| "Autor" |
Lacrimosa - Einsamkeit |
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geschrieben am: 28.05.2000 um 16:22 Uhr
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Einsamkeit
Ich schreibe meine eigene Geschichte
Und lebe nur noch nebenbei
Ich bin der einzige der mich bemerkt
Und all die Stimmen die zu mir sprechen
Sind nur die Echos meiner Sehnsucht
Machtlos begegne ich der Einsamkeit
und machtlos zeige ich ihr mein Gesicht
Zerfallen in tausend Stücke
krieche ich in tausend Richtungen
und halte deine Hand nicht fest genug
In falsche Träume mich geflüchtet
Auf besetzte Plätze mich gesetzt
Suchte ich die Herrlichkeit der Zweisamkeit
und fand nur die lächerliche Einsamkeit
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.05.2000 um 16:25 Uhr
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Loblied auf die Zweisamkeit
Und das ist die Einsamkeit
Die mich geboren hat
Versucht ihr zu entkommen
Habe ich meine Hoffnung verloren
Ich schrie nach Liebe mich zu wärmen
Verlor ich meine Stimme und blieb stumm
Ruhelos verurteilt
Träumte ich die Wahrheit
Ergriff ich die Flucht
Und fiel zu Boden
Ich spüre kein Glück
Ich spüre kein Glück
Kein Leben wächst in mir
Ich spüre kein Glück
Ich bin müde
Ich bin müde
Ich bin müde
Verstrickt im Netz der Angst
Habe ich mich selbst erkannt
Unfähig zu existieren
Bin ich nicht bereit mich selbst zu tragen
Lieg ich im Dreck der Gleichgültigkeit
Und lebe den Tod der Vergessenheit
Bin ich nur eine Kreatur der Vergessenheit
Bin ich nur eine Kreatur der Langweile
Nur ein schlechter Witz in einem leeren Wartesaal
Ich träumte einst vom Leben
Und träumte einst von Liebe
Doch aus dem Leben wurde Flucht
Und aus der Liebe wuchs die Angst...
für j.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.05.2000 um 18:08 Uhr
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[b]Vereinsamt[/b]
Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!
Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?
Die Welt - ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.
Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.
Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!
Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Weh dem, der keine Heimat hat.
[i]Friedrich Nietzsche[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2000 um 12:44 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2000 um 12:53 Uhr
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Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh.
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.
Er träumt von einer Palme,
Die, fern im Morgenland,
Einsam und schweigend trauert
Auf brennender Felsenwand.
[i]Heine[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2000 um 14:28 Uhr
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Winternacht
Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab' nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst seien Laub verstreuet.
Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seine Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.
Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.
Joseph Freiherr von Eichendorff
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2000 um 14:54 Uhr
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aber schermbeck du hast ein [b] stolzes herz[/b] und nicht [b] alles[/b] ist eine [b] lüge[/b]
oft ist die [b] seele in not[/b] aber[b] am ende stehen wir zwei[/b]
*hoffe, du kannst damit was anfangen*
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.06.2000 um 15:36 Uhr
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Einsamkeit
Deine Augen, glanzlos matt
weinen trockene Tränen
in die Ferne eines Sein
Dein Mund formuliert farblos, stumpf
Worte zu Sätzen
aus denen die Glut deines Ich
blutendes Eis an die Oberfläche schwemmt
Deine Ohren versuchen taub zu sein
in ihrem Wunsch
dich vor neuer Qual
zu bewahren
Deine Haut funkt Notsignale
Notschreie der Verlassenheit
aus der Kälte der Einsamkeit
Dein Verstand diktiert monoton
alles halb so schlimm
du kennst es ja schon
du darfst nicht vertrauen
er lullt dich ein
in das gläserne Lied
von Enttäuschung,
Mißtrauen, Tod
Dein Gefühl auf Frost geschaltet
umgibt dich mit einer Mauer
um dich zu schützen
vor einem neuen Säbelhieb ins Herz
Die Mauer schirmt dich ab
vor der Härte
die du in dir verschließt
du verlierst dich
in einen geschlossenen Raum
ohne Durchzug
aus Angst, einen neuen Schmerz
nicht zu ertragen
Alles in dir, an dir, schreit
lautlose Schreie
die ein Ohr suchen
ein Auge
eine Hand
kraftlose Schreie
die nicht aufgeben wollen
aus der Erstarrung
in eine wärmende Umgebung
einzutauchen
gellende Schreie
die in ihrer Stille
dem der sich einfühlt
das Sein zerreißen
das Herz mit Nadeln durchbohren
Hände, Glieder beben lassen
Was du als Verlassenheit betrachtest
ist eine Täuschung
schieb deine Mauer
ein Stück zur Seite
Es sind Menschen
auf dem Weg zu dir.
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26-2-91
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.06.2000 um 15:50 Uhr
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NEIN - ICH GEHORCHE NICHT!
NEIN - ich gebe mich nicht geschlagen!
Mein Wille, meine Kraft, mein Leben
ICH WERDE MICH TRAGEN!
NEIN - ich gehorche nicht!
NEIN - ich mache keine Not zur Tugend
denn damit verliere ich meine Jugend!
Und ist mein Heute im Gestern
ein täglicher Tod
so finde ich wieder ein neues Lot
NEIN - ich höre nicht auf zu fragen
der Menschheit Notschrei
mischt sich in mein Klagen
NEIN - ich werde mir nicht versagen
meine Wünsche zu leben,
in die Realität zu tragen!
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16-9-90
PS Ich habe meine Meinung dazu immer noch nicht verändert! Auch wenn sich mir manchmal alles in den Weg stellt... Einsamkeit ist innerlich, es führen Wege hinaus. Ich bin ja auch rausgekommen, warum willst Du Dich darin sitzen lassen? |
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