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Lieder unter Deutscher Flagge 666-thread

Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 15.05.2000    um 18:12 Uhr   

[b]Lieb Vaterland[/b]
Lieb Vaterland, du hast nach bösen Stunden
aus dunkler Tiefe einen Weg gefunden.
Ich liebe dich, das heißt ich hab' dich gern,
wie einen würdevollen, alten Herrn.
Ich kann dich nicht aus heißem Herzen lieben,
zuviel bist du noch schuldig uns geblieben.
Den Platz am Licht, den allen du verhießen,
den dürfen Auserwählte nur genießen.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!
Lieb Vaterland, wofür soll ich dir danken?
Für Versicherungspaläste oder Banken?
Atomkraftwerke für die teure Wehr
wo Schulen fehlen, Lehrer und noch mehr.
Konzerne dürfen maßlos sich entfalten,
im Dunkeln steh'n die Schwachen und die Alten.
Für Krankenhäuser fehlen dir Millionen,
doch das Geschäft mit Schwarzgeld scheint zu lohnen.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
die Großen sperren ihre Herzen ein.
Die Kleinen stehen wieder mal am Rand,
lieb Vaterland!
Lieb Vaterland, wofür soll ich dich preisen?
Zu früh schon zählt ein Mann zum alten Eisen.
Wenn er noch Arbeit will, du stellst ihn kalt.
Als Aufsichtsrat sind Greise nicht zu alt.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein.
Die Jugend wartet auf deine Hand,
lieb Vaterland!

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Nutzer: Gast_nadel.im.heu
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geschrieben am: 15.05.2000    um 18:37 Uhr   

Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.
Jesus-Mt 23,3-4
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Nutzer: Gast_nadel.im.heu
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geschrieben am: 16.05.2000    um 11:15 Uhr   

[i]Steinschlag[/i]
Wenn ich euch sehe was ihr anstellt mit eurer Macht
Nur ein Funke fehlt und euer Terror führt uns in die Schlacht
Mit Lauschangriffen und Schlägertrupps
Schlagt ihr uns nicht mehr in die Flucht
Mit eurer Ausbeutung da ist jetzt Schluß
Wir machen den Kassensturz
Das ist ein Steinschlag der zur Lawine wird
Ein Erdrutsch der alles mit sich nimmt
Das ist ein Steinschlag der zur Lawine wird
Ein Beben das alles mit sich nimmt
Wenn ich sehe wo Gerechtigkeit noch existiert
Mit dem Ehrenschutz für Soldaten habt ihr euch blamiert
Ihr plündert und nutzt uns schamlos aus
Der Fiskus saugt das Letzte raus
Eure Schikanen haben wir längst durchschaut
Wir setzen noch einen drauf
[i]geistige Verunreinigung[/i]
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Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 16.05.2000    um 14:38 Uhr   
************Alte Helden***************
A klana Bua dazöt er mecht amoe genauso wie sei Vatta wean
er tramt von ana Uniform und Marschmusik die
heat a hoit so gean
in ana klanen Schachtel findt a Fotos ganz vergübt und voller Staub
glei neben dem Kamin hängt an da Wand a Ritterkreuz mit Eichenlaub.
Da Vatta glänzt voll Stolz und er dazöt daß alles anders gewesen is
a Kriag is ka Verbechen weu e san halt manche Menschen feig und mies
was euch heut föt is strenge Disziplin und starke Männer die euch fian
dann schaut a ume zum Kamin und mant es miaßert irgendwas passiern.
Da Bua wird größa mit da Zeit und unaufhaltsam arbeits in sein Hirn
sei Vatta war amoe a Held und er soltats halt wenigstens probiern
es gibt ja kane Männer mehr die kämpfen können für ihr Vaterland
er wü sei armes Volk vom Schmutz befreien mit schwarze Kettn in da Hand.
Er bleibt net lang alanich
seine Freund die denkn ganz genau wie er
für Heimatland und reines Blut fallns wia verrückt über die Tschuschen her
jetzt hat a Kettn an die Händ
sein Vater den verflucht er tausendmal
und von die alten Helden wü a nix mehr wissen a für alle Mal.
*Rainhard Fendrich*
# hab das Lied zwar schon in Lieder für TW reingeschrieben, denke aber an diesem Platz ist es auch gut aufgehoben .....
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.05.2000    um 16:35 Uhr   
noch ein paar Helden die ein wenig ab-[i]kriegen[/i]:

