| "Autor" |
Angst |
|
|
|
geschrieben am: 14.06.2000 um 20:00 Uhr
|
|
Dem unsichtbaren Lauscher würde offenkundig,daß ihre Unterhaltung letztendlich nur um besagtes wohlig-schauderliche Thema kreist.freilich,dem Anschein nach mag durchaus etwas völlig andres zur Debatte stehen: die Lage der Nation ,beiläufiges Blabla über das Sterberisiko auf den Straßen,die steigenden Zahnarztkosten;aber zwischen den Zeilen,hinter verblümter Umschreibung und Andeutung kauert und macht sich breit,was den Diskurs speist und vorantreibt as Grauen
,der Inbegriff unserer Angst.Während wir über das Wesen Gottes und die Möglichkeit eines Lebens nach dem Tode weiter kein Wort verlieren,gehen wir bereitwillig und penibel
noch die feinsten Nuancen phobischen Jammers durch.An bestimmte Örtlichkeiten ist das Syndrom nicht gebunden;ob im Hallenbad oder im Seminarsaal,überall wiederholt sich dieses
Ritual.So wie die Zunge sich zwangsläufig,immer neu sondierend,zu einem kranken Zahn hintastet,kommen wir wieder und wieder und wieder auf unsere Ängste zurück,sitzen beisammen,um sie mit der gierigen Ungeduld eines Hungrigen vor einem vollen,dampfenden Teller zu bereden.
(Blutbücher sind wir Leiber alle;wo man uns aufschlägt:lesbar rot.)
[Diese Nachricht wurde geändert von: skar. (geändert am: 14-06-00).]
[Diese Nachricht wurde geändert von: skar. (geändert am: 14-06-00).] |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 14.06.2000 um 20:18 Uhr
|
|
| Kleine Ängste und Ängste, deren Irrealität uns bewußt ist, lenken uns von Ängsten ab, die uns viel tiefer im Inneren berühren würden, wenn unsere sanft umnebelten Sinne sie einmal über ein leises und gelegentliches Erahnen hinaus erfassen würden. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 15.06.2000 um 04:30 Uhr
|
|
nicht tot solange rot
gibt es wichtigeres als sich mit seinen ängsten zu beschäftigen ? wohl dem der darüber reden kann. auch wenn die welt nur gierig auf diesen moment wartet ihn zu zerreissen. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 16.06.2000 um 20:36 Uhr
|
|
also skar
was mir dazu einfällt ist volgendes:
Unserer Gesellschaft geht es gut(zumindest der in Deutschland). Wir haben Krankenkassen und Sozialhilfen und Schulen und Kindergärten und Kinos..... Also loben wir uns selbst(zu Recht?) und unsere Werke und sind so egoistisch darauf zu hoffen, nach unserem Tod doch noch IRGENTWIE, IRGENTWO weiterzuleben.
Fast jeder sucht nach Aufmerksamkeit und will sich wichtig machen/sein. Wenn er selbst nicht interessant genug ist, dann wird mit Problemen auf sich aufmerksam gemacht. (Wenn ein anderer glaubt, du würdest sterben, dann hört er dir wirklich zu und wartet nicht nur darauf selbst zu reden) So wird auf alten, niederen Ängsten/Problemen herumgetanzt.
Oder: Das kann doch nicht alles sein. Mein Leben.... Das kann doch nicht alles sein, was ich bin....was bin ich....?
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 17.06.2000 um 17:59 Uhr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 02:59 Uhr
|
|
das klingt intolerant, nörgler
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 03:03 Uhr
|
|
du meinst, die(se) menschen hätten keine anderen themen und nutzen ängste als druckmittel um sich in den mittelpunkt zu setzen, mihna ?
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 03:43 Uhr
|
|
| Was heißt es schon ein Mensch zu sein wir wähnen uns als Krone der Schöpfung und merken nicht das wir uns selbst zerstören,durch Eigennutz,Habgier und den HUnger nach Macht. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 03:49 Uhr
|
|
unbemerkt ? nein, auf die gefahren wird stets hingewiesen. es kann kaum einer behaupten, nicht gewußt zu haben.
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 09:58 Uhr
|
|
ähm......nein, starchaser
ich denke nicht das die Ängste als Druckmittel benutzt werden. Wohl eher als Möglichkeit auf sich Aufmerksam zu machen.
