| "Autor" |
Die Geschichte vom Morgentau |
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geschrieben am: 27.05.2000 um 21:15 Uhr
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Der Tag bricht langsam an. Die Sonne blinzelt verschlafen am Horizont und die beiden eben geborenen Sonnenstrahlen jagen im Wettlauf durch das sanfte Dämmerlicht. Sie huschen durch die Tautropfen und so blitzt es hier und da bunt auf. Ein sehr leises Lachen begrüßt den Morgen.
Schließlich hat der Wettlauf der Sonnenstrahlen ein Ende.
Sie treffen auf die Nasenspitze des kleinen Kobolds Hui'kabii und kitzeln sein kleines Bäuchlein.
"Haaaatschooouuu..." tönt es von dem Tulpenblatt, gefolgt von leisem Koboldkichern. Hui'kabii reibt sich quiekend die verschlafenen Äuglein und blinzelt in den eben erwachten Morgen.
Immer mehr Sonnenstrahlen kitzeln ihn, bis er schließlich lachend das Blatt mit einem lauten "Huiiiiii" hinabkullert und spritzend mit einem kleinen Platsch in einem Tautropfen landet "Hiiiiiiii - ist das kahalt..." piepst seine Stimme über Blumen und Gräser. Er schüttelt grinsend seinen grünen Haarschopf - da erblickt er staunend die Fee Leya'a, die in einer strahlend blauen Glockenblume ihr Morgenbad beendet und sich eben ihr Gewand aus Spinnweben überstreift. Auf ihren zarten Flügeln glitzert noch der Morgentau.
"Bist du schon lange wach, Leya'a?" ruft er ihr aus seinem Tautropfen entgegen und kugelt sich langsam hinaus.
Sie wendet ihm ihr seidenes Gesicht zu und streicht sich lächelnd eine rote Haarsträhne aus der Stirn.
"Hui'kabii - man muss den Morgentau in der Dämmerung genießen...nicht wie du den ganzen Zauber verschlafen. Denn der schönste Traum kann nicht so wunderschön und traurig zugleich sein."
Hui'kabii gähnt herzhaft und blickt sie mit strahlend blauen Kulleraugen an. "Zauber?" fragt er und macht einen Purzelbaum. Der kleine Kobold tapselt zur Glockenblume, plumpst ins Gras und streckt die Koboldfüsse von sich. "erzähl mir davon!"
Leya'a blickt ihn an und steigt aus dem Blütenkelch. Sie schwebt hinab und sieht ihn lächelnd an.
[i]"Es ist sehr lange her...du warst noch nicht geboren, vielleicht gab es noch gar keine Kobolde." sie sieht ihn nachdenklich an und erzählt weiter.
"Damals lebte der Sohn der Nacht, Syrno, in einem entfernten Land. Er konnte nur in der Nacht hinaus, jegliche Art von Tageslicht konnte er nicht ertragen. Sobald die Dämmerung hereinbrach entschwand er in seinen Schatten. Wie auch die Nacht wirkte er nach außen hin kühl und verhüllt seine Wahrheiten.
Zur gleichen Zeit lebte auch die Lichtelfe Sarieè, die im Gegensatz zu Syrno nur im Tageslicht sein konnte. Sobald die Dämmerung hereinbrach entschwand auch sie."[/i]
Hui'kabiis Augen glänzen. "Lichtelfe?" er klatscht in die Händchen und kneift vor Begeisterung die Augen zusammen.
[i]"Nun geschah es eines Tages, es war der längste Tag im Jahr, dass Sarieè sich verlaufen hatte. Sie irrte umher, gehetzt und gejagt von langsam hereinbrechender Finsternis.
Syrno fand die verängstigte und schon sehr geschwächte Elfe. Nie zuvor hatte er ein derart zartes Wesen gesehen und ein warmes Gefühl legte sich auf sein einsames Herz.
Als er ihr Leiden erkannte, nahm er sie auf und im Dämmerschein trug er sie zurück dorthin, woher sie gekommen war.
er gab ihr von seiner Kraft und als Sarieè die Augen wieder öffnete und ihn erblickte, legte sich ein sanftes Lächeln auf ihr Gesicht. Sie wußte, er würde sie in Sicherheit bringen, bevor das allerletzte Tageslicht gegangen war."[/i]
Hui'kabii hat die Augen geschlossen und wiegt verträumt im singenden Klang von Leya'as Stimme hin und her.
[i]"Syrno schöpfte ebenfalls Kraft aus dem Sternenglanz in ihren Augen. Beide gaben und nahmen...sie wußten, dass sie zusammengehörten, und diese Kraft und ihre Liebe ermöglichten es ihnen, die Dämmerung zu ertragen-
Und so trafen sie sich immer kurz vor Tagesanfang...und kurz bevor die Nacht hereinbrach.
Nun geschah es einmal, dass Syrno krank wurde. Er kam später als gewohnt, da er die Dämmerung nicht ertrug...doch Sarieè wartete auf ihn und als er endlich erschien sah die Elfe, dass er mit dem Leben rang.
Sie läch |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2000 um 22:29 Uhr
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Lächelnd und nachdenklich diese Geschichte gelesen hab'.
Red. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.05.2000 um 02:13 Uhr
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Falke und Wolf
eine wunderbare geschichte |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.05.2000 um 09:50 Uhr
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| [i]lächelt und entschwindet wieder in den schattigen Wald[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.05.2000 um 14:08 Uhr
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| *sich an den "Lady-Falk" erinnert - und an den Film, der damals sein Herz berührte* |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.05.2000 um 23:30 Uhr
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| mir gefällt die geschichte sehr |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.06.2000 um 14:23 Uhr
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Ich finde es wirklich schön
[i]lächelt und verschwindet[/i]
Dein und Euer Jäger |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.06.2000 um 15:08 Uhr
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Das Aufblitzen einer Wahrheit erleuchtet für einen Augenblick nur die Schönheit der schwarzen Nacht. Seine Tränen sich festkrallend an den Rändern der Blätter und Zweige - aus Angst vor dem Fall.
Der Wind stimmt seinen Trauergesang an,
hacht ihn durch die Kronen der Bäume,
begleitet vom Paukenschlag des wütenden Donners,
der von Zeit zu Zeit das Trommelspiel von Himmels Tränen und Gräsern durchbricht.
Doch kein Gewitter, keine Traurigkeit
ist bösartig genug ihr Lachen,
das ich in mir trage,
zu zerstören,
oder dem Mond den Glanz zu nehmen,
den ihm die Sonne schenkt. |
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