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Eine Fantasy - Geschichte

Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 09.08.2000    um 23:27 Uhr   
Tara - Lia war es gewöhnt im Morgengrauen aufzustehen. Sie lebte in einem Dorf, das nahe am Meer lag, und so konnte man sie jeden Morgen in Begleitung eines jungen Hund am Ufer treffen. Die beiden tollten herum, lachten und das Mädchen warf Stöckchen direkt ins Meer. Ihr Hund, der kaum dem Welpenalter entwachsen war, schmiß sich jedenfalls ins Wasser, um es zurück zu bringen. Doch plötzlich wurde Tara ernst. "Sag mal hörst Du das auch?" fragte sie den Hund mit leiser Stimme, aber das Tier sah sie nur sehr verständnislos an. "Du mußt es doch auch gehört haben!" stellte das Mädchen mit fast vorwurfsvoller Stimme fest. Das hatte der Hund vermutlich auch, doch für ihn bedeutete das Geräusch wohl nichts. Gerade als Tara - Lia weiter spielen wollte, hörte sie erneut ein Rasseln, Schnaufen und ein enttäuschtes Seufzen. "Da ist doch jemandem was passiert," murmelte sie zu sich selbst und begann die Felsen des Ufers wieder hoch zu steigen. Der Hund folgte ihr wohl nur, weil er das immer tat, sie vergaß das Tier in jenem Augenblick auch völlig. Als die beiden sich nach einigen hundert Schritten dem Waldgebiet näherten, wurden die Geräusche lauter und wollten kaum noch verstummen. "Ist da wer?" rief Tara unsicher in den Wald, ihre Phantasie begann nun, sich alles mögliche auszumalen. Was, wenn Räuber sich noch bei ihrem Opfer befanden oder zumindest in der Nähe, oder schlimmeres? Monster vielleicht? Es beruhigte sie auch nicht gerade, das ihr Hund auf einmal anfing, ängstlich zurück zu weichen. Aber das Mädchen erhielt tatsächlich eine Antwort auf ihre Frage. "Ja, hier bin ich," rief eine erschöpfte Stimme, die sich irgendwie nicht menschlich anhörte. "Bist du verletzt?" rief Tara, während sie weiter auf die Stelle zuging, wo sie die Stimme vermutete. Zuerst hörte sie nur ein Schnaufen und Stöhnen und dann plötzlich wurde ihre Frage bejaht. Dann klapperte es wieder, Tara - Lia stockte der Atem, ihre Füße wollten eigentlich schon längst umkehren, doch ihre Neugierde trieb sie weiter. Als sie dann tatsächlich hinter einem Baum hervortrat, und das Wesen sah, stockte ihr der Atem, was sich da in einer Fuchsfalle verfangen hatte ... "Ein Drache," keuchte sie atemlos. Das Wesen, das ihr jetzt hilflos zu Füßen lag, konnte unmöglich älter als einige Monate sein. "Sonst wäre ich ja auch kaum so dumm gewesen, in diese Falle zu tappen," schnaufte der Jungdrache beleidigt. Mit ihrem Dolch, den sie immer trug, konnte sie nichts gegen den harten Stahl ausrichten, und so flüsterte sie dem Gefangenen zu:" Ich werde jemanden holen, der kann Dir helfen!" Der Drache gab sich wimmernd damit zufrieden, er konnte auch nichts daran ändern, daß der junge Hund anfing, ihm quer über sein Gesicht zu lecken. Obwohl Tara - Lia so schnell lief wie sie konnte, zog sich die Zeit zu einer Ewigkeit hin, und der Drache seufzte, als er sie und einen anderen Menschen wiedersah. "Sie kennt sich mit Schlössern aus, und kennt auch Zauber!" erklärte das Mädchen nicht ganz ohne Stolz, so jemanden zu kennen. Für die Zauberin war es eine leichte Aufgabe, die Fußfessel des Jungdrachen zu öffnen. Mit zitternden Flügeln erhob er sich in die Luft. "Mein Name ist Mahradian und meine Eltern haben einen wertvollen Hort!" stellte sich der Drachenjunge vor und verschwand mit diesen Worten im Wald. Tara - Lia war nicht enttäuscht, ihr reichte es, einmal einen Drachen gesehen zu haben. Außerdem stand ihr noch eine Überraschung bevor. Am nächsten wartete Mahradian nämlich vor ihrem Haus und hatte einen kleinen Juwel mitgebracht. Während ihn überreichte, erklärte er feierlich:" Stammt aus meinem eigenen Hort, war der Anfang!" Tara - Lia wollte das wertvolle Schmuckstück eigentlich nicht annehmen, sie ahnte, daß der junge Drache daran hing, und so arm war ihre Familie nicht, daß sie unbedingt darauf angewiesen wären. Doch auch diesmal wartete der Gerettete keine Antwort ab und verschwand.

