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wo ist es hin...?

Nutzer: orla
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geschrieben am: 21.06.2000    um 19:00 Uhr   

...drhe mich
schau mich um
seh eure Worte
seh hin und her
soviel dunkel
warum?
hier ein abschied
dort ein trüber Hauch
als ob es kein Glück gibt!
wo ist es hin
das letzt funkeln
wo ist er
der hoffnungs Strahl
ich sehe noch
ist nicht alles im dunkeln.
...wo ist es hin?
vielleicht verlernt
wohl eher verschmät
ist wohl leichter
wenn man im dunkeln geht.

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 21.06.2000    um 19:16 Uhr   

heut am späten nachmittag was feines einem brief' beilag :
[b]Das Glück[/b]
Es huscht das Glück von Tür zu Tür,
Klopft zaghaft an: - wer öffnet mir?
Der Frohe lärmt im frohen Kreis
Und hört nicht, wie es klopft so leis.
Der Trübe seufzt: Ich laß nicht ein,
Nur neue Trübsal wird es sein.
Der Reiche wähnt, es pocht die Not,
Der Kranke bangt, es sei der Tod.
Schon will das Glück enteilen sacht;
Denn nirgends wird ihm aufgemacht.
Der Dümmste öffnet just die Tür -
Da lacht das Glück: "Ich bleib bei dir!"
[i]Richard Zoozmann[/i]
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Nutzer: margaret
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geschrieben am: 21.06.2000    um 20:26 Uhr   
Da würde ich doch gern der Dümmste sein
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Nutzer: orla
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geschrieben am: 23.06.2000    um 16:20 Uhr   

...so bin ich gern ein dummes Kind
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Nutzer: capt.mat
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geschrieben am: 23.06.2000    um 18:08 Uhr   
Hey orla !
Denk doch mal an das, was ich dir geschrieben habe. Mmmh. Wie ich sehe hast du es schon.
Das Glück sind die kleinen Dinge im Leben, die man genießen kann und sollte.
Das Große findet man erst im Rückblick, vielleich sogar erst am Ende des Lebens.
Hey, von wegen dumm.
mmh ... starchaser ... dein Gedicht ist wohl eher etwas für die kontroverse Ecke ... ob dumm sein wirklich so schön ist ? *erinnert sich diesbezüglich an die gespräche mit orla*
Ich will nicht dumm sein!
Cap.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 24.06.2000    um 11:50 Uhr   

'dumm' steht für unklug, unbegabt aber auch für unerfahren, töricht. - übertragen auch 'nicht aus ( besonders schlechter ) erfahrung lernend', weniger mißtrauisch, intuitiver, optimistischer ?
der narr, - die tabula rasa
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Nutzer: Gast_a.apfelbein
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geschrieben am: 24.06.2000    um 13:04 Uhr   
Stelle gerade fest, dass ich mich nicht zu orlas Gedicht geäußert habe. Wie unhöflich.
Es ist ein sehr schönes Gedicht, vor allem, weil es den Blick nach Vorne, ins Licht, zum Positiven hin weist.
"Wo ist es hin?" Eine gute Frage, die zu beantworten nicht immer leicht fällt.
Viel Grüße von Apfelbein
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 24.06.2000    um 14:31 Uhr   

ein appell an pessimismus und mißtrauen ?
also auch kein hans im glück ..
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Nutzer: Gast_a.apfelbein
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geschrieben am: 25.06.2000    um 00:59 Uhr   
Also ich will nicht dumm sein, weder im Sinne starchasers noch in einem anderen Sinne. Es reicht, dass mein Lehrer das immer zu mir gesagt hat (na gut, an alle Neider, ich gebe zu, dass ich wegen meines Lehrers ruhigen Gewissens behaupten darf, dass ich eine schlechte Kindheit gehabt habe - hi-hi!). Also: Alfred Apfelbein legt allergrößten Wert darauf, nicht dumm, sondern undumm zu sein.
Gruß. Apfelbein
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Nutzer: capt.mat
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geschrieben am: 25.06.2000    um 16:24 Uhr   
Tja, starchaser.
Dumm sein mag ja vielleicht schön sein. Vor allem einfacher. Eben so wie du sagst - auf der ganzen Linie weniger. Die Dummen fragen nicht, müssen sich nicht Fragen rumquälen, für sie ist das Leben weniger schwer.
Für meinen Teil ist das nicht erstrebenswert, ich will mich mit meinen Problemen auseinandersetzen, will aus Erfahrungen lernen, will misstrauisch sein ... intuitiv bin ich schon ... und auf Grund all dessen fällt dann aber auch der Optimismus schwerer.
Jeder wähle seinen Weg.
*verneigung @orla*
Capt.Mat
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 26.06.2000    um 01:26 Uhr   

