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vom Festhalten und Loslassen- eine Fabel

Nutzer: Gast_elanor
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geschrieben am: 13.07.2000    um 18:30 Uhr   
Es war einmal ein stein, der lag friedlich und zufrieden auf einer kleinen grünen Wiese. Er verbrachte die meiste seiner reichlich grosszügig bemessenen Zeit damit, sich Gedanken zu machen, sich mit den kleinen Tieren zu unterhalten, die er kannte, und aufmerksam seine Umgebung zu beobachten.
Er hatte ein geruhsames und zufriedenstellendes Leben, er beobachtete den Lauf der Dinge und kam sich sicher vor, auf seinem alten Platz im Gras, und er dachte er wäre glücklich. In einer gewissen Hinsicht war er das auch.
Eines Tages segelte eine Feder neben dem Stein nieder.
Sie lächelte ihn breit an und begrüsste ihn irgendwie aufgekratzt, um gleich von ihren Erlebnissen zu berichten.
Sie erzählte von Singapur und Bali, von Indonesien und den Philipinien, von New York und Chicago, von Orten, deren Namen der Stein noch nie vernommen hatte und von denen er nie geglaubt hatte, dass sie existierten.
Er lauschte den farbenprächtigen Erinnerungen der Feder, denn zuhören, das konnte er gut und aufmerksam.
Die Feder war eher draufgängerisch und ein wenig oberflächlich, sie redete viel und gerne, und irgendwie mochte der Stein sie.
Er lauschte ihren Ausführungen, hörte von ihren reisen, von ihren Träumen und Ängsten, ihren Schilderungen lauschte er, was für ein Gefühl es ist, sanft vom Wind geschaukelt zu werden...und immer wieder hörte er sie sagen, wie fei und ungebunden sie doch wäre.
Eines Tages geschah das, wovon nie jemand geträumt hätte: der Stein unterbrach die Feder gerade, als sie wieder dabei war, ihre Freiheit zu rühmen, und berichtete von seinem Leben.
Von der Eidechse, die sich stets auf ihm sonnte, von dem Herrn Tausendfüssler, der sich ständig über die lustigen Schmetterlinge aufregte und davon, dass er jedes Gänseblümchen kannte und wie oft er sie schon getröstet hatte.
Davon, was für ein Gefühl es ist, den Sternenhimmel über sich zu sehen und in die Stille hineinzu horchen...
Plötzlich verstummte die Feder und begann, zuzuhören. Sie lauschte, erst oberflächlich und ständig dabei, dem Stein ins Wort zu fallen, dann immer aufmerksamer und schliesslich liebte sie es, seine Philosophischen Gedanken und Fragen zu hören und zu ergründen.
"Aber du bist eine Feder, und ich mag dich, doch du wirst wieder davonfliegen wenn der nächste Wind kommt, und Treue ist von dir nicht zu erwarten."
Der Stein lächelte und schaute sanft zur Feder, die sich unbehaglich räkelte.
"Ich will nicht davonfliegen und ich wäre so gerne ein Stein wie du...dann könnte ich ständig bei dir sein...
aber als Feder habe ich nicht die Kraft, mich an einem ort zu halten."
Die Feder schluckte, holte einmal tief Luft und sagte schliesslich: "ich bitte dich...roll dich auf mich, halte mich fest, damit ich nicht davonfliegen kann."
DEr Stein lächelte und rollte sich auf die Feder, so dass der Wind sie nicht fortnehmen konnte.
"Jetzt hab ich dir die Freiheit geraubt.." sagte er leise.
"Und du hast mir die Freundschaft geschenkt...das ist unvergleichlich wertvoller. Ist es nicht auch Freiheit, da bleiben zu dürfen wo man sich wohl fühlt?"
Da schwieg der Stein, denn er wusste, dass sie Recht hatte.
Die Feder blieb beim Stein, und es war eine glückliche Zeit, doch mit der Zeit merkte der Stein, wie seine Freundin immer stummer und melancholischer wurde.
Als er sie eines Tages bekümmert und besorgt nach ihrem Befinden fragte, lächelte sie nur und flüsterte leise:
"Federn müssen fliegen, und ich werde nass vom Regen und stumpf vom Wind...
aber ich liebe dich, und ich werde hier bleiben bis ich zerbreche, ich werde immer in deiner Nähe bleiben, selbst wenn es mich zerstören sollte...deine nähe ist schöner als jeder Flug, als jede Reise, als jedes sanfte Wiegen des Windes."
Der Stein lächelte, und langsam rollte er sich von der Feder.
"Ich will dich nicht zerstören, denn auch ich liebe dich.
Aber wie du siehst, musst du fliegen, und ich kann dich leider nicht begleiten.
Gehab dich wohl, ich werde imm
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Nutzer: vendor
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geschrieben am: 13.07.2000    um 23:18 Uhr   
wunderschön diese fabel
wo ist sie zu lesen ?
bin momentan sehr empfänglich für sowas
ich glaub ich war der stein.
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Nutzer: khadija
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geschrieben am: 13.07.2000    um 23:20 Uhr   
...wunderschön!!...
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Nutzer: vendor
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geschrieben am: 13.07.2000    um 23:23 Uhr   
wunderschön diese fabel
wo ist sie zu lesen ?
bin momentan sehr empfänglich für sowas
ich glaub ich war der stein.
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Nutzer: vendor
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geschrieben am: 13.07.2000    um 23:42 Uhr   
wunderschön diese Fabel,wo hast du sie gelesen? bin momentan sehr empfänglich für solche lyrik,ich glaub`ich war der stein.
seufz,ob der wind die feder wieder zurückträgt?
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Nutzer: Gast_elanor
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geschrieben am: 14.07.2000    um 11:55 Uhr   
ich glaube nicht, dass die beiden sich wieder begegnen werden...w+AOQ-re aber ein sch+APY-nes wunder!
[i]l+AOQ-chelt[/i] ich bin wohl ebenfalls ein stein.
naja, gut...diese fabel ist aus meiner kindheit, und ich weiss echt nicht wo du sie finden kannst, deshalb hab ich sie ja auch abgetippt.
machts gut, ela
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