Naja, weiß nicht, ob 's halbwegs was geworden ist, habe sie ja auch recht spontan aufgeschrieben, t
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Nutzer: Tendrick
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geschrieben am: 14.08.2000    um 16:10 Uhr   
zu schön, um ungelesen zu bleiben, mach weiter so Hobbitmädchen
Tendrick, der Lichtelf
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 14.08.2000    um 22:40 Uhr   
danke, danke *ganz rot werd* Vielleicht kann man die Geschichte ja wirklich noch etwas weiter erzählen ... (zumal man gerade nicht in den Zauberwald kommt)

Mahradian schlich leise durch die Höhle, er wollte nicht von seiner Drachenmutter entdeckt werden, denn sonst hätte diese sicher auch bemerkt, daß er das erste Stück seines Hortes verloren oder verschenkt (nicht daß das einen Unterschied gemacht hätte) hatte. Wenn er nur ein wenig Zeit bekam, konnte er vielleicht dafür sorgen, daß er ein neues Stück vorweisen konnte. Der kleine hatte jedoch Pech, schon von weitem hörte er, wie seine Mutter mit lauten Schritten auf ihn zu kam. Er seufzte und dachte:" Muß sie immer alles hören?" Mahradian wünschte sich, endlich eine eigene Höhle zu haben, aber dafür war er noch zu jung, er konnte ja nicht mal einen richtigen Drachenhort vorweisen. Es war fast wie in jeder anderen Familie, nur daß die Mutter ihr Kind in seine Ecke der Höhle begleitete, und dort zu ihrem Entsetzen feststellte, daß der Juwel verschwunden war. Der junge Drache begann zu stammeln, sie habe ihm doch immerhin das Leben gerettet, er habe in dieser dämlichen Falle festgesessen und vor allen Dingen, er würde schon ein neues, wertvolleres Juwel besorgen. Aber nicht heute noch, sondern morgen, denn er war müde, denn der Flug zu Tara - Lia war lang und anstrengend gewesen. Er gähnte herzhaft, und seine Mutter gab sich damit zufrieden. Seufzend rollte Mahradian sich ein und wenig später war er eingeschlafen. Doch am nächsten Morgen hatte er seine Aufgabe nicht vergessen, sondern flug sofort los. Er wußte nicht so recht, wie er sein Versprechen erfüllen sollte, denn wem sollte er schon Juwelen abnehmen, da er auch noch lange kein ausgewachsener Drache war, obwohl, um die Insassen einer wenig besetzten Kutsche zu erschrecken würde es noch reichen, schließlich konnte er feuerspucken. Also lauerte der Drache am Waldrand, doch plötzlich ihn ein bestimmt Anblick stocken und vorbeikommenden Kutschen vergessen. Er schloß die Augen, denn an so viel Glück konnte er beim besten Willen einfach nicht glauben. Nicht nur daß er anscheinend ein neues Juwel bekommen würde, jedenfalls sah der Mann gut gekleidet aus und Mahradian schätze ihn schon als reich genug ein, er konnte auch noch Gerechtigkeit üben. Denn dieser Mann trug eine dieser Fallen mit sich, in der sich der Jungdrache selbst verfangen hatte. Dieses Exemplar sah von weiten intakt aus, also mußte es nicht unbedingt dieselbe sein, aber Mahradian wurde sich klar darüber, daß er keinen der Fallensteller mochte. Er kam auf sein Opfer zugeflogen, mit einem wilden Blick in seinen Augen, zufrieden stellte er fest, daß der Mann anscheinend auch noch leicht bewaffnet war, oder es wirkte auch nur auf einen Drachen so, jedenfalls war er durch Langschwert nicht besonders beeindruckt. "Laß das fallen," herrschte er den überraschten Mann an, mit diesem Besuch schien dieser nun wirklich nicht gerechnet zu haben. Doch er zog sein