Ich weiß zwar nicht, was Zoozmann erwidern würde, Tucholsky hat jedoch gesagt :
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>
Der Mensch zerfällt in zwei Teile: In einen männlichen, der nicht denken will, und in einen weiblichen, der nicht denken kann. Beide haben sogenannte Gefühle: man ruft diese am sichersten dadurch hervor, daß man gewisse Nervenpunkte des Organismus in Funktion setzt. In diesen Fällen sondern manche Menschen Lyrik ab
Tucholsky
<HR></BLOCKQUOTE>
Mmmh, - und nach Watzlawick breitet sich wohl ein dichter psychologischer Nebel über diese Frage
Wer nun, oh Captain, würde Deines Erachtens die Tür öffnen ?
_________________________________
Glück, (k)ein Palimpsest ???
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 26.06.2000    um 20:19 Uhr   

Die Aussage des Gedichts bezüglich der Glücksfähigkeit erscheint mir persönlich an sich klar.
Wir stolpern immer über das Wort dumm, wie mir scheint. 'Dumm' ist erst einmal eine Wertung für etwas das ich ( geistig ) nicht nachvollziehen kann, nicht in mein Weltbild paßt. Dumm, weil es nicht rentabel erscheint ? Nennen wir die 'Dummen' deshalb der Einfachheit halber die 'Glücksfähigeren'. Dies würde Zoozmanns Worte nicht verzerren. ( Da es sich nicht um ein Neidgedicht im Sinne von 'die Dummen haben Glück' handelt ).
Von der Auseinandersetzung mit Problemen wie der Wichtigkeit von Erfahrungen war oben nicht die Rede. Im übrigen widersprechen sich Intuition und Reflexion / Diskurs, da es sich ganz klar um zwei gänzlich verschiedene Ebenen handelt. Nämlich bewußtes Denken und unbewußtes Fühlen.
Und das macht es eben so schwierig, wenn nicht gar unmöglich darüber zu sprechen. Dazu kommt die bisherige Undefinierbarkeit von Glück an sich. Es läßt sich nicht via Wort mitteilen aber am Gesicht deutlich ablesen.
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Nutzer: orla
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geschrieben am: 27.06.2000    um 00:14 Uhr   

..vorab, ich freue mich, das du dich auch mal im Forum blicken lässt, mein lieber Cap!
So, und nun.................wieso bedeutet dummheit gleich etwas schlechtes........vielleicht verstehe ich etwas anderes darunter...so will ich mich erklären:
...ich bin ein dummes Kind, nun, weil ein dummes Kind ein unwissendes Kind ist. Es ist unerfahren, steht offen, erfreut sich am kleinstem Glitzern, ist auch naiv, aber dafür sieht es auch nur das Gute.
Ein Kind ist jung, steht am Anfang seines Lebens......und so,....wo sollte ich anders stehen, als am Anfang.
Denn meine Reise ist noch weit, zu sehen, zu verstehen....weiten Weg muß ich noch gehen.
Im grunde, seid ihr auch nur Kinder, ihr wißt es nur nicht...oder wollt es nicht wissen.
...denn eigentlich sind wir immer am reisen, ....die Reise scheint unendldlich...
Ja, ich bin ein dummes Kind, ich gebe es zu und fordere es.
Mag sein, das es viele falsch verstehen......doch ich weiß, was ich weiß....das sollte und ist genug!

