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Der Sinn des Lebens

Nutzer: robgan
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geschrieben am: 19.05.2000    um 15:48 Uhr   
Viele Menschen machen sich Gedanken,
keiner weiss es, aber viele Danken,
Sie wissen nicht wem, und wofür,
das Leben ist für Sie eine Tortur!
Wenn die guten Zeiten sind verschwunden,
der Körper meist ist stark geschunden,
viele Träne laufen runter und man sieht.
Stille kehrt ein, keiner hat Ihn je gefunden,
doch ist er in aller munden! Was ist er, Was
wird er uns geben?
Er ist unheimlich, der Sinn des Lebens!
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 19.05.2000    um 23:19 Uhr   
unheimlich, - weshalb ?
Ich denke, Wittgenstein hatte diesbezüglich recht :
Die Lösung des Problems des Sinns des Lebens erkennt man am Verschwinden genau dieses Problems und der damit verbundenen Zweifel.
Zumindest habe ich bisher noch keinen Menschen getroffen, der diesen Sinn je ausformulieren konnte selbst wenn er sein Leben als sinngemäß verwendet betrachtete.
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 19.05.2000    um 23:38 Uhr   
Was, wenn es einen Sinn des Lebens gibt, dieser aber nicht formulierbar ist?
Wittgenstein wußte, das es außer den "Tatsachen" noch das Mystische gibt.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 20.05.2000    um 01:53 Uhr   
Wobei das Mystische verbal nicht mehr faßbar ist. Ein sich immer mehr abzeichnender Trend.
Aber wo liegt der Widerspruch : Nach transzendenter Erkenntnis desselben gilt er für mich als bestehend und die Frage hat sich erledigt. Stillschweigende Liquidierung des Übeltäters ohne seiner habhaft zu werden.
Oh, da ist ja schon wieder das Wasser ..
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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 20.05.2000    um 11:29 Uhr   
star,
wenn ich es richtig verstehe und noch ein wenig verallgemeinere kommst du zu dem Schluß, daß
a.) Probleme dort auftreten, wo Zweifel existieren...
(ich habe ein Problem mit Menschen/Gesellschaft etc, weil ich an ihnen/ihr zweifel..
ich habe ein Problem mit Gott, weil ich an ihm zweifel..
ich habe ein Problem mit mir, weil ich an mir zweifel..(und manchmal dreifel!)????)
b.) das Verschwinden des Problems bedingt wird durch die Akzeptanz der Unlösbarkeit des Problems mittels logischer, und damit verbal/mathematischer Formulierungen..
und zuendegedacht jetzt
c.) ich nicht meinem Verstand vertrauen sollte sondern meinem Bauch (dem Unbewußten in mir), der mir unmißverständlich bewußt macht, was richtig und falsch/gut und schlecht für mich ist..
wenn ich dich also bis hierher richtig verstanden habe, ergeben sich (weil die Akzeptanz doch so schwer ist) einige Fragen.
1. die Lösung für ein Individuum in der Problembewältigung/-verarbeitung besitzt keine Allgemeingültigkeit oder?
2. sind es nicht immer die Menschen, welche zweifelten /Bestehendes Infrage stellten, die entwicklungsgeschichtlich gesehen etwas bewegten?
3. Widersprüche als bestehend akzeptieren heißt vor ihnen kapitulieren??
und, und, und..
...welches ungerufen und doch drängend ins Freie rinnen möchte...
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Nutzer: orla
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geschrieben am: 20.05.2000    um 13:17 Uhr   