Schwert in einer blitzschnellen Bewegung ... und hieb ins Leere, weil Mahradian den Hieb voraussah und behende auswich. Er begann mit seinem Opfer zu spielen, gab dem Feuerstoß nur so viel Kraft, daß er zwar schmerzhaft, aber bestimmt nicht tödlich war. Ab und zu traf er auch der Fallensteller mit seinem Schwert, doch sein Gegner trug keinen ernsthaften Schaden davon, wie er immer wieder flink um den Menschen herumflog, und von allen Seiten kamen nun Feuerstöße. Als dem Drachenkind das Spiel langweilig wurde, grinste es auf einmal und bemerkte:" Du kannst Dich freikaufen mit Juwelen!" Einen Moment lang sah es so aus, als ob der schon sehr angeschlagene Mensch nicht auf dieses Angebot eingehen würde. Doch dann öffnete er eine Tasche und holte rotfunkelnde Juwelen raus. "Die waren für meine Frau," sagte er leise und anklagend. Sein Gegner kümmerte sich nicht darum und grabschte nach dem Schmuck. Dann verschwand er, aber nicht ohne dem Fallenaufsteller noch eine Warnung zukommen zu lassen:" Es wäre besser für dich,

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Nutzer: Tendrick
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geschrieben am: 15.08.2000    um 10:13 Uhr   
*verfolgt die Geschichte weiter gg*
Tendrick, der Lichtelf
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Nutzer: Sirtis
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geschrieben am: 17.08.2000    um 06:00 Uhr   
Hallo Hobbitmädchen!! *lieb winkt*
Wie gehts denn weiter?!?!
*neugierig wie eh und je ist*
Auf bald! Sirtis
*im Nebel verschwindet*
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 18.08.2000    um 12:56 Uhr   
Tara - Lia schaute grübelnd auf das Juwel, so daß sie nicht einmal bemerkte, daß ihr Hund laut bellte. Sie dachte an den Drachen, natürlich war sie neugierig und hätte ihn gern noch einmal wieder gesehen. Drachen waren selten geworden seit einigen Jahren und die Menschen vergaßen so langsam alles über die stolzen Lebewesen. Der Ruf ihrer Mutter nach ihr riß sie plötzlich doch aus ihren Gedanken. Hastig versteckte sie das Juwel unter ihrem Kissen, weil sie befürchtete, daß ihre Eltern ihr die Geschichte nicht glauben würden. Ihr Vater würde möglicherweise sogar glauben, daß sie lügen würde und sie schlagen. Und dann gestand Tara - Lia sich ein, sie fürchtete auch noch etwas anderes, daß ihre Eltern das Geschenk des Drachens verkaufen wollten. Seltsam, es war nicht nur, weil der Drache es ihr geschenkt hatte und es eine Erinnerung an ihn war (dazu brauchte sie kein Geschenk). Sie konnte das Gefühl nicht einmal klar erfassen, sondern nur erahnen. Danach ging das Mädchen zum Essen hinunter und wurde gleich von einer Nachricht überrascht. Ihr Vater saß sehr mürrisch am Tisch, dann sah er zu seiner Tochter auf: "Einer meiner Freunde ist bestohlen worden ... von einem Drachen!" Tara ahnte nicht, daß Mahradian den Menschen vor seinem Überfall mit einer solchen Falle erwischt hatte, so beschlich sie ein ungutes Gefühl und sie schämte sich ein wenig wegen der Juwelen. Als sie mit dem Essen fertig war und wieder ihr Zimmer betreten wollte, fand sie ihren Hund angsterfüllt vor der Zimmertür. Dem Mädchen schoßen sofort wieder die Juwelen durch den Kopf, und vorsichtig betrat sie das Zimmer. Auf den ersten Blick schien nichts geschehen zu sein, weswegen der Hund hätte Angst haben können, doch als sie nähe kam, merkte sie, daß sich das Kissen sehr erhitzt