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Nutzer: orla
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geschrieben am: 27.06.2000    um 14:13 Uhr   

...mein lieber starchaser, vielleicht wäre es dir verständlicher, wenn du dein erlerntes mal zurück setzt.
Höre doch auf deinem Bauch und nicht auf das, was dir dein Hirn rät.
Wissen ist nicht alles, es wird nie alles erklären können.....die Welt ist zu intuitiv, als es das Wissen je könnte.
So ist es nicht im Reich des Wissen unsere Reise, sondern nur im Gefühl.
Hinzu trennen uns noch die Mauern der Induvidualität, die das Auge des Betrachters jeweils beeinträchtigen und nie das ersehen, was der Autor erscheinen ließ. Viele Wege liegen zwar nah beieinander und kreuzen sich bei Zeiten, doch findet man keine, die übereinander, praktisch als eines gehen.
...ich fordere es immer wieder heraus, und suche nach dem, von dem ich weiß, das es nicht zu finden ist. Währe mich permanent, um einmal alle Augen zu vereinen- wissend, ich schaffe es nicht.
Wissend, es kann nicht.........schiebe einen Fels den Berg hinauf.
...ich weiß, doch wissen ist nicht alles, so gibt es mehr. Weiß ich es geht nicht, und fühle doch es sei möglich.
...manchmal kann nur das Gefühl eine Antwort geben, auf die Fragen, die den Wissenden sich die Haare raufen lassen....


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Nutzer: capt.mat
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geschrieben am: 27.06.2000    um 17:12 Uhr   
Oh wie war gesprochen orla!
Gefühle sind etwas wundebares. So ganz und gar anders als das rationale. Gefühle sind berauschend - und deshalb hinderlich, wenn man diese gerade als letzte gebrauchen kann.
Intuitiv glaube ich zu verstehen, was du meinst, wenn du sagst, du wärest ein Kind, ein dummes noch dazu, am Amfang deiner Reise.
Doch ist das nicht allzu allgemein gesagt. Empfindest du es etwa zu jeder Zeit? Zugegeben, ich stecke derzeit auch in einer Phase, wo ich meine , ich wäre ziemlich dumm, weiß nichts und müsste noch sehr viel lernen. Sehr viel. Doch das ist wahrscheinlich der tatsächlichen Gegebenheit zu danken - also falle ich doch nicht so genau in deinen Bereich. Denn ich bin mir an manchen Stellen schmerzlich bewusst, dass ich meine Kindheit hinter mir gelassen habe, auch wenn sie mich an manchen Stellen wieder ereilt. Ich habe mich sehr verändert, als Kind kann ich wohl kaum noch gelten, ehrlich gesagt will ich es auch nicht. Aus dem selben Grunde, wie ich nicht dumm sein will. Vielleicht ist das nur den Älteren gestattet, so zu urteilen - denn wer kann schon sagen, was in 30 oder 40 jahren aus uns geworden ist, ob nun dumm oder nicht.
Obwohl ich Tucholsky noch nicht gelesen, dafür es mir um so mehr vorgenommen habe, so muss ich sagen, dass dieses quotierte Gedicht ein etwas zynischen Charakter hat. Ich hoffe nicht, dass ich mich zu diesem Gedicht äußern muss, Star, denn dann würde mir nicht allzu viel einfallen.
Ich aber finde, Glück und andere Gefühle, kann man sehr schön mit Gedichten ausdrücken. Ob abstrakt oder klassisch, es ist jedem selbst überlassen. Meine empfehlung: Probier es doch mal. Via Wort kann man sehr viel mitteilen. Man muss nur die richtigen Klänge finden. Hört sich einfach an, ist aber um so schwieriger. Desshalb bin ich der Meinung, dass gerade auch die Lyrik gewisse Pforten öffnen kann.
Das Eingangsgedicht von orla ist dafür ein Beispiel.
Cap
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 27.06.2000    um 18:33 Uhr   

Da sehe ich keinen Widerspruch, Orla, auch wenn mein Versuch, bestimmte Dinge in Worte zu fassen fälschlicherweise diesen Eindruck vermittelte.
Ich versäumte, mich auf Cap.Mat’s Eintrag vom 25.06. zu beziehen. Ich bezog mich also nicht auf das ‚dumme Kind‘ sondern auf Zoozmanns Türöffner. Welch Aufregung ! Nachteil, wenn man sich kurz faßt.
Es ging im übrigen nur um ‚Gefühl‘, soweit vorhanden. Das ‚dumme Kind‘ - kannst nur Du erklären, - es ist ja ‚Dein‘ Bild. Was ist das für ein Fels ?
Und daß sich Gefühle an sich in Worte fassen lassen, sehe ich auch so, Capt.Mat.
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Nutzer: capt.mat
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geschrieben am: 28.06.2000    um 10:39 Uhr   
dann ist gut ...star
*lässt sich den Friede-Freude-Eierkuchen schmecken*
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Nutzer: orla
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geschrieben am: 28.06.2000    um 10:55 Uhr   

