schritte und dann auch noch die Stimme dazu.
„Hallo Lisa.“
„Wer ist da?“
„Lisa, du weißt genau, wer ich bin. Ich bin es doch, dein Onkel.“
„Oh nein!
Nein!!
Nein, laß mich ja in Ruhe! Rühr mich ja nicht an! Wo bist du? Komm mir ja nicht zu nahe!
Wo bist du? Ich sehe nichts.“
Keine Antwort alles ist wieder ruhig.
Keine Schritte.
Keine Stimmen.
Und dieses Licht ist auch wieder verschwunden.
Nur sie ist noch da. Ganz allein. Allein mit ihrem Wahnsinn.
Ja, ganz allein mit ihrem Wahnsinn. , Denn es ist gar nicht dunkel.
Es ist gegen Mittag und sie befindet sich in ihrem Zimmer, welches alles andere als dunkel ist.
Sie ist vollkommen durchgedreht, und ja, sie leidet an Verfolgungswahn.
Ich würde ihr gern helfen, aber ich habe schon so vieles probiert. Nichts hilft mehr. Nun kauert sie in ihrem Zimmer, für sie ein stockfinsterer Kerker ohne Ausweg, und jammert vor sich hin.
Und ich kann nichts tun.
Rein gar nichts.
Februar 1998,
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Nutzer: orla
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geschrieben am: 09.05.2000    um 11:37 Uhr   

..Schatten verfolgen uns
unsere Vergangenheit bleibt ewig bestehen
man kann nicht rückgängig machen
die Zeit nicht drehen
Gutes und schlechtes passiert
kaum einen Einfluß haben wir darauf
gutes und schlechtes verliert
das Leben nimmt seinen Lauf
scmerzen in den gliedern
das Herz
es schmerzt auch
Dinge sind da
Dinge die ich nicht wollte
die ich nicht brauch
Sachen geschehen
gewollt und ungewollt
haben keine Einfluß
doch solange der Stein noch rollt
ist noch nicht schluß
...wollen oft ändern
helfen wo nicht zu helfen ist
es liegt nicht alles in unserer Macht
wichtig ist
das du da bist
acht gibst und dir gedanken machst
bist nicht tot
fühlst mit
das ist gut

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 09.05.2000    um 14:30 Uhr   
hat sich der zustand im lauf der zeit verändert ?
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Nutzer: Gast_black-rose
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geschrieben am: 09.05.2000    um 15:07 Uhr   
starchaser,der krankhafte zustand hat sich wohl verändert, aber die angst vor der simme im dunkeln und die schritte hinter einem ist nach wie vor da...
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Nutzer: Gast_black-rose
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Anzahl Nachrichten: 176

geschrieben am: 09.05.2000    um 15:10 Uhr   
nein, orla, wahrlich bin ich nicht tot...
aber tortzdem hätte ich der person in der geschichte gern geholfen...
aber da sehe ich mal wieder meine grenzen.
ich bin nicht in der lage für mich unlösbares zu lösen...
aber wer ist das schon?
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