hatte. Und mit einmal waren da seltsame jaulende Geräusche. Als Tara - Lia das Kissen beiseite hob, sah sie, daß die Juwelen in einem hellen rot glühten. Nein, noch immer wollte sie nicht mit ihren Eltern darüber sprechen, aber dem Mädchen fiel eine andere Person ein, die Zauberin, die auch dem Drachen beigestanden hatte. Wenn die Juwelen irgendetwas mit Magie zu tun haben sollten, dann war sie sowieso die einzige Person, die nun helfen konnte. Tara packte die Juwelen in einige Tücher und verabschiedete sich kurz von ihren Eltern. Doch als sie das Haus der Zauberin erreichte, stand sie vor verschlossene Türen. In der Hoffnung, daß die Freundin bald zurück sei, setzte sie sich auf eine Treppe und legte ihr Bündel neben sich. Und wartete ... wartete, so langsam begann es dämmern. Wenn sie nicht so langsam aufbrach, fand sie nicht mehr heim, also stand sie langsam und seufzend auf. Doch plötzlich regte sich der Juwel erneut, gab wieder diese Geräusche von sich und eine grüne Wolke schob sich aus ihm heraus, so daß Tara - Lia ängstlich zurückwich und sich fragte, ob ihr Hund dasselbe gesehen hatte. Doch rasch formte sich in der grünen Wolke ein Drachengesicht, daß ... irgendwie vertraut wirkte und ihr jegliche Angst nahm. "Mein Geist wurde in diesen Juwel gepreßt, um auf die Geburt eines Drachenkindes zu warten, wir wußten, es würde sehr sehr lange dauern und bis dahin würden wir beinah verschwunden sein, aber wir wußten von Deiner Geburt. Es war kein Zufall, daß Mahrandian Dir ausgerechnet diesen Juwel geschenkt hat." hielt das Drachengesicht seine Ansprache, von der sein Gegenüber nicht viel verstand. "Ihr Menschen nennt es mittlerweile Märchen, aber es ist wahr, daß Mensch und Drache einst eine tiefe Freundschaft verband, und damals wurden oft "Drachenkinder" geboren." erklärte der Geist geduldig. In diesen alten Zeiten seien diese Kinder bei den Drachen aufgewachsen, weil sie eher mit diesen Wesen verwandt waren (obgleich Menschengestalt hatten) und sich bei ihren Familien nur selten wohl fühlten. Tara - Lia erschrack bei diesen Worten, wollte sie gar nicht weg von ihrer Familie, doch der Drachengeist in der Wolke konnte sie beruhigen. "Deine Aufgabe ist es eher, bei den Menschen zu bleibe
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 24.08.2000    um 17:12 Uhr   
Als Tara - Lia zu Hause ankam, erwarteten sie ihre Eltern schon ungeduldig. Besonders ihr Vater stand zornig hinter der Tür. Er hatte es noch nie begrüßt, wenn seine Tochter am Abend allein draußen war, wobei das Mädchen niemals so recht verstehen konnte, warum er so dagegen war. Nach Tara - Lias Meinung war es am Abend, wenn es auch schon anfing dunkel zu werden, nicht gefährlicher als am frühen Morgen. Wenn das Mädchen es wagte, das zu sagen, herrschte ihr Vater sie an, was sie denn schon wisse, was da draußen vor sich ging. Ob sie wohl schon jemals von den alten Kreaturen gehört hätte. Tara - Lia hielt diese Sachen für Märchen, die kleine Mädchen davon abhalten sollten, abends noch allein rum zu laufen. Und anscheinend klappte das auch recht gut, denn niemals hatte sie, während es anfing dunkel zu werden, eine ihrer Freundinnen getroffen. An diesem Abend kam Tara zum ersten mal der Gedanke, daß ihr Vater eine bestimmte Gefahr meinte, die wirklich so existierte. Obwohl, wenn das Mädchen ehrlich hätte sein sollen, hätte es zugeben müssen, daß sie das nur um so neugieriger machte.