Natürlich hat jeder Probleme. Probleme die ich wohl auch verstehen kann und zum Teil vielleicht selbst habe. Aber anstatt sich aufzuraffen und aus seinem Leben etwas zu machen, stellen sich diese Leute wieder und wieder hin um ihr Leid zu verkünden.
Solche Menschen sind faul und selbstsüchtig.
P.S:Wir zerstören uns selbst, keine Frage(Atomkraftwerke, Ölkatastrophen...). Aber wir könnten doch nun wirklich was dagegen tun. Sind nun die Politiker zu faul? Und sagt der Rest "ach komm lass die anderen mal machen" oder "wenn es wirklich so schlimm wäre, hätte man schon längst etwas unternommen." Dann lehnst du dich wieder in deinen Stuhl zurück, streichst dir Rama(fettfrei) aufs Brot und freust dich über die Blumen in deinem Garten. |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 13:14 Uhr
|
|
angst um auf sich aufmerksam zu machen. kommt sicher vor. aber warum tun diese menschen das, wirklich weil sie alle lediglich faul sind und selbstsüchtig ? das kann ich nun doch nicht glauben.
streng genommen übergeben wir der politik sehr viel verantwortung. diese argumentiert, daß man die bürger zu ihrem glücke zwingen muß.
wichtiger wäre sicherlich herauszufinden, was man nun dagegen tun kann, gegen das was du 'faulheit' nennst. hast du eine idee ?
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 14:01 Uhr
|
|
Irgentetwas im Leben, müsste man finden, dass diesen Menschen nahe geht. Etwas das plötzlich ihr Interesse weckt. Aber nein, ich glaube, das sind Träumereien. Diese "Faulheit" werden sie selbst zu spühren bekommen. Ob in Form von einer Klimaveränderung, oder was weiß ich was.
Menschen die faul und selbstsüchtig geworden sind, sind dies vielleicht wegen Entteuschungen oder Mißerfolgen in ihrem Leben geworden. Ich habe wohl Verständnis für solche Leute, finde es aber trotzdem schwach sich dann einfach hängen zu lassen. Ich würde es bewundern, aber auch als selbstverständlich ansehen, wenn diese Menschen nicht einfach aufgeben würden.
Ach, ich sage andauernd "diese Menschen". Ich glaube jeder ist mal so. Aber eben einige ganz besonders.
Aber weißt du was starchaser, ich glaube meine Gleichgültigkeit solchen Menschen gegenüber ist fast genauso schlimm, wie ihre Faulheit.
Na, was denkst du jetzt? Hast du auch irgentwelche Vorschäge?
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 14:10 Uhr
|
|
angst -
vor umweltzerstoerung?
vor engen raeumen?
vor spinnen?
vor der eigenen hilflosigkeit?
vor der angst?
nein, artikulierte aengste pauschal abzuurteilen halte ich fuer falsch..
und oft genug ist gerade das artikulieren der aengste der erste schritt, ihnen aktiv zu begegnen, statt passiv unter ihnen zu leiden |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 18:46 Uhr
|
|
Ich glaube nicht, dass ich das verstanden habe, tjane. Ich weiß nicht, ob man immer über seine Ängste reden sollte. Das es aber oft guttut(weil man dann vielleicht jemanden mit den gleichen Ängsten und somit Verständnis findet) und auch helfen kann streite ich nicht ab.
Und dann kommt der Punkt an dem man ihnen "aktiv begegnen" sollte. Ich beklage mich hier über solche, die dies nicht tun.
ciao mihna |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 18:54 Uhr
|
|
@minha
mir geht es um den "ersten schritt"
aengste haben, und sie sich eingestehen und darueber reden.. das ist schon verdammt viel
und oft kann man dinge nicht allein loesen...schau zum selbstmord im zw-forum im tp...
das ist was, wo ich angst habe, mit selbstmoerdern konfrontiert werden und falsch agieren...
da ruf ich gern um hilfe, und hoffe, irgendwer kann sie geben, hoffe einfach...
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 18.06.2000 um 19:57 Uhr
|
|
@tjane
ja, DAS kann ich sehr gut verstehen. Dieser "erste Schritt" ist sehr wichtig. Sonnst kommt es dazu, dass einen die Ängste und die damit verbundenen Probleme von innen heraus zerfressen, sei es weil man nicht darüber redet, oder sei es, weil man sich nicht zu helfen weiß und mit seiner Reaktion wohlmöglich alles nur verschlimmert.
