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geschrieben am: 11.06.2000 um 17:41 Uhr
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Nun gut, ich versuche mal einen Anfang zu finden. Welche Wörter mir am herausragendsten erscheinen: Wer, Suche, Sinn!
(Dabei appeliere ich an alle Wortverdreher wie Starchaser, nicht die Tatsache dessen darzustellen, DASS jedes Wort im Verstand eines jeden Menschen einen ANDEREN Sinn oder gar keinen haben kann, sondern eben diesen Sinn und sein Verständnis preizugeben. Das wäre der Diskussion wesentlich dienlicher. Wer damit übrigens ein Problem hat, mit dem würde ich mich gern einmal über den "Radikalen Konstruktivismus" unterhalten )
Man könnte die Frage stellen, wer "Wer" denn nun ist? Simpel formuliert, für einige mag es ein Gott sein, für andere DER Gott, für wieder andere die Natur, pure Energie oder Zufall, Chaos oder einfach das Universum. Im Prinzip ist es egal, was jeder selbst unter dem "Wer" versteht, möge man es bitte nicht allzu sehr personifiziert sehen.
Das Entscheidende daran ist vielleicht, ob ich mich mit meiner Definition des "Wer" abfinden kann, ob mich das befriedigt, ob es mir Erklärungen gibt. Und, ob ich es akzeptieren kann, damit zu leben, nicht für alles, was mich umgibt, was mir geschieht, eine Erklärung zu haben.
Womit ich bei der "Suche" angelangt wäre. Denn ich denke, dass jemand das "Wer" oder eine Definition dafür nur versucht zu finden, wenn man sich mit der bereits vorhandenen Vorstellung/Definition nicht abfinden kann. Wenn man es nicht akzeptieren kann oder unbefriedigend findet. DANN, so glaube ich, hat jemand das Gefühl auf der Suche zu sein; im konkreten Fall nach dem "Wer"!
(Ein "kurzes" Intermezzo: Ich persönlich kann zwar nicht behaupten, jemals nach der Definition für dieses übermenschliche Etwas gesucht zu haben. Aber ich würde sagen, dass ich aufgehört habe, es zu finden. Das hat nichts mit Verzweiflung oder Frust zu tun. Auch nicht, weil ich eine (mir plausible) Definition habe, sondern WEIL ich mich damit abfinden kann, NICHT für alles eine Erklärung zu haben. Mit dieser Definition, ich nenne sie mal "Teildefinition eines übermenschlichen Etwas", ist das für mich LOGISCH, was mir auch so erscheinen soll. Auf eine Erklärung für den "Rest" kann ich verzichten. Dies soll nicht heißen, dass ein jeder sonst ebenso dazu im Stande ist.)
Tja, nun zum "Sinn" der ganzen "Suche" nach dem "Wer" Wenngleich nicht dieser Sinn gemeint ist ... so muss es letztendlich jeder selbst abschätzen können, wie viel Energie man dafür aufbringt, einen Sinn zu finden. Ich denke, dass für viele Menschen Sinn schlichtweg mit 100%iger Logik überein stimmt. Für viele ist das ein und das selbe. D.h., wenn ich die "Suche nach dem Wer" für beendet und erfolgreich abgeschlossen halte, dann erst macht es einen Sinn! Was eigentlich? Das Leben, die Suche, die Liebe, das Wer, das Etwas? Wenn ich einen begrenzten Blickwinkel auf ein Objekt, Subjekt, imaginäres Bild habe, muss dies doch nicht gleichzeitig bedeuten, dass der Zustand, das Erscheinungsbild, die Eigenschaften des Objekts, Subjekts oder imäginären Bildes keinen Sinn machen. Muss dies sein? Nur, weil mir nicht ALLES plausibel ist, soll es sinnlos sein? Gewiss, das ist es nicht, viel mehr "sinnbeschränkt". Ich glaube das Wort trifft den Nerv viel besser. Und wieder einmal scheinen sich viele Menschen mit einer sinnbeschränkten (selbst konstruierten) Realität nicht abfinden zu können. Ich sag's mal anders herum: Woher will ich Sinn definieren, wenn ich überhaupt keinen Unsinn in meiner Realität kenne ...
[Diese Nachricht wurde geändert von: l.o.t.h.s. (geändert am: 11-06-00).]
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