In seiner Höhle lag der junge Drache und schaute lange sein neues Juwel an. Seine Mutter hatte sich damit zufrieden gegeben, aber Mahradian störte irgendetwas daran, ohne daß er es hätte genau benennen können. Es lag sicher nicht an dem Wert des Schmuckstücks, der konnte nicht unter dem des verschenkten sein. Nein, es war eher das Gefühl gewesen, der andere Juwel hätte so etwas wie eine Seele gehabt. Der Jungdrache schüttelte den Kopf, alles Blödsinn. Tatsächlich plagten ihn aber auch noch andere seltsame Gefühle, irgendwie war ihm als spüre er Zorn, der dem Mädchen galt, das ihn gerettet hatte, und er spürte außerdem, daß irgendeine Gefahr heraufzog. Als er sich umschaute, merkte er auch, daß seine Mutter ebenfalls nervös geworden war. Und das, obwohl so schnell nichts die alte Drachenfrau aus der Ruhe bringen konnte.
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 27.08.2000    um 04:54 Uhr   
Obgleich seine Mutter ihn warnte, ging Mahradian nach draußen, hauptsächlich von seiner Neugier aber auch von innerer Unruhe. Die Gegend war in jener Nacht neblig, und es regnete. Abgesehen von diesem schlechten Wetter schien es auch nichts bemerkenswertes zu geben. Doch der Jungdrache schnüffelte genau, und plötzlich hatte er etwas in der Nase, das seine Unruhe bestätigte, der Geruch nach Blut. Die scharfen Drachenaugen brauchten nicht lange, bis sie das Wesen ausgemacht hatten. Auf den ersten Blick hätte Mahradian in der Dunkelheit gesagt, es sei ein weiterer Drache, doch das stimmte nicht, jedenfalls nicht genau. Ja, der Körper war schon geformt wie der eines Drachen, doch der Kopf war falsch, war er doch der übergroße Kopf eines Wolfes. Und da, wo bei Mahradian harte Schuppen und Panzerplatten waren, schien das Wesen vor ihm nur ein dichtes Fell zu haben. So etwas hatte das Drachenkind noch nicht gesehen, und einen Augenblick lang wollte es nach seiner Mutter rufen. "Du bist ein seltsamer Drache. Wo kommst du her?" fragte Mahradian sein Gegenüber schließlich stattdessen. Es dauerte einige Augenblicke, bis der andere antwortete, währenddessen Mahradian feststellte, daß die Verletzung des Fremden nicht schlimm war, eigentlich nur ein Kratzer. "Ich bin ein Wolfsdrache, von seltsamen Magiern geschaffen. Wo ich herkomme, weiß ich selbst nicht. Wahrscheinlich von der anderen Seite der Welt," erklärte er. "Hast du auch einen Namen? Und vielleicht solltest du mit in unsere Höhle kommen!" schlug der junge Drache vor und der andere nickte. "Mein Name ist Juwelys," stellte er sich dann vor. Auch Mahradians Mutter konnte ihre Überraschung nicht verbergen, obwohl sie schon viele Wolfsdrachen zu Gesicht bekommen hatte. Aber das letzte Mal war eben viele Jahrhunderte lang her, und jetzt einen jungen Vertreter (wenn auch ein wenig älter als ihr eigener Sohn) dieser Art zu sehen, verwirrte sie sehr. "Du weißt etwas über die Wolfsdrachen?" fragte Mahradian sofort neugierig, und auch Juwelys schaute gespannt, denn er schien über seine eigene Art nicht viel zu wissen. Und die alte Drachin begann langsam zu erzählen:
"Es war zu einer Zeit, in der ich selbst beinahe noch ein Jungdrache gewesen bin, und damals waren die Zeiten anders, es gab sehr viele Drachen, und die Menschen waren daran gewöhnt, einen von uns zu sehen. Aber es war auch die Zeit der Magier, die Juwelys eben erwähnte, und diese Magier waren nicht gerade Freunde der Menschen oder Drachen, die damals beinahe immer gemeinsam auftraten, mußte der eine sich verteidigen. Zuerst hatten die Magier kaum Möglichkeiten, diesen Armeen zu trotzen, das Land der Menschen und uns blieb ihnen verwehrt. Natürlich verfügten sie über mächtige Zauber, aber wir Drachen sind bis zum heutigen Tage dagegen immun und einige von uns beherrschen sogar selbst einige wenige Zauber. Ihre einzigen Verbündeten waren einige Wolfsrudel, und auch der Kampf Drache gegen ist ungleich, also erlitten die Magier jedes Mal bittere Niederlagen, wenn sie einen Angriff wagten. Alle hörte man nichts von ihnen, und das Leben hier ging seinen ganz normalen Gang, die Menschen lebten, wir auch und ab und zu nahmen wir die sogenannten Drachenkinder der Menschen (Mahradians Mutter erklärt hier ihrem Sohn und Juwelys erst mal, was es damit auf sich hat) in unseren Reihen auf. Diese "Drachenkinder" würden einmal die Bindeglieder zwischen Mensch und Drache darstellen. Niemand ahnte, daß die Magier auf der anderen Seite sich eine ähnliche Verbindung überlegten und dann erschufen sie den Wolfsdrachen. Über die Wölfe wurde zu dieser neuen Drachenrasse Kontakt gehalten, denn es schien, als haben nur sie dieselbe Sprache. Wir wurden alle überrascht, und beinahe wären unsere Länder einfach überrannt worden, wären nicht ein paar der Drachen auf die Idee gekommen, mit ihren immerhin verwandten Brüdern auf der anderen Seite zu sprechen oder es wenigstens zu versuchen. Drachenblut mußte dicker als Haß und Krieg sein, und wäre dem nicht so
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 31.08.2000    um 00:22 Uhr   
Doch noch wurde Tara - Lias Neugier von ihrer Angst gebremst, denn ihre Phantasie begann ihr grausige Kreaturen zu zeigen, so bald sie erst mal den Gedanken faßte, daß da draußen tatsächlich mehr als nur normale Tiere und Dunkelheit sein könnte. Und so war es ihr in jener Nacht lieber, ihren Hund in ihrem Bett zu wissen. Man wußte nie, was auch zum Fenster hereinsteigen konnte. Nach langem Herumwälzen schlief sie endlich ein. Doch es dauerte nur wenige Minuten bis sie wie im Traum wieder aufstand, wobei sie sich noch nicht mal wieder anzog, sondern im Nachhemd blieb, und der Hund sprang ihr hinterher. Es war einfach, als ob sie von etwas angezogen werden würde, sie mußte da jetzt raus. Und leise schloß sie die Tür des Hauses auf, so daß ihre Eltern nicht wach wurden. Draußen tanzten die Schatten, und es war unheimlich. Das Mädchen wollte sich zurück ins Bett legen, und ging trotzdem weiter, mit dem Hund an ihrer Seite. Das Tier witterte Gefahr und wurde panisch, aber Tara ignorierte das, bis ihr ein seltsames, nur entfernt menschenähnliches Wesen mit einem grausigen Brüllen vor die Füße sprang. Tara - Lias Hund knurrte, wie er noch nie zuvor in seinem Leben geknurrt hatte. Die Kreatur schien schon zu verwesen und verfügte über 3 über den ganzen Kopf verteilte Augen, eines vorne, eins an der Seite und eines hinten, auch der Mund war ein furchtbares Maul, so daß das Mädchen glaubte, er könnte ihr mit einem einzigen Biß den Kopf abbeißen. Sie stand wie erstarrt, konnte noch nicht einmal schreien, als sie hörte, wie das Wesen ein einziges Wort heulte: Futter!! Ein verwester Arm schlug nach Tara - Lia, das Maul kam näher, doch plötzlich, als das Mädchen schon glaubte, ihr Ende sei nah, sprang ihr Hund plötzlich in die Höhe und verbiß sich in einem Auge. Endlich konnte Tara - Lia sich wieder rühren, und sie lief, obwohl sie einerseits ein schlechtes Gewissen hatte, daß sie ihrem Hund nicht helfen konnte sondern einfach verschwand, andererseits sah sie sowieso keine Möglichkeit wie sie dem tapferen und treuen Tier helfen konnte. Also rannte sie als wäre der Teufel hinter ihr her, und vielleicht war das auch so. Mit zitternden Fingern schloß sie die Tür wieder auf, vergaß die Tür wieder richtig zuzumachen und legte sich so schnell wie möglich wieder ins Bett ... und schlief. Am nächsten Morgen glaubte sie einen Atemzug lang, daß sie alles nur geträumt habe, doch dann schlug sie die Decke zurück und sah ihren Hund, der eine blutende Wunde an der Seite hatte, aber lebte. Aber es war sehr knapp, und ohne die Hilfe einer Heilerin würde er es kaum schaffen.