...der Sinn des Lebens?
Ist es nicht so, das jeder seinen eigenen finden muß.
Jeder individuell- es kann kein ultimativ Sinn sein.
Und wozu ihn wissen?
Würde er uns glücklicher machen?
Enstand die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht erst dann, als wir auf die Grenzen unserer Antworten trafen.
Dem Menschen scheint es nicht genug zu sein zu leben, nein, es muß einen Sinn geben.
Irgendeien Sinn, der uns vielleicht nur noch als Spielfiguren hinstellt...!
...alles spekulativ........................
Es scheint, als setzen wir uns lieber mit der unbeantwortbaren Frage nach dem Sinn auseinander, als die über das Leben und den Tod.
Ein Sinn könnte ja vielleicht unsterblich machen- oder wie.........?!
*setzt sich*
hm.....................
Wie so muß es einen Sinn geben...?
Der Wind weht wann er will, welchen Sinn hat es.
Das Wasser fließt wohin es will, wlchen Sinn hat es.
Die Erde schwebt in unendlichem Raum, welchen Sinn hat es..............
....welchen Sinn hat es, nach einem Sinn zu suchen.
Kann das Leben nicht einfach genossen werden, muß es immer wieder hinterfragt werden, als sei es eine falsche Schlange?
Reicht es nicht da zu sein, seine möglichkeiten auszuschöpfen.
Braucht man denn unbedingt einen Sinn?
...ich nicht
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 21.05.2000    um 02:33 Uhr   
streiche lebenssinn .. oh, unheilige verallgemeinerung. delphine sind auch säuger ..
kommt zeit kommt antwort ..

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Nutzer: Gast_vero*
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geschrieben am: 21.05.2000    um 14:02 Uhr   
Ich hoffe, nicht gleich als Nihilist aufzufallen: Das Leben an sich ist sinnlos.
Wir sind alle Zufallstreffer (irgend ein Spermium unter Millionen hat seinen Weg gefunden).
Jedes Individuum gibt seinem Leben mehr oder weniger bewusst seinen Sinn. Wie oben mehrfach gesagt wurde, stellt sich die Sinnfrage oft erst beim abhanden gekommenen Sinn.
Massstab werden wohl unsere Taten/Aktivitäten sein, die uns mehr oder weniger befriedigen.
Dazu kommt seine Sinngebung sicherlich auch noch von Dritten, beispielsweise:
Meine Existenz ist sinnvoll, da ich aus meinen Kindern lebensfähige Menschen machen will. etc.
vero, eilend + sausend
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Nutzer: robgan
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geschrieben am: 21.05.2000    um 17:11 Uhr   
Hatte nicht damit gerechnet einen Stein so ins rollen zu bringen! Aber es freut mich, dass man vernünftige Ansichten anderer kennenlernen kann! Danke
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Nutzer: robgan
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geschrieben am: 21.05.2000    um 17:11 Uhr   
Hatte nicht damit gerechnet einen Stein so ins rollen zu bringen! Aber es freut mich, dass man vernünftige Ansichten anderer kennenlernen kann! Danke
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 21.05.2000    um 17:20 Uhr   

