Auf den Beitrag: (ID: 26622) sind "6" Antworten eingegangen (Gelesen: 248 Mal).
"Autor"

Dem Geier gleich ..

Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 04.06.2000    um 21:55 Uhr   

[b]Harzreise im Winter[/b]
Dem Geier gleich,
Der auf schweren Morgenwolken
Mit sanftem Fittich ruhend
Nach Beute schaut,
Schwebe mein Lied.
Denn ein Gott hat
Jedem seine Bahn
Vorgezeichnet,
Die der Glueckliche
Rasch zum freudigen
Ziele rennt;
Wem aber Unglueck
Das Herz zusammenzog,
Er straeubt vergebens
Sich gegen die Schranken
Des ehernen Fadens,
Den die doch bittre Schere
Nur einmal loest.
In Dickichtsschauer
Draengt sich das rauhe Wild,
Und mit den Sperlingen
Haben laengst die Reichen
In ihre Suempfe sich gesenkt.
Leicht ist's, folgen dem Wagen,
Den Fortuna fuehrt,
Wie der gemaechliche Tross
Auf gebesserten Wegen
Hinter des Fuersten Einzug.
Aber abseits, wer ist's?
Ins Gebuesch verliert sich sein Pfad,
Hinter ihm schlagen
Die Straeuche zusammen,
Das Gras steht wieder auf,
Die Oede verschlingt ihn.
Ach, wer heilet die Schmerzen
Des, dem Balsam zu Gift ward?
Der sich Menschenhass
Aus der Fuelle der Liebe trank.
Erst verachtet, nun ein Veraechter,
Zehrt er heimlich auf
Seinen eignen Wert
In ungnuegender Selbstsucht.
Ist auf deinem Psalter,
Vater der Liebe, ein Ton
Seinem Ohre vernehmlich,
So erquicke sein Herz!
Oeffne den umwoelkten Blick
Ueber die tausend Quellen
Neben dem Durstenden
In der Wueste!
Der du der Freuden viel schaffst,
Jedem ein ueberfliessend Mass,
Segne die Brueder der Jagd
Auf der Faehrte des Wilds
Mit jugendlichem Uebermut
Froehlicher Mordsucht,
Spaete Raecher des Unbills,
Dem schon Jahre vergeblich
Wehrt mit Knuetteln der Bauer.
Aber den Einsamen huell'
In deine Goldwolken,
Umgib mit Wintergruen,
Bis die Rose wieder heranreift,
Die feuchten Haare,
O Liebe, deines Dichters!
Mit der daemmernden Fackel
Leuchtest du ihm
Durch die Furten bei Nacht,
Ueber grundlose Wege
Auf oeden Gefilden,
Mit dem tausendfarbigen Morgen
Lachst du ins Herz ihm;
Mit dem beizenden Sturm
Traegst du ihn hoch empor.
Winterstroeme stuerzen vom Felsen
In seine Psalmen,
Und Altar des lieblichsten Danks
Wird ihm des gefuerchteten Gipfels
Schneebehangner Scheitel,
Den mit Geisterreihen
Kraenzten ahnende Voelker.
Du stehst mit unerforschtem Busen
Geheimnisvoll-offenbar
Ueber der erstaunten Welt
Und schaust aus Wolken
Auf ihre Reiche und Herrlichkeit,
Die du aus den Adern deiner Brueder
Neben dir waesserst.
[i]Goethe[/i]
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"Autor"  
Nutzer: orla
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geschrieben am: 08.06.2000    um 14:13 Uhr   

Dem Geier gleich aasen wir am kalten Rest des Lebens
laben uns in toter Trübe
verstecken uns wie Hyänen hinter dem Geruch anderer
schwimmen den ersten nach und verdrücken uns in unseren Panzer
sollte uns etwas zu nahe kommen
....wir sind feige
aus feigheit ziehen wir den Schwanz ein
...vor dem Leben...

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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 08.06.2000    um 22:15 Uhr   
..ist es nicht ehrlicher das "wir" durch ein "ich" zu ersetzen..
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"Autor"  
Nutzer: orla
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geschrieben am: 09.06.2000    um 14:41 Uhr   
Wenn du dich ausschliessen kannst Wupel!
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 10.06.2000    um 01:21 Uhr   
hmmm...möcht/kann mich nicht außschließen..wollt bloß sagen, daß ich ...ach egal, du verstehst es schon...
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 10.06.2000    um 07:44 Uhr   

die aussage bleibt je nach lesart dieselbe ..
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"Autor"  
Nutzer: orla
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geschrieben am: 10.06.2000    um 09:43 Uhr   

eben
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