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Nutzer: farsinion
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geschrieben am: 31.08.2000    um 00:58 Uhr   
klasse geschichte bitte weiter so
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 02.09.2000    um 00:02 Uhr   
Das war der Moment, an dem Tara - Lia das alles viel zu weit ging und sie fing an, sich zu wünschen, sie hätte Mahradian nie getroffen, vielleicht wäre sie dann auch in der Nacht nicht hinaus gelaufen, und ihr Hund wäre noch unverletzt. Das viele Blut, und das Mädchen wußte kaum, wo sie das Tier noch anfassen sollte. Dennoch gelang es ihr schließlich, den Hund vorsichtig auf den Arm zu nehmen, obwohl ihr sein Gewicht schon zu schaffen machte, doch selbst laufen konnte er jetzt nicht, und es war ja auch nicht so weit bis unten ins Wohnzimmer ihrer Eltern. Mit der wenigen Kraft, die das Tier noch hatte, richtete es sich auf, und begann, Tara - Lia das Kinn abzulecken. Das war der Moment, in dem sie die Tränen nicht mehr zurück halten konnte. Ihr Vater war arbeiten, und so fand sie nur ihre Mutter, die sie entsetzt anblickte. "Was ist passiert? Ihr ward doch nicht etwa draußen heute nacht?" fragte sie mit beinahe zitternder Stimme. Ihre Tochter wußte nicht, was sie sagen sollte, hatte sie das doch nicht mit Absicht getan. Das Mädchen senkte den Blick und murmelte:" Es war, als würde mich etwas hinausziehen, und der Hund ist mir gefolgt!" Ihre Mutter war sich zwar nicht sicher, ob sie das glauben konnte, sie kannte ja ihre neugierige Tochter, die Grusel - Geschichten eher neugierig machten als abschreckten, nun brauchte der Hund erst mal Hilfe und alles andere konnte man auch später klären. Sie nahm Tara - Lia den Hund ab, der ihr auch schon zu schwer geworden war und sagte:" Komm wir gehen zum Heiler, er kann ihn sicher retten!" Und so machten sich die 3 auf den Weg. Auch der Heiler schien ein wenig schockiert von dem Anblick des Patienten, doch er lächelte dem Mädchen zu:" Das wird schon!" Dann machte er sich daran, den Hund zu betäuben, die Wunde zu säubern und anschließend zu nähen. Erst danach, als der Hund noch friedlich schlief, seufzte er. "Tara - Lia, ihr seid nachts draußen gewesen, nicht wahr? Das war nicht der Biß eines anderen Hundes!" erklärte er. Das Mädchen gab es kleinlaut zu, aber ihre Mutter mochte nicht, daß er in einem solchen Ton mit Tara sprach. "Das heißt?" fragte sie sachlich, sie hatte zwar auch mit Entsetzen reagiert, als sie das erfahren hatte, aber alles, was sie gesehen hatte, war eine wenn auch tiefe Wunde gewesen, um die sich der Heiler gekümmert hatte. "Ich bin mir nicht sicher, aber es kann sein, daß dieses Wesen, das deinen Hund angriff, ihn mit einem Fluch belegt hat, und wenn dem so wäre, gibt es nur wenige Leute, die ihm dann noch helfen könnten," erklärte der Mann traurig. "Er müßte sterben?" fragte das Mädchen und wurde kreidebleich vor Angst. Und der Heiler nickte. "Es sei denn, du findest einen Drachen, der einen Gegenfluch spricht!" erwiderte er dann plötzlich. Und Tara - Lia flüsterte einen Namen.