[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 21-05-00).]
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Nutzer: orla
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geschrieben am: 22.05.2000    um 11:50 Uhr   
...bevorman, wen man unbedingt will, sich mit dem Sinn des Lebens befassen will,
so sollte man erst Leben- anders könnte man ihn wohl nicht verstehen!
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Nutzer: Gast_black-rose
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geschrieben am: 25.05.2000    um 16:22 Uhr   
für mich ist es sinn des lebens an mich anforderungen zu stellen und ihnen gerecht werden.
mir ziele setzen und diese erreichen und verwirklichen.
sogesehen bin ich mein sinn des lebens.
die antwort auf die frage nach dem sinn des lebens liegt bei mir und kann von niemand anderes beantwortet werden.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 26.05.2000    um 15:42 Uhr   
wupel,
nochmal zurück zur kleinen Verallgemeinerung. Wittgenstein sprach vom Problem des Sinns des Lebens. Nehmen wir also an, er hätte dies nicht so eng gesehen.
Sicherlich treten Probleme auch dort auf wo Pflänzlein Zweifel wuchert. ( Ver- ) Zweifel oder dreifel ich an Gott und der Welt, habe ich wohl ein Problem mit jenen. Wer würde das bestreiten ?
Wie löse ich ein Problem, das ich nicht einmal verbal formulieren kann, vielleicht nicht einmal denken kann ( nicht dasselbe, aber nehmen wir den schlimmsten Fall an ) ? Darauf habe ich ehrlich gesagt keine Antwort.
Ich bin der festen Überzeugung, daß Problemverarbeitung im menschlichen Bereich keine Allgemeingültigkeit hat. Leben findet nicht unter Laborbedingungen statt. Zu groß die Unterschiede zwischen den Betroffenen. Exakt dieselbe Situation wird sich kaum wiederherstellen lassen. Experiment Leben ist nicht beliebig wiederholbar. Lösungen sind keine Rezepte die sich in einem Kochbuch sammeln ließen.
Der Naturwissenschaften Schreckgespenst Relativität gilt hundertprozentig auch im menschlichen Bereich. Zudem ändert jede auch noch so kleine Veränderung eines beliebigen Parameters Gesamtsystem, - manchmal grundlegend.
Ähnlichkeiten lassen sich aufdecken, - mehr aber nicht. Glück hat, wer in dieses Schema paßt. Menschliche Probleme bedürfen der gesonderten Betrachtung. Es sind doch keine Routineoperationen die sich in irgendeinem Flußdiagramm unterbringen ließen. Man stelle sich vor, im Bewerbungsbogen fände sich ein Stempel ISO-9000-hp - zertifiziert
Nur dem Gefühl zu vertrauen ist bestimmt genauso falsch wie rein kopflastig zu sein. Das ist auch so eine Gratwanderung ohne Patentrezept. Beides hat mit Lernen, mit Erfahrungen zu tun . Es ist im Vorfeld wohl immer schwer zu erkennen, ob eine bestimmte Handlung richtig / falsch oder gut / schlecht ( für mich ) ist. Danach jedoch, da hat es ( fast ) jeder besser gewußt. ..
Jeder ist seines Glückes Schmied doch sind die Zeiten des kleinen verkokelten Studierzimmers den grellen Großraumlabors der Teams gewichen.
Zweifelsfrei gibt es Momente, da bräuchte ich dringend Hilfe und lehne sie ab und es gibt Situationen, die ich selbst meistern muß. Aber wieviel Menschen stecken bis zum Hals in der ** und meinen dennoch, ohne Hilfe auszukommen ? Falscher Stolz, Fehleinschätzung oder einfach schlechte Erfahrungen ? Haben sie das Richtige oder das Falsche gelernt ?
Zum Zeitpunkt des Umgangs mit der Tastatur sind wir eben keine tabula rasa mehr, auf der eindeutig lesbar die Worte des Ich eingraviert sind. Wäre dem so, - hätten wir dann überhaupt noch Probleme ?
Ja, die großen Impulse kamen meist von Menschen, welche zweifelten und Bestehendes in Frage stellten. Die Bewegungen selbst wurden jedoch von Menschen getragen, die an diesen Skeptikern wiederum nicht zweifelten.
[i]Widersprüche als bestehend akzeptieren heißt vor ihnen kapitulieren[/i]. Kein leichtes Thema und in meinen Augen wieder situationsträchtig.
Manchmal nur eine Art inneres ABS - System das bei einem Ageistigen Ausflug aufs Glatteis das Schleudern verhindert.
Sobald wir den festen Boden verlassen, geraten wir unweigerlich in den Treibsand des Widerspruchs. Alles was gestern galt gilt nicht mehr. Das gewohnte Koordinatensystem bekommt hohen Seegang, (ver-) krümmt sich in alle Richtungen. Man ist buchstäblich ver-rückt. Auch ehemals fest empfundener Urgrund löst sich in wild umherwirbelnde Einzelteile auf.
( Nicht nur ) Die Naturwissenschaft vermeidet dieses Dilemma indem sie solche Fragen ( dogmatisch ? ) verbietet, tabuisiert. Auf der anderen Seite forscht sie zum Beispiel in Richtung Tunneln mit Zeitumkehr und wendet beherzt Einsteins Formelwerk an. Obwohl Alberts Aussagen eine Zeitumkehr verneinen.
Selbst in unserer zivilisatorisch ach so weiten Gesellschaft werden Menschen nach wie vor in 'funktionieren
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Nutzer: orla
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geschrieben am: 30.05.2000    um 14:08 Uhr   

...da ist sie, die Ewigkeit.
Wiedersprüche wird es ewig geben, Fragen die sie aufwerfen ebenso.

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