Aber ist es wirklich immer gut, sich seinen Ängsten zu stellen? Oder darüber zu reden? |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 19.06.2000 um 08:13 Uhr
|
|
Angst hat etwas mit Abwehr zu tun. Sie ist ungezielt, hat also im Gegensatz zur Furcht ( vor etwas ) keinen wirklichen Bezugspunkt was sie auch so schwer lokalisieren läßt. Nimm als Beispiel die Angst vor natürlichen Feinden wie Schlangen und Spinnen die in vielen Menschen wirksam ist. Im Gegensatz dazu steht, daß diese Menschen sich ohne zu zögern ins Auto setzen und sich gnadenlos realen Gefahren auszusetzen. Schlechte Erfahrungen wie der Biß eines Tieres kann zu schrecklichen Angstzuständen eben bei Blickkontakt zu dem einstigen Auslöser führen. Dasselbe gilt auch für ‚Bisse‘ eines Menschen. Und schon mal bei den Bissen : Dann gibt es natürlich noch Gewissensängste.
Ich kann auch Angst haben, mich hinzugeben, mich zu ändern, ich zu werden und endgültigen Notwendigkeiten wie dem Tod gegenüber empfinden. Angst wirkt blockierend und kann sich im Extremfall körperlich auswirken.
Mit Angst wird oft bewußt oder unbewußt operiert. Ängste beherrschen die Welt. Und doch : Angstempfinden ist nicht ‚in‘, war es noch nie. Obwohl latent vorhanden wird sie tabuisiert.
Einer der vielen Wege, angstfreier und natürlicher zu leben dürfte sein, sich der Angst bewußt zu werden und sie zu verstehen also zu artikulieren. Dann erst kann man darangehen, das Problem zu lösen. Das sagt sich so leicht, - für den Betroffenen handelt es sich um unheimlich schwere Schritte.
Haben sie das Problem wirklich durchschaut und erkannt spricht nichts gegen die ‚aktive Begegnung‘. Auch dies erfordert Kraft und ein gerüttelt Maß an Mut und Selbstvertrauen. Zudem noch die Angst vor Enttäuschungen und Mißerfolgen, wie Du schon sagtest. Es fällt eben schwer, ‚umzulernen‘.
Du beklagst Dich über die, welche ‚dies nicht tun‘, die ( ich lese es als ) ‚looser‘, welche dem gesellschaftlichen Ideal des self-made-man nicht entsprechen.
Die wenigsten überwinden ihre Ängste im Alleingang. Der Weg ist oft zu steinig.. Sie zerbrechen daran oder verhärten. Sie werden ‚faul und selbstsüchtig‘. Merkwürdigerweise scheinen sie am liebsten zu erbrechen wenn sie dann mit ähnlich belasteten Personen aufeinandertreffen, die sie mit ihren Problemen konfrontieren.
Es gibt auch keine ‚einfachen‘ Lösungen.
Auch in der Arbeitswelt hat man inzwischen erkannt, daß ‚Teamwork‘ entscheidend ist, also die Zusammenarbeit. Die Kraft des Rudels steckt im Wolf und die Kraft des Wolfes im Rudel.
[i]Aber ist es wirklich immer gut, sich seinen Ängsten zu stellen? Oder darüber zu reden? [/i]
Im Prinzip und theoretisch unbedingt ja. Ich sehe keinen Punkt der dagegen spräche außer einigen lächerlichen gesellschaftlichen Spiel - Regeln. Die Folgen des Zerfressenwerdens sind sicherlich schlimmer.
Was man dagegen tun kann ?
Nicht viel, denke ich. Zunächst einmal nur, sein eigenes Umfeld in Ordnung zu bringen. Würden dies alle mit demselben Ziel tun, - existierte die hier besprochene Problematik nicht.
Selbst das klappt schon bei den wenigsten. Sieht man die Familie als Keimzelle der Gesellschaft, so erklärt sich vieles an der großen Zahl zerbrochener Einheiten welche mittlerweile zum Standard erhoben wurden und nach und nach durch ‚Singles‘ ersetzt werden. Das ist wohl der Preis von Individualität und Selbstentfaltung.
Sich mit den großen politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Problemen auseinanderzusetzen ist sicherlich auch wichtig. Doch wird hier das Problem meines Erachtens nicht an der Wurzel gepackt.
Schöne Woche noch !