...lieber Capt....mir ist es nicht immer gegenwertig, doch im grunde bin ich mir immer bewußt, das ich es bin.
ICh meine auch nicht damit, das ich mich nicht intelligent finde,....sonder nur, das ich noch nicht viel weiß.
Eigentlich bedeutet es nichts andres, als, wie Sokrates schon sagte: ich weiß das ich nichts weiß!
Leider werde ich nur immer mißverstanden.....liegt wohl an meiner Ausdrucksweise.
Ich bin ein dummes Kind......weil ich noch nicht viel, zumindest nach mir, gesehen und erlangt habe.
Wissen kann man lernen......es macht mich jedoch nicht zu dem, was ich sein möchte.....nähmlich etwas weiser.
Weisheit lernt man nicht...man erringt sie.
Nicht zu letzt spielt wissen auch eine Rolle dabei, doch nicht die größte, so kannst du dumm sein und dennoch weise.
Nun, ich bin ein dummes Kind.
Vielleicht versteht ihr irgendwann...

So,...nun zu dir lieber starchaser,.....um erlich zu sein....klingst du meist wie ein Buch. Das soll kein Vorwurf sein
Nun, du verstrickst dich in Worter, kleidest deine Sätze mehr als du bräuchtest.......allzu oft vermisse ich einfaches Wort....simple emotion. Es scheint, als ließest du dich von deinem Wissen immer wieder verführen, den Kern so dich zu umschreiben, das er untergeht.
Es steht mir gewiss nicht zu, und will dich auch nicht verurteiln.......ich hoffe du verstehst was ich meine...


Das eigentlichich in diesem Ordner war nur meine Frage, wieso das Glück so verworfen wird. Der kleinste Funke Glück wird als nichts angesehen, doch nur der leiseste Funken an Leid gleich hochgepaucht.
So frage ich mich: ...macht es spaß zu Leiden?
Der Anschein kommt mir, der Tatsache, das sich so intensiv in Trübe gelabt wird.
...auf bald

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 28.06.2000    um 15:26 Uhr   

kein friede-freude-eierkuchen, capt.mat, zieh es bitte nicht weiterhin ins lächerliche, - später mehr.
wie ich etwas schreibe, - bin ich, nicht wissend mehr suchend. was du interpretierst, das bist du.
wenn verstrickungen erscheinen, orla, dann läßt sich darüber reden, falls der worte habhaft. pauschalurteile sind nichts wert, formale aspekte erscheinen mir irrelevant. du siehst selbst, je genauer man sein möchte, desto länger der text. warum ?
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Nutzer: Gast_a.apfelbein
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geschrieben am: 28.06.2000    um 22:48 Uhr   
Begriffe wie Dummheit, Glück, Leid oder Intelligenz sind allesamt interpretierbar. Sie sind relativ, abhängig von zahllosen, individuell sortierbaren Bewertungskriterien. Man kann sich auf gewisse Übereinstimmungen einigen, dann herrscht Konsonanz, man kann es aber auch lassen, dann herrscht Dissonanz. Man kann aber auch einen höheren Wert installieren, nämlich die Freiheit der Meinung, dann könnte sogar trotz unterschiedlicher Auffassungen Konsonanz herrschen. Doch vor allem: Man kann auch spielerisch und künstlerisch einen Sinn hinterfragen, so wie Orla es getan hat. Und sie/er hat es sehr schön getan, nachdenklich stimmend und anregend. PS: Dostojewskis Idiot und Cervantes Don Quixote waren, so habe ich mal in einer Arbeit gelesen, nichts anderes als die Darstellung eines guten Menschen. Mit anderen Worten: gut, aber beknackt; ein ebensolches Phänomen wie die Geringschätzung des Glücks, eines Gefühls, das man uneingeschränkt ohnehin nur den Idioten zutraut. Denn die Klugen sind in der Lage hinter die Kulissen zu schauen. Und dort findet man so allerhand von dem, was uns zweifeln, fürchten usw. lässt.
Ein lieber Gruß von Alfred Apfelbein an die Diskutanten. Sehr interessant und lehrreich trotz alledem.
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"Autor"  
Nutzer: Gast_cosimarika
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geschrieben am: 28.06.2000    um 23:00 Uhr   
Und du hast viel zu lang den Schatten gesehŽn
Und viel zu lang war alles grau um dich.
Du kannst ruhig klagen, denn es reicht,
Die stärkste Seele wird mal schwach.
Und jede Nacht, wenn du nicht schlafen kannst
Und die Armee des Wahnsinns bei dir klopft,
Wenn du dann durchdrehst istŽs erlaubt,
Doch wer hat dir den Mut geraubt?
Wenn du jetzt aufgibst,
Wirst duŽs nie verstehn.
Du bist zu weit, um umzudrehŽn.
Wenn es auch wehtut,
So wird es doch geschehŽn,
Die dunkle Nacht wird mal vergehŽn.
Vor dir der Berg, du glaubst, du schaffst es nicht.
Doch drehŽ dich um und sie, wie weit
Du bist.
Im Tal der Tränen liegt auch Gold,
Komm laß es zu, daß du es holst.
Wenn du jetzt aufgibst...

