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geschrieben am: 29.06.2000 um 14:50 Uhr
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[b]Drachenblut[/b]
[i]Ich wählte den Titel, weil er am ehesten zu der Geschichte passt, die auf Wunsch von CharlyCat entstanden ist: eine Geschichte mit einer Katzenprinzessin und einem Ritter.[/i]
Zu einer Zeit, als die Menschen noch mit Schwertern und Bögen kämpften, als die Bauern mit harter Arbeit die Felder bestellen mussten und weite, urwüchsige Wälder die Landschaft überzogen, lebte ein Drache unweit einer menschlichen Siedlung. Er lebte in dem dichtesten Dickicht eines Waldes in einer Höhle. Ab und zu verließ er seine Behausung und zog über das Land, auf der Suche nach einem saftigen Rind oder einem leckeren Menschen. Die Bewohner der näheren Dörfer bekamen es jedesmal mit Angst und Schrecken zu tun, wenn sie den Schatten des großen Drachen über die Ebene fliegen sahen. Wenn er nicht jedesmal auf Beutesuche gewesen wäre, hätten sie sich wahrscheinlich an dem Schauspiel ergötzt: Die leuchtend roten Schuppen glänzten in der Sonne wie mit Flammen überzogen. Doch die Flammen erinnerten nur an den schrecklichen Atem des Drachen, der so heiß und vernichtend war wie der Ausbruch eines Vulkans.
eines Tages hatte der Drache einen Wutanfall, und er zerstörte eines der Dörfer so vollständig, dass nur ein schwarzer Fleck verbrannter Erde übrig blieb. Keiner der Menschen in dem Dorf hatte das Massaker überlebt. Als der König des Landes davon erfuhr, wurde er böse. Bisher hatte er den Drachen als notwendiges Übel geduldet, aber nun war das Maß voll. Er ließ die besten Ritter und Krieger des Landes zusammenrufen und erzählte ihnen von dem zerstörten Dorf. Daraufhin erklärten sich alle von ihnen dazu bereit, gegen den Drachen auszuziehen, und sie versprachen, dem König die Zunge der großen Echse als Beweis mitzubringen.
Sie waren etwa drei Dutzend, und sie ritten dem Drachen entgegen. Der sah sie schon von weitem kommen, und es kümmerte ihn nicht besonders. Aber er wollte sich einen Spaß machen, und so flog er auf und landete direkt vor ihnen, dass ihre Pferde scheuten und ihre Reiter zu Boden warfen.
"Ihr erbärmlichen Ritter wollt Euch mir entgegenstellen?"
"Der König schickt uns, Dich zu vernichten, auf dass der Gerechtigkeit Genüge geschehe."
"Es heißt 'Euch' und nicht 'Dich'", schnauzte der Drache den Ritter an, der es gewagt hatte, seine Stimme zu erheben. Ein Flammenstrahl züngelte aus dem Maul des Drachen hervor und versengte die Rüstung des Ritters, der auf dem Boden zusammenbrach. Die Pferde, die noch nicht davongelaufen waren, taten es jetzt und zogen ihre Reiter hinter sich her, ohne sich von ihnen beirren zu lassen. Nur eine Handvoll war es, und nur diese Handvoll von Kriegern überlebte. Der Drache tobte sich mit den Kämpfern des Königs aus, und er ließ nur ein verbranntes Schlachtfeld mit metallenen Rüstungsteilen zurück.
Der König war noch wutentbrannter als zuvor, aber seine Krieger waren vernichtend geschlagen, und so setzte er eine große Belohnung in Goldstücken aus, um fremde Kämpfer und Glücksritter anzulocken. Auch ein junger Bursche hörte davon, und er dachte ernsthaft daran, sein Glück zu versuchen, denn seine Familie war arm, und das Gold käme ihnen gerade recht.
"Nein, Janis, Du gehst nicht", befahl seine Mutter, denn die hatte viel zu viel Angst um ihn. "Geh lieber in den Wald Beeren sammeln, damit wir etwas zum Abendessen haben."
Widerwillig murrend griff Janis sich den Korb und ging in den Wald. Dabei dachte er die ganze Zeit daran, wie er als glänzender und strahlender Held den Drachen erledigen würde und merkte nicht, wie er immer tiefer und tiefer in den Wald geriet. Erst als er urplötzlich vor einem kleinen Schloss stand, zuckte er erschrocken zusammen. Neugierig jedoch wie er war, betrat er die Zugbrücke und sah sich im Hof um. Das Schloss war klein aber sehr schön und sauber. Die Steine waren von matten Farben und in Mustern zusammengesetzt, und hie und da waren Verzierungen angebracht.
"Sei mir willkommen in meinem Schloss", sagte eine Stimme hinter ihm.
Er drehte s |
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