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 19.06.2000 um 14:09 Uhr
|
|
Wow, das ist ein Text. Ich glaube Ängste vor Schlangen oder Spinnen sind entweder anerzogen, oder instinktiv, ein Überbleibsel unseres früheren Lebens. Solche Ängste waren und sind als Schutz gedacht. Die Angst zeigt uns unsere Grenzen, bewahrt uns davor zu weit zu gehen ,vielleicht unser Lebens aufs Spiel zu setzten, und warnt uns vor eventuellen Gefahren. Diese "eventuellen Gefahren", können natürlich auch überschätzt werden. Durch die ständige Wiederholung im Geiste, können sie ausarten und sich zu etwas steigern, dass nur halb so schlimm ist. Etwas, das meiner Meinung nach sehr oft vor kommt.
Was wären wir aber ohne Angst? Das kann ich mir nur schwer bis überhaupt nicht vorstellen. Wir wären doch vollkommen unkontrolliert(ein anderes Wort fällt mir nicht ein).
Wozu ist Angst also sonnst noch gut?
Um sie zu überwinden?
machs gut |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 19.06.2000 um 15:48 Uhr
|
|
Bewunderung für eure Texte.Ich neige mein Haupt!
Habet Dank
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 20.06.2000 um 14:51 Uhr
|
|
Bewunderung für deine Anregungen und die Überlegungen die dahinter stecken.
mihna |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 23.06.2000 um 13:03 Uhr
|
|
ich habe keine Angst
vor Spinnen
vor Schlangen
vor engen Räumen
vor meiner Hilflosigkeit
nicht einmal vor dem Tod
ich habe Angst
vor dem Tier in mir
...sagt der Wolf.G |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 23.06.2000 um 15:37 Uhr
|
|
So wie Pfleger in einer Psychatrie Angst haben, weil sie öfter zu sehen bekommen, wie die Grenzen zwischen "gesund-sein" und "verrückt-sein" verschwimmen.
Das Tier in mir.....Angst die Kontrolle zu verlieren? |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 24.06.2000 um 17:23 Uhr
|
|
...nicht davor, die Kontrolle zu verlieren, mihna, das kann durchaus lustvoll sein, sondern vor dem Ungeheuer Abgrund, von dem ich nicht weiß, was es birgt und wozu es fähig ist.
Wolf.G
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 26.06.2000 um 20:16 Uhr
|
|
Tschuldigung, - Anschluß verpaßt ..
Ja, vielen Dank für den Aufhänger, Skar ! ( Schorf ? )
Sicherlich habe ich versäumt, Angst noch weiter einzugrenzen und Steigerungen über Neurose bis hin zur Phobie asgelassen. Da hast Du schon recht, Minha.
Angst an sich hat nicht nur schlechte Seiten. Denken wir nur an das Lampenfieber, welches Geist und Körper auf ein optimales Niveau bringt. Hier wirkt die Angst aktivierend.
Im Gegensatz dazu gibt es lähmende, hemmende Ängste, innere Zwänge wie die oben beschriebenen. Erfolg zum Beispiel ist wahrscheinlich nichts anderes, als die Überwindung der Angst vor dem Versagen. Überwindung als darüber hinwegkommen, wieder in Bewegung kommen.
‚Ich fand allen Krieg und alle Mordlust der Welt, all ihren Leichtsinn, all ihre rohe Genußsucht, all ihre Feigheit in mir selber wieder‘ Wer die fest antrainierten Verhaltensmuster , die in Form von Ängsten, Besitzdenken, Bedürfnis nach Sicherheit und Schuldzuweisung tief in uns arbeiten hinterfragt und wem es sogar gelingt, sie aufzubrechen, der landet nicht unbedingt automatisch bei der Ungehemmtheit, negativ betrachtet bei der ungefesselten Gewalt.
In diesem Sinne denke ich nicht, daß angstfreies Leben unweigerlich in freie Aggresivitätsentfaltung mündet. Ich denke sogar, oft läuft es genau entgegengesetzt : Die schlimmen Dinge entwachsen eben tiefverwurzelten Ängsten.
Laut Forschung gibt / gab es ich denke in Südamerika Stämme, die ohne gesellschaftlichem Über-Ich lebten und extrem friedfertig, gemeinschaftlich orientiert und glücklich sind / waren.
[i]Ohne das Tier in uns sind wir kastrierte Engel[/i] ( Hesse .. )
|
|
|
|
|
|
|
Top
|