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Nutzer: gaiasklaue
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geschrieben am: 04.09.2000    um 14:16 Uhr   
Sei gegrüßt!
ich habe endlich auch mal den Weg hierher gefunden und deine Geschichte gelesen.
währe doch schade, wenn ich dies nicht gelesen hätte.
Jetzt weiß ich auch, was es mit dem Wolfsdrachenjunges auf sich hat...
geht die Geschichte noch weiter? *fg*
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 15.10.2000    um 16:28 Uhr   
Nur leider wußte Tara - Lia nicht, wo sie den Drachen finden sollte. Lange schaute sie, wieder zu Hause angekommen, von ihrem Hund zu dem Juwel, das der Drache ihr geschenkt hatte. Vielleicht konnte das Juwel sie führen, nur wußte das Mädchen nicht, wie sie zu dem Geist Kontakt aufnehmen konnte, wenn er das nicht von sich aus tat. Dem Hund schien es währenddessen immer schlechter zu gehen, aucn wenn man jetzt äußerlich keine Wunde mehr sehen konnte, und die Vermutung des Heilers wandelte sich immer mehr zur Gewißheit. Tara - Lia stand auf und nahm das Juwel in die Hand und wünschte es sich so sehr, aber nichts passierte. Dann schaute sie den Hund tapfer an. "Wir werden in den Wald gehen und Mahradian suchen," sagte sie zu ihm, als könne der Hund sie wirklich verstehen, und einen Atemzug lang erschien es Tara - Lia tatsächlich so.
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 29.11.2000    um 08:03 Uhr   
Beide verloren keine Zeit und brachen sofort auf. Der Hund suchte sich einen Weg durch den Wald und schien etwas zu suchen. Nach einer Weile fing Tara an, nach dem Drachen zu rufen, obwohl sie nicht mal wußte, ob er hier war, aber sie wußte immerhin, daß Drachen gut hörten. Vielleicht würde ihn ihr Rufen auch noch erreichen, wenn er nicht wirklich in der Nähe war. Mahradian war nicht nah genug, aber sie trafen den jungen Wolfsdrachen, der sich jedoch nicht hinter den Bäumen hervorwagte. Aber Tara - Lia und ihr Hund hörten ihn schließlich immer wieder Mahradians Namen murmeln. "Wer bist du?" fragte das Mädchen leise. "Kennst du ihn? Es ist wichtig!" Nach einer Weile begriff Juwelys, daß von seinem Gegenüber keine Gefahr ausging und trat hervor und Tara erklärte ihm alles aufgeregt. Einen Moment lang schaute der Wolfsdrache immer wieder vom Hund zum Mädchen und umgekehrt, und überlegte, ob er es wagen konnte, sie zu Mahradians Höhle zu bringen. Von einem "Drachenkind" würde keine Gefahr ausgehen, aber Juwelys kannte diese Geschichten nicht, dennoch entschied er, daß er es wagen konnte.
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