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...den Lebenden

Nutzer: merlin_ahvc
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geschrieben am: 02.06.2000    um 12:44 Uhr   
...den Lebenden..
Schwarzer Schatten schiebt sich über das Gemüt, verdunkelt Sonne und Licht,
kaum ein Schimmer der mehr bleibt nur Dunkelheit die mich umgibt.
So seh` ich schon den Schnitter verhüllt das knochige Gesicht,
kühl und dumpf klingt seine Stimme als er leise zu mir spricht:
Sag` weist Du was Du tust
in diesem Augenblick,
wenn Du mich wirklich rufst
dann gibt es kein zurück,
sag` mir was Du erwartest
wenn ich die Sense zück...
Ich halt` im Schnitte inne, blicke auf zum Sensenmann,
verwundert seiner Worte schau ich ihn fragend an.
Auf meiner Schulter spür ich die kalte Hand des Tods,
da schließ ich meine Augen und sprech im traurigen Ton:
Vielleicht erwart` ich Licht
wenn ich den Schnitt nun tu,
vielleicht erwart`ich Frieden
und meiner Seele Ruh`
Vielleicht ist`s auch egal,
will ich`s doch einfach tun...
Da lacht der Schnitter höhnisch ein Narr wär` ich, mehr nicht,
hält einen Moment inne und schaut in mein Gesicht
Leise hör ich seine Worte
die er nun traurig spricht:
Mein Junge sei vernünftig,
laß ab von Deinem tun,
willst Du schon in jungen Jahren
im kalten Grabe ruh`n?
Dies ist nicht Deine Zeit
Ich will Dich noch nicht hol`n
Du hoffst auf die andere Seite?
Überlege diesen Schritt.
Was wenn Du dort nichts findest
wie Frieden oder Glück,
wo willst Du weitersuchen,
hierher gibt es kein zurück...
Um drüben Glück zu suchen
bleibt Dir noch so viel Zeit.
Hier ist es nur ein Leben
das Dir zur Suche bleibt,
doch auf der anderen Seite
bleibst Du in Ewigkeit.
Warum willst Du scheiden
obwohl Dein Leben erst beginnt,
sag` ist denn alles dunkel
das hier Dein Sein bestimmt?
Denk nach und sag mir ehrlich
ob nirgens Hoffnung glimmt.
Vor meinem inneren Auge entsteht langsam ein Bild,
es zeigt mein ganzes Leben als schwarzes Himmelszelt.
Wie düster scheint der Anblick, welch dunkler leerer Raum
und auf den ersten Blick bemerke ich sie kaum...
Am Himmel stehen Sterne, erleuchten meine Nacht,
ein Stern für jedes Lächeln aus purem Licht gemacht,
ein Stern für jeden Freund, für jeden guten Traum,
wie es dort oben leuchtet, ich glaub es selber kaum.
Ich setzt das Messer ab, seh` zum Schatten über mir,
langsam steh ich auf und öffne weit die Tür
über der Morgendämmerung die diese Nacht besiegt
erscheint auch schon die Sonne die Licht ins Zimmer schiebt.
Der Schatten weicht zurück, ich lach ihm ins Gesicht,
im Raume wird es hell... Nein, so leicht besiegst Du mich nicht!

...Merlin_ahvc
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Nutzer: Gast_nadel.im.heu
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Anzahl Nachrichten: 55

geschrieben am: 02.06.2000    um 12:52 Uhr   

des isch a gsunds denkan ! moch was draas. i winsch der gaanz vial glick doboi !
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"Autor"  
Nutzer: Seija
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geschrieben am: 06.06.2000    um 23:40 Uhr   
Das Gedicht noch unbedingt geschickt haben möchte, oder ambesten auf Tonband gesprochen.
Ansonsten möchte ich den anderen die dieses Zeilen lesen sagen das dies nicht merlins eigene lebensgeschichte ist. Vielmehr wollte er denjenigen Mut machen, die vielleicht keinen anderen Ausweg sehen.
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"Autor"  
Nutzer: Seija
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Anzahl Nachrichten: 298

geschrieben am: 07.06.2000    um 22:21 Uhr   
ja merlin, schön geschrieben *nickt*
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Nutzer: Ayena
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Anzahl Nachrichten: 142

geschrieben am: 08.06.2000    um 00:00 Uhr   

MEPHISTOPHELES: Ich will mich hier zu deinem Dienst verbinden,
Auf deinen Wink nicht rasten und nicht ruhn;
Wenn wir uns drüben wieder finden,
So sollst du mir das gleiche tun.
FAUST: Das Drüben kann mich wenig kümmern;
Schlägst du erst diese Welt zu Trümmern,
Die andre mag darnach entstehn.
Aus dieser Erde quillen meine Freuden,
Und diese Sonne scheinet meinen Leiden;
Kann ich mich erst von ihnen scheiden,
Dann mag was will und kann, geschehn.
Davon will ich nichts weiter hören,
Ob man auch künftig hasst und liebt,
Und ob es auch in jenen Sphären
Ein Oben oder unten gibt.
...
Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen,
So sei es gleich um mich getan!
Kannst du mich schmeichelnd je belügen,
Dass ich mir selbst gefallen mag,
Kannst du mich mit Genuß betrügen,
Das sei für mich der letzte Tag!
Die Wette biet ich!
MEPHISTOPHELES: Topp!
FAUST: Und Schlag auf Schlag!
Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! Du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
Dann mag die Totenglocke schallen,
Dann bist du deines Dienstes fre,
Die Uhr mag stehn, die Zeiger fallen,
Es sei die Zeit für mich vorbei.
...
Goethe, FAUST,erster Teil
___________________________________________
[i]Im Grunde des Herzens eines jeden Winters
liegt ein Frühlingsahnen, und hinter dem
Schleier jeder Nacht verbirgt sich ein
lächelnder Morgen.
Khalil Gibran (1883 - 1931, US-amerikanischer Maler und Dichter,
syrischer Herkunft[/i]
schön geschrieben, merlin...[i]nickt und entschwindet wieder im Schatten des Waldes[/i]
Ayena

[Diese Nachricht wurde geändert von: ayena (geändert am: 07-06-00).]
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"Autor"  
Nutzer: tschetansapa
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geschrieben am: 21.10.2000    um 17:35 Uhr   
*das hier nur mal für leute wie overon aus der versenkung holt*
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