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Schattenengel

Nutzer: schermbeck
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geschrieben am: 28.05.2000    um 16:21 Uhr   
[b]Zwei Tränen[/b]
Wie eine Myriade von Sternen
glitzert die einzelne, fallende Träne.
Sanft benetzt sind die blauen Augen,
zärtlich umrahmt von dunklen Schatten.
Sie blicken sorgenvoll in die Leere,
stumm, fragend und bittend,
doch keine Silbe verlässt den Mund;
die Gedanken verhallen ungehört.
Eine zweite Träne bahnt sich ihren Weg,
bevor sie allmählich darniedergleitend
die Erde berührt
und die Frau sich langsam umdreht,
um ihrem Leben ein Ende zu setzen.

[b]Einsamer Reiter[/b]
Einsamer Reiter in dunkler Nacht
Sein Herz ist gebrochen
Seine Liebe verflossen
Einsam Reitet er durch die Nacht
Sein Herz vergiftet durch Niedertracht
Hass hat ihn zerbrochen
Das Leben geflossen aus seiner Liebsten
Die er fand im Bette
In seiner Wut erstach er sie
So lieb er sie auch hatte
Den Liebhaber erdrosselt
So ritt er schnell hinfort
An unbekannten Ort
Einsamer Reiter in dunkler Nacht
Stürzte sich hinab
Vom Felsen in die Schlucht herab
Um auf Ewig vereint
Mit seiner Liebsten zu sein

[b]am Anfang und am Ende[/b]
solange du kannst
wenn du willst
es wird dich keiner hören
trau dich doch
und störe die Ruhe
nicht
es aus dir heraus
wenn du dich besser fühlst
aber nicht so laut
sooft du willst
und du wirst ein Echo bekommen
wie du es zu deiner Geburt tatest
aber klage nicht.
SCHREI...


[b]Meine Hoffnung[/b]
Meine Hoffnung
das zu finden wonach ich suche
das nicht zu vermissen was ich dadurch verlohr
das ist wonach ich trachte
das ist was man mir verwehrt

ich suche den schatten im Licht
ich suche den weg aus der Einamkeit
ich wede es alein nicht schaffen
doch was zählt das in der Ewigkeit?

Ich bin anders,
anders als alle anderen.
Ich bin einsam,
einsamer als alle anderen.
Ich bin ernst,
ernster als alle anderen.
Ich glaube anders,
anders als alle anderen.
Ich lebe in meiner eigenen Welt,
anders als alle anderen.
Ich bin einfach anders,
ein Individuum wie jeder andere,
aber alle anderen sind anders als ich.


[b]Grausame Liebe[/b]
Die Liebe leben ist oft Leiden,
man will und kann es nicht vermeiden,
denn jedes Menschen Schicksals Los,
liegt in der Liebe blank und bloß.
Man ist auf Glück, Verderb, Gedeih,
der Liebe ausgesetzt, nicht frei
und Liebe kann oft nicht entsteh'n,
Im Gegenteil, eher untergehen.
Doch das war bloß die schon entstand'ne,
ganz anders ist's mit nicht vorhandener:
Man sehnt und strebt und blickt empor,
und ist unzufriedener als je zuvor.
Und die glücklich Auserwählten
Obliegen keiner zaghaft gezählten
Versich'rungsklausel die besagt
Dass man sich gegenseitig auch wirklich mag.
Und so zieht es den nach Liebe Strebenden,
in sich zurück in trauriges Leben
und noch keiner, nach irdischem Glück zu singen,
konnte diesen in die Liebe zurück bringen.
Doch die pure Unerfüllbarkeit,
erfüllt einen mit blankem Neid,
im Frühling sieht man Turteltauben,
die einem den ganzen Mute rauben.
Einigen fliegt die Liebe nur so zu,
zu anderen kommt sie gar im Nu,
nur bei einigen will sie sich nimmer zeigen,
und die sind's, die still nur schweigen
um sich vor der Liebe grazil zu verneigen,
und gleichzeitig ihr für immer abzuschwör'n.

by www.schattenengel.de


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