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geschrieben am: 06.07.2000 um 13:55 Uhr
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Ich werd' dat hier ma reinsetzen, obwohl ich's eigentlich nochmal ueberarbeiten wollte...aber mir fehlt ehrlich gesagt die Lust dazu...
Noch was: Parrallelen zum ZW sind NICHT zufaellig...mehr moechte ich dazu nich sagen.
Das kleine Baeumlein
Vor sehr langer Zeit, da gab es im Eichenwald ein Baeumlein, eine kleine Fichte. Es war eine Waise, die den wald als neue Familie suchte, hatte es doch keinen, an den es sich in kalten Naechten kuscheln konnte, niemanden, der es vor Wind und wetter beschuetzen, und vor allem niemanden, mit dem es reden konnte.Nun, wo es dachte, im Wald endlich ein neues zu hause gefunden zu haben, da bemerkte es, dass es keiner wirklich zur Kenntnis nahm und gerne uebersehen wurde. Es hatte aber auch nicht recht den Mut dazu, die Eichen direkt anzusprechen, zu ehrwuerdig war das Bild, das sie abgaben...so blieb es stumm. "Vielleicht bin ich ja nur viel zu klein, um von Euch bemerkt zu werden?", dachte sich das Baeumlein, als es weit nach oben, zu den Wipfeln der aeltesten Eichen schaute, und nahm sich vor, alles daran zu setzen, auch so gross und stark zu werden.
Der Herbst stand vor der Tuer und das kleine Baeumlein, das seit dem Sommer in dem wald lebte, war noch nicht gross und kraeftig genug geworden, um die schwere Zeit der Stuerme mit all ihren Blitzen und Donnern ueberstehen zu koennen. Zu wenig war es dem Baeumlein vergoennt gewesen, seine kleinen Aestlein mit den noch kleineren Blaettlein daran, der waermenden Sonne entgegenzustrecken. So sehr es sich auch reckte und streckte, es stand immer nur im Schatten der grossen, uralten Eichen. Auch konnte das Baeumlein nur mehr schlecht als recht Wasser schoepfen, zu dicht und zu tief war das Wurzelgeflecht der Eichen, als dass es sich mit seinen kleinen, zerbrechlichen Wurzeln haette hindurchwinden koennen.
Eines tages, als das wetter schon von taeglichem Regen gepraegt war und sich die Sonne nur noch selten zeigte und lange nicht mehr so waermte wie zuvor, da wurde sich das Baeumlein seiner Not bewusst und fasste sich an Herz. Es stubbste die Eiche gleich neben ihr an. Es war der aelteste baum des Waldes. Seine Rinde war gezeichnet von den vergangenen Jahrhunderten. Ueberall waren narben zu sehen, Zeugen von schweren Stuermen und kalten Wintern, und dennoch war er stark genug, das wohl beeindruckendste Blaetterdach zu halten, das das Baeumlein je erblickt hatte. "Wer stoert mich da?", erschallte es mit tiefer, donnernder Stimme von hoch oben herab. Das baeumlein stubbste noch einmal vorsichtig. " ich bin es, hier unten...", sagte es zoegernd mit aengstlicher Stimme. " Ich moechte nicht allzuviel verlangen und ganz bestimmt auch nicht unhoeflich sein, aber ich wuerde gerne wie einer von Euch sein, nur..."-"Dann musst Du wachsen!", wurde es unterbrochen. "Das ist es ja", sagte das Baeumlein schwach, schon mehr zu sich selbst, "...ich bekomme leider nichts von den waermenden Sonnenstrahlen ab...und auch fast keinen Tropfen Wasser, wie soll ich denn gross werden?"-"Glaubst Du etwa, dass Du alles im Leben geschenkt bekommst? Es ist schwierig genug uns selbst zu versorgen, und wir haben hier nicht alles aufgebaut, damit es uns wieder von irgendeinem Fremdling weggenommen wird...nein, ganz bestimmt nicht!", kam es kalt von oben. Das Baeumlein hatte Traenen in den Aeuglein. Es stubbste und rief die alte Eiche noch einmal an..vergebens, nichts war zu vernehmen. So sehr es auch bemuehte und verzweifelt rief und stubbste, es wurde nicht vernommen. Mit traenenueberstroemten Gesicht sah das Baeumlein ein letztes mal hinauf, ganz hoch, dort, wo die Wipfel des waldes den Himmel zu beruehren schienen und traeumte davon, einer von ihnen zu sein.
Es wurde Nacht und der Sturm brach, wie nicht ungewoehnlich fuer diese Zeit, ploetzlich, aber nicht unerwartet ueber den wald herein. Der Regen prasselte auf das Blaetterdach, tropfte hinab und traenkte den Boden. Der Wind heulte durch die baumkronen, brachte sie in Schwingung und die maechtigen Staemme aechzten |
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