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Nachtliebe

Nutzer: Gast_maelana
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geschrieben am: 12.06.2000    um 14:01 Uhr   
Nachtliebe
Sieh das Sterben des Tages
beim Anbruch der Dämmerung.
Sieh, wie das schwindende Licht
gnädig Dinge zurücklässt,
deren Anblick nicht zu ertragen ist.
Erwachen der Nacht, Auferstehung
eines unabänderlichen Todes,
doch so von Leben erfüllt,
wie es reiner nicht sein kann.
Mit der Nacht geht die Einsamkeit,
so wie Millionen von goldenen Sternen
an der dunklen Decke der Nacht
niemals alleine wandern müssen.
Die Berührung der Nachtluft erlöst,
gleich den Armen eines Liebhabers,
heilt für kurze Zeit die Wunden,
die der Tag geschlagen hat.
Wandeln in Schatten, vollkommener Finsternis,
doch alle Furcht ist vergessen,
denn der Mantel der Nacht
schützt die tränenden Herzen.
Wenn der Tag zurückfordert,
was ihm zusteht,
ist es reine Grausamkeit,
den zu sehen, der den Tag
so zur Qual werden lässt.
Und so bleibt nur das Warten
auf die nächste Dunkelheit.
Denn die Nacht weist niemanden zurück.
Der Mensch tut es.
Maelana
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Nutzer: Gast_mihna
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Registriert seit: 22.04.2001
Anzahl Nachrichten: 29

geschrieben am: 13.06.2000    um 22:43 Uhr   
Ja,ja............
Wenn die Sehnsucht zu groß wird und der Schmerz etwas zu vermissen, dass man nie gehabt hat, einem die Seele zerfrist, fängt man an zu flüchten. Ist nicht die Nacht zum verstecken da?
Oder sind es die Schatten die uns klarer sehen lassen?
Oder kann ich nur etwas nicht verstehen, dass tiefer liegt, als ich zu schauen wage........?
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