danke, danke *ganz rot werd* Vielleicht kann man die Geschichte ja wirklich noch etwas weiter erzählen ... (zumal man gerade nicht in den Zauberwald kommt)
Mahradian schlich leise durch die Höhle, er wollte nicht von seiner Drachenmutter entdeckt werden, denn sonst hätte diese sicher auch bemerkt, daß er das erste Stück seines Hortes verloren oder verschenkt (nicht daß das einen Unterschied gemacht hätte) hatte. Wenn er nur ein wenig Zeit bekam, konnte er vielleicht dafür sorgen, daß er ein neues Stück vorweisen konnte. Der kleine hatte jedoch Pech, schon von weitem hörte er, wie seine Mutter mit lauten Schritten auf ihn zu kam. Er seufzte und dachte:" Muß sie immer alles hören?" Mahradian wünschte sich, endlich eine eigene Höhle zu haben, aber dafür war er noch zu jung, er konnte ja nicht mal einen richtigen Drachenhort vorweisen. Es war fast wie in jeder anderen Familie, nur daß die Mutter ihr Kind in seine Ecke der Höhle begleitete, und dort zu ihrem Entsetzen feststellte, daß der Juwel verschwunden war. Der junge Drache begann zu stammeln, sie habe ihm doch immerhin das Leben gerettet, er habe in dieser dämlichen Falle festgesessen und vor allen Dingen, er würde schon ein neues, wertvolleres Juwel besorgen. Aber nicht heute noch, sondern morgen, denn er war müde, denn der Flug zu Tara - Lia war lang und anstrengend gewesen. Er gähnte herzhaft, und seine Mutter gab sich damit zufrieden. Seufzend rollte Mahradian sich ein und wenig später war er eingeschlafen. Doch am nächsten Morgen hatte er seine Aufgabe nicht vergessen, sondern flug sofort los. Er wußte nicht so recht, wie er sein Versprechen erfüllen sollte, denn wem sollte er schon Juwelen abnehmen, da er auch noch lange kein ausgewachsener Drache war, obwohl, um die Insassen einer wenig besetzten Kutsche zu erschrecken würde es noch reichen, schließlich konnte er feuerspucken. Also lauerte der Drache am Waldrand, doch plötzlich ihn ein bestimmt Anblick stocken und vorbeikommenden Kutschen vergessen. Er schloß die Augen, denn an so viel Glück konnte er beim besten Willen einfach nicht glauben. Nicht nur daß er anscheinend ein neues Juwel bekommen würde, jedenfalls sah der Mann gut gekleidet aus und Mahradian schätze ihn schon als reich genug ein, er konnte auch noch Gerechtigkeit üben. Denn dieser Mann trug eine dieser Fallen mit sich, in der sich der Jungdrache selbst verfangen hatte. Dieses Exemplar sah von weiten intakt aus, also mußte es nicht unbedingt dieselbe sein, aber Mahradian wurde sich klar darüber, daß er keinen der Fallensteller mochte. Er kam auf sein Opfer zugeflogen, mit einem wilden Blick in seinen Augen, zufrieden stellte er fest, daß der Mann anscheinend auch noch leicht bewaffnet war, oder es wirkte auch nur auf einen Drachen so, jedenfalls war er durch Langschwert nicht besonders beeindruckt. "Laß das fallen," herrschte er den überraschten Mann an, mit diesem Besuch schien dieser nun wirklich nicht gerechnet zu haben. Doch er zog sein Schwert in einer blitzschnellen Bewegung ... und hieb ins Leere, weil Mahradian den Hieb voraussah und behende auswich. Er begann mit seinem Opfer zu spielen, gab dem Feuerstoß nur so viel Kraft, daß er zwar schmerzhaft, aber bestimmt nicht tödlich war. Ab und zu traf er auch der Fallensteller mit seinem Schwert, doch sein Gegner trug keinen ernsthaften Schaden davon, wie er immer wieder flink um den Menschen herumflog, und von allen Seiten kamen nun Feuerstöße. Als dem Drachenkind das Spiel langweilig wurde, grinste es auf einmal und bemerkte:" Du kannst Dich freikaufen mit Juwelen!" Einen Moment lang sah es so aus, als ob der schon sehr angeschlagene Mensch nicht auf dieses Angebot eingehen würde. Doch dann öffnete er eine Tasche und holte rotfunkelnde Juwelen raus. "Die waren für meine Frau," sagte er leise und anklagend. Sein Gegner kümmerte sich nicht darum und grabschte nach dem Schmuck. Dann verschwand er, aber nicht ohne dem Fallenaufsteller noch eine Warnung zukommen zu lassen:" Es wäre besser für dich, |