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"Autor"

Warum hast du gefragt?

Nutzer: moonlight01
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geschrieben am: 11.07.2000    um 17:33 Uhr   
Warum hast du gefragt ?
Das Ende ist wie eine Ironie. Der Sturm der dich getragen hat, hat den Kampf gegen die Stille verloren. Langsam sinkst du hinab, um der Realität, eingehüllt in die Leere deines Verstandes, einen Sinn zu geben. Der Rückenwind hat dich getragen, der Realität die Farbe genommen. Doch du sinkst nun. Die Tiefe durch Bewegungen zu irritieren, kostet nur die Einsicht, dass Energie am Ende doch vergänglich ist. Du schwimmst nicht gegen und nicht mit dem Strom; du versinkst in ihm. Hände werden sichtbar; Hände die dich greifen. Sie wollen nicht helfen, obwohl sie dich fest umklammern. Sie suchen auch nach Halt und ziehen dich in ihrem Kampf nach unten.
Die Wahrheit war die Summe aus Vergessen und deinen Zielen. Beides verloren zu haben, mach sie zu Summanden, die schließlich doch die Angst ergeben. Ein Vakuum der Verständlichkeit wird mit giftiger Luft der Irritation gefüllt. Vorher hast du nichts geatmet; außer Zuversicht und Vertrauen. Jetzt wird dir giftiges Leben eingehaucht. Viele Gesichter kreuzen deinen Weg; fast vergessen – doch gebraucht. Ihre Wege kreuzen und bündeln sich mit deinem und doch verlieren sie sich wie Geraden im Raum. Den Schnittpunkt der Zuversicht verlassen sie; und die Geraden schwärmen aus. Parallelen schneiden sich nie, solange ihre Ursprünge nicht geändert werden. Doch jede Gerade schneidest du nur einmal; und der Schnittpunkt bleibt unvergessen. Er ist ein weiter Tropfen im illusionären Strom, in dem du versuchst nicht zu ertrinken. Die Zeit bleibt dein Begleiter.
moonlight01
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Nutzer: moonlight01
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Anzahl Nachrichten: 34

geschrieben am: 11.07.2000    um 22:29 Uhr   
Hatte irgendwie mehr Resonanz erwartet...
Werde mich zurückziehen und warten...
Hoffe meine Freunde und auch Kritiker werden sich melden...
Ein immer aufgeschlossener moonlight01
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Nutzer: eshran
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geschrieben am: 13.07.2000    um 10:41 Uhr   
Das Ende wovon? Ironie angewendet auf Ende ergibt den Anfang.
Anfang von was? Der Erkenntnis, daß das Leben nicht so einfach ist?
Irgendwo am Himmel wird eines Tages der Schriftzug erscheinen
"Fatal error - reboot universe".
Der Naturwissenschaftler schüttelt sich, denkt "Energie ist nicht
vergänglich und Gerade schneiden sich im Unendlichen", ißt ein
Stück Perpetuum Mobile, relativiert die Zeit und prostet Einstein zu.
Geh am Strand lang und betrachte Deine Fußspuren - der Mensch ist
keine Gerade, und als Funktion nicht einmal periodisch.
Wieviele Nicht-Geraden hast Du schon mehrfach geschnitten und mancher
Schnittpunkt mag vom Wasser weggespült worden sein. Wie gut, daß er
nur virtuell war?
Vielleicht wollen einige der Hände doch helfen - das weiß man erst,
wenn man es ausprobiert, alles Summanden zu Trotz.
Bin weder Kritiker noch Freund und auch gefragt habe ich nicht.
Einfach nur ein paar Gedanken...
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