Auf den Beitrag: (ID: 26737) sind "2" Antworten eingegangen (Gelesen: 284 Mal).
"Autor"

Für einen Freund.

Nutzer: thesilence
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Registriert seit: 07.07.2001
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geschrieben am: 28.06.2000    um 21:36 Uhr   
Gestern sah ich die Stille:
form- und körperlos
stand sie vor mir.
Wehend in den Baumkronen,
auf der Vögel Schwingen dahin geflogen
kam sie an mir vorbei.
Ich versuchte, sie zu fassen,
doch welche Narrheit!
Ich sah sie nur einen kurzen Augenblick,
doch ich erkannte sie sofort.
Ich wusste, dass sie es war,
so selbstherrlich leuchtend,
frohlockend, dem Nichts huldigend,
einmalig verliebt in die Bäume und den Wald
und da ...
Ja, da erkannte ich die Ruhe in mir selbst,
sie hätte grenzenlos sein können.
Würde ich mich nur ganz ihr hingeben!
Doch dazu bin ich zu irdisch wohl,
dazu bin ich zuwenig – Baum
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Nutzer: Gast_a.apfelbein
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geschrieben am: 28.06.2000    um 22:58 Uhr   
Auch die Gipfel der Bäume haben ihre Wurzeln im Irdischen. (*lächel*) Und ohne unser Irdischsein könnten wir die Stille wohl kaum ersehnen.
Ja, fassen kann man sie nicht, die Stille. Aber man kann sich ihr nähern.
Und sie tut so gut.... als Kontrast zum Lärm jedenfalls.
Danke für die Anregung, der Stille in unserer hektischen, brodelnden, aufkreischenden Zeit mal wieder einen Gedanken geschenkt zu haben. Ich werde sie suchen gehen.
Viel Grüße von Alfred Apfelbein.
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Nutzer: thesilence
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Registriert seit: 07.07.2001
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geschrieben am: 29.06.2000    um 19:51 Uhr   
Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
wunderbar mit allen Bäumen,
was dem Herzen kaum bewußt,
alte Zeiten, linde Trauer,
und es schweifen leise Schauer
wetterleuchtend durch die Brust.
(Joseph von Eichendorff)
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