Eigentlich unglaublich,
daß ihnen das immer wieder gelingt ...
Deinem Urgroßvater haben sie erzählt:
Gegen den Erbfeind.
Für das Vaterland.
Und er hat das tatsächlich geglaubt.
Was hat er gekriegt?
Granatsplitter in Beine und Kopp
vor Verdun.
Deinem Großvater sagten sie:
Gegen die slawischen Horden.
Für die abendländische Kultur.
Er hat das wirklich geglaubt.
Was hat er gekriegt?
Bauchschuß und einen verrückten Kopp
vor Stalingrad.
Deinem Vater erzählen sie jetzt:
Gegen die Völkermörder.
Für die Menschenrechte.
Für den Frieden.
Unglaublich - er glaubt's.
Was er wohl kriegt?
Und wo wird das sein - diesmal?
[i]Franz Josef Degenhardt[/i]

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Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 25.05.2000    um 11:53 Uhr   
...hab da noch etwas -nicht ganz so Ernstes -
zum "Heldenthema" entdeckt...

EAV
Echte Helden pissen gegen den Wind,
auch wenn sie dann die Begossenen sind.
Echte Helden schwimmen gegen den Strom.
Echte Helden brauchen kein Kondom.
Echte Helden reiten durch die Nacht.
Echte Helden reiten durch die Nacht.
Ta-ta-taa-ta, ta-taa-ta, ta-taa-ta.
Echte Helden geben Obacht.
Echte Helden kennen keine Gnade,
Ta-ta-taa-ta, hm-ta-hm-ta-hm.
Echte Helden, oh no! sie kennen keine Gnade.
Echte Helden gehen nie zum Bade.
Die letzten Helden dieser Erde
satteln ihre Pferde,
und sie reiten vierzig Tage lang
in den Untergang.
A-huuu, A-huuu, A-huuu, A-huuu.
Didldihai, Didldihau, Didldihai-dihau.
Echte Helden sind das Salz der Erde.
Ta-ta-taa-ta, hm-ta-hm-ta-hm.
Echte Helden singen Dudldi-tu-tu.
Echte Helden und ihre Pferde.
Die letzten Helden dieser Erde
satteln ihre Pferde,
und sie reiten vierzig Tage lang
in den Untergang.
A-huuu, A-huuu, A-huuu, A-huuu.
Didldihai, Didldihau, Didldihai-dihau.

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Nutzer: Gast_Shadowdance
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geschrieben am: 30.05.2000    um 03:29 Uhr   
Führer befiehl, wir folgen
schrie ein Volk
es hat nicht nachgedacht
wünschte den Schärgen Heil
Verbrecher an der Macht
Kranke, Irre an der Spitze
Intelligenz verläßt das Land
gesunder Menschenverstand
schweigt von Gefühl befreit
verstecken sich Millionen
hinter Befehl und Pflicht
verschreiben sich einer Idee
von Macht
größenwahnsinniger Krimineller
als alle Zerstörung längst vollbracht
bewegt sich wieder etwas
in den steifen Marionetten
wir haben es nicht gewusst
alle taten ihre Pflicht
Rädchen im Gesamtgetriebe
Einzelteile als Erfüllungsgehilfen
sie haben es nicht gewollt
ohne nachzufragen mitgemacht
blühendes Leben in Asche verwandelt
Städte in Trümmer zerbombt
die Marionetten und ihre Meister
schweigen oder reden von Ehre
Volk und Vaterland
die Trauer versank im Aufbau
des Vergessens, der Beseitigung
die Handlanger des Grauens
haben sich der Schuld
der Verantwortung entzogen
erzogen ihre Kinder
in bewährtem Stil
des Nichtnachdenkens, Nichtnachfragens
Bravsein, Gehorsam, Pflicht
langsam zerfallen die alten Holzpuppen
an ihre Stelle treten neue.
---------------
05.01.1995
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Nutzer: Gast_Leonora
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geschrieben am: 03.06.2000    um 11:41 Uhr   
wenn sie jetzt ganz unverhohlen
wieder nazi-lieder johlen,
über juden witze machen,
über menschenrechte lachen,
wenn sie dann in lauten tönen saufend ihrer dummheit frönen
- denn am deutschen hinterm tresen muss nun mal die welt genesen -
dann steh auf und misch dich ein:
Sage NEIN!
meistens rückt dann ein herr wichtig
die geschichte wieder richtig,
faselt von der ausschwitzlüge
- leider kennt mans zu genüge -
mach dich stark und bring dich ein!
zeig es diesem dummen schwein!
Sage NEIN!
ob als penner oder sänger,
bänker oder müßiggänger,
ob als priester oder lehrer,
hausfrau oder straßenkehrer,
ob du 6 bist oder 100 -
sei nicht nur erschreckt, verwundert,
tobe, zürne, bring dich ein:
Sage NEIN!
und wenn aufgeblasne herren
dir galant den weg versperren,
ihre blicke unter lallen
tief in deinen ausschnitt fallen,
wenn sie prahlen von der alten,
die sie sich zu hause halten,
denn das weib ist nur was wert
wie dereinst - an heim und herd,
tritt nicht ein in den verein.
Sage NEIN!
und wenn sie in deiner schule
plötzlich lästern über schwule,
schwarze kinder spüren lassen
wie sie andre rassen hassen,
lehrer, anstatt auszusterben,
deutschland wieder braun verfärben,
dann hab keine angst zu schrein:
Sage NEIN!
ob als penner oder sänger
bänker oder müßiggänger
ob als schüler oder lehrer
hausfrau oder straßenkehrer
ob du 6 bist oder 100
sei nicht nur erschreckt, verwundert,
tobe, zürne, bring dich ein:
Sage NEIN!
konstantin wecker / uferlos
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Nutzer: Gast_bond,jamesbond
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Anzahl Nachrichten: 10