das ist eines meiner lieblingslieder von ROSENSTOLZ und vielleicht hilft es dir ein klienes bißchen...
Alles liebe, cosimarika...
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"Autor"  
Nutzer: orla
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geschrieben am: 30.06.2000    um 14:14 Uhr   

...nun starchaser.........du hast mich doch nicht verstanden- ich habe dich nicht angegriffen....
...wie es schein, bin ich der richtigen Worte kaum habhaft....sonst fände ich sie damit wirklich verstanden wird.
sorry!
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"Autor"  
Nutzer: orla
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geschrieben am: 30.06.2000    um 14:21 Uhr   

...lieber apfelbaum, ich bin eine Sie!
Weiterhin....unterschiedliche Augen sehen unterschiedliche Weisen, dennoch sehen sie den Baum, das Haus, die gleiche Welt aus verschiedenen Perspektiven.
Irgendwo, und ich glaube fest daran, muß es einen Punkt, so klein er auch sei, geben, wo sie sich vereinen.
Irgendwie muß es doch möglich sein, das ich auf etwas schaue und ein anderer siet das gleiche.
Das gleiche, nicht das selbe- nein, exakt das gleiche.
Leider scheinen die Augen ewig weit voneinander......und werden nie das gleiche sehen.
Das ist der Fels den ich meinte Starchaiser.
Ich suche etwas, wovon ich weiß, es ist unmöglich.
Danke Apfelbaum, für dein Antworlte.
auf bald
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"Autor"  
Nutzer: orla
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geschrieben am: 30.06.2000    um 14:25 Uhr   

...wohl kaum einer weiß besser als ich, das nach dem Tag die Nacht und nach der Nacht, der Tag folgt.
@ cosimarika
Gegensätze sind um uns, in uns.
Kein Ding, keine Sache auf dieser Welt ist ohne Gegensatz.
...es gibt soviele verstrickungen, soviele Wege...........soviel was wir nicht wissen wollen, können, sollten, wagen........und nach der Nacht kommt wieder der Tag...auf ewig- wenn es nicht ewig sein sollte, so ist es das Ende!
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"Autor"  
Nutzer: Gast_dernörgler
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geschrieben am: 01.07.2000    um 17:26 Uhr   
glücksfähig=kindisch ? unsachlich verquerte denke
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"Autor"  
Nutzer: orla
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geschrieben am: 04.07.2000    um 10:00 Uhr   

...es gibt Augen, die sehen, was alle andren sehen.
Dann gibt es Augen, die sehen, was alle anderen erst später entdecken.
Wiederum gibt es Augen, die sehen, was alle anderen nur verschwommen sehen.
....doch es ist immer das Auge, was sieht!
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