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geschrieben am: 01.08.2000 um 19:05 Uhr
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...für Dich N....
Federchen im Wind
Irgendwo in einer großen Stadt voller Menschen, rastlos aneinander vorbei eilend, und Steinen, fein säuberlich und schön gerade als Häuser aufeinander gestapelt, voller Hektik und Aufregung liegt ein Federchen. Weiß, mit einer grauen fast schwarzen Spitze..... irgendwann irgendwo von einem Vogel verloren der sich auf die Reise machte....
Das Federchen schaut traurig dem Vogel hinterher, der, mit ein paar Flügelschlägen nur, am Horizont in die Sonne taucht und verschwindet. Es bekommt Sehnsucht es ihm gleich zu tun, sich aufzuschwingen in die Lüfte, zu entdecken... sich selbst und andere... was zu ändern an dem was es ihr Leben nennt.
Oft wünscht sich das Federchen ein Vogel zu sein. Dann wäre es glücklich! Dann wäre es nie allein! Dann wäre es frei! Es könnte mit anderen Vögeln um die Welt ziehen, in der Luft schweben bis zu dem Punkt wo sich Himmel und Erde berühren! Es hätte viele Freunde, mit denen es dem Alltag entrinnen und Abenteuer erleben könnte!
Was ist eine Feder schon ohne Vogel?
So liegt das Federchen irgendwo auf einer Straße. Autos hupen sich den Weg frei, Füße gehen hastig vorbei, Kampfhunde schnuppern und schauen bedrohlich herab. Vom Regen durchnäßt, von der Sonne wieder getrocknet träumt es von Glück und Zuversicht.
Aber es ist nicht die Einzige in dieser großen und anonymen Stadt, die nicht glücklich ist. Gar nicht weit weg, nur ein paar Luftzüge weiter, lebt der Wind. Einsam und getrieben. Getrieben von der Aufgabe die Welt zu bewegen. Gehetzt vom Alltag. Mal muß er hier mit schlechter Luft kämpfen, mal dort den Regen peitschen. Immer stehen irgendwo Häuserecken, um die er wehen muß.
Einsam weil niemand da ist an seiner Seite der gepustet werden will. Niemand da der die Welt aus der gleichen Perspektive sieht wie er. Niemand da den er leise in sich tragen kann, wie er es so gerne täte.
Dabei macht es solchen Spaß, wohl frisierten Damen die Frisur zu ändern und richtig wichtigen Herrschaften dabei zuzuschauen, wie sie ihren Hüten hinterher jagen! Dabei ist es so schön, zu zweit dem Sonnenuntergang entgegen zu träumen!
Aber wer lacht und träumt schon gern allein?
Auf einmal... ganz sanft, ohne große Ankündigung...eine Luftbewegung, mehr eine Ahnung denn der Wind. Die Spitzen des Federchen bewegen sich fast unmerklich. Es schaut auf und sucht den Himmel ab nach dem, der es bewegt.
„Wer ist das???“ Irgendwie, findet das Federchen, ist die Luft anders als sonst.
Frischer. Sanfter. Näher.
Just in diesem Augenblick, als er schon abdrehen und sich dem täglichen Einerlei ergeben wollte, entdeckt der Wind das Federchen.
„Wer ist das?“ fragt er sich und pustet sanft in ihre Richtung. Ganz darauf bedacht ihr keine Angst einzujagen, sie nicht zu verschrecken.
In diesem Moment schauen sich die Beiden in die Augen. Gar nicht verlegen oder scheu. Und irgendwie haben der Wind und das Federchen das Gefühl sich zu kennen, sich zu erkennen, tief in die Seele des anderen blicken zu können. Und sie genießen die Blicke, die ihre Seelen wärmen und zu neuem Leben erwecken. Sie freuen sich an dem anderen und immer öfter auch an sich selbst. Sie freuen sich wie Kinder zu tollen, zu träumen, aber auch ernst und ruhig beieinander zu sein.
Manchmal pustet der Wind das Federchen sanft in die Luft, trägt es ein Stück weit. Immer darauf bedacht es wieder weich am Boden ankommen zu lassen.
Manchmal verlangt es die Zeit, daß sie sich trennen, er woanders pusten muß. Dann verlieren sie sich für Sekundenmomente aus den Augen, den geöffneten... aber nie aus dem Sinn.
Wenn sie keine Zeit haben miteinander fliegen zu lernen, kitzelt es mit ihrer Spitze seine Gedanken und schickt ein liebes Wort durch ihn. Und der Wind pustet die Wolken vor dem Mond weg, damit sie sich dort treffen und sich ihren Tag erzählen können. Sie sind nah in jeder Entfernung.
Und regelmäßig kommt er und hebt das Federchen in die Lüfte. Erst ganz vorsichtig, später immer wei |
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