geschrieben am: 05.06.2000    um 12:17 Uhr   
DIE HÄRTE
auf der straße knüppel und blut
bei mami bieder und lieb
stark nur in der meute
eng im weltbild, hart im schritt
geilen sich auf, an den gehetzten
wollen die angst im auge seh'n
hart rasiert, auf harten sohlen
brutal im austeilen, feige im nehmen
hart im hirn, weich in der birne
ohne halt, einfältig und klein
auf der suche nach einem führer
es ist hart, allein beschränkt zu sein
egal, ob mensch im rollstuhl
asylant, obdachloser im park
alle mann auf einen
hauptsache, wehrlos und schwach
stellen sich den kampfhund zur seite
werten sich auf mit seinem zahn
verstecken krampfhaft ihre panik
rassischer verfolgungswahn
hart im hirn, weich in der birne
ohne halt, einfältig und klein
auf der suche nach einem führer
es ist hart, allein und beschränkt zu sein
hämmern sich parolen in die schädel
fest die ordnung, hart die zucht
kernige männerkameradschaft
vor sich selber auf der flucht
hart im hirn, weich in der birne
ohne halt, einfältig und klein
auf der suche nach einem führer
es ist hart, allein und beschränkt zu sein
angeschoben als kampfmaschine
der mob zeigt schamlos seine lust
im hintergrud die schreibtischriege
werden sie als schlamm in schlacht benutzt
hart im hirn, weich in der birne
ohne halt einfältig und klein
auf der suche nach einem führer
es ist hart allein und beschränkt zu sein
hart im hirn, weich in der birne
einfältig und klein
auf der suche nach einem führer
es ist hart, allein und beschränkt zu sein
------------------------------------------
Herbert Grönemeyer
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 15.06.2000    um 01:17 Uhr   
[b]Die weißen Tauben[/b]
Komm her, Marie, ein letztes Glas,
genießen wir den Augenblick,
ab morgen gibt's statt Wein nur Wasser.
Komm her und schenk uns noch mal ein,
so viel wird morgen anders sein!
Marie, die Welt wird langsam blasser.
Die weißen Tauben sind müde,
sie fliegen lange schon nicht mehr.
Sie haben viel zu schwere Flügel,
und ihre Schnäbel sind längst leer.
Jedoch die Falken fliegen weiter!
Sie sind so stark wie nie vorher,
und ihre Flügel werden breiter,
und täglich kommen immer mehr,
nur weiße Tauben fliegen nicht mehr.
Bleib noch, Marie, der letzte Rest
reicht für uns beide allemal,
ab morgen gibt's statt Brot nur Steine
Komm her und schenk uns noch mal ein,
denn so wie heut wird's nie mehr sein.
Marie, die Welt reißt von der Leine.
Die weißen Tauben sind müde,
sie fliegen lange schon nicht mehr.
Sie haben viel zu schwere Flügel,
und ihre Schnäbel sind längst leer.
Jedoch die Falken fliegen weiter!
Sie sind so stark wie nie vorher,
und ihre Flügel werden breiter,
und täglich kommen immer mehr,
nur weiße Tauben fliegen nicht mehr.
Sieh her, Marie, das leere Bett,
der Spiegel uns'rer großen Zeit;
ab morgen gibt's statt Glas nur Scherben.
Komm her und schenk uns noch mal ein,
den letzten Schluck vom letzten Wein.
Marie, die Welt beginnt zu sterben.
Die weißen Tauben sind müde,
sie fliegen lange schon nicht mehr.
Sie haben viel zu schwere Flügel,
und ihre Schnäbel sind längst leer.
Jedoch die Falken fliegen weiter!
Sie sind so stark wie nie vorher,
und ihre Flügel werden breiter,
und täglich kommen immer mehr,
nur weiße Tauben fliegen nicht mehr.
[i]Hans Harz [/i]
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