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Halbtot oder: Das Siechtum

Nutzer: khadija
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geschrieben am: 15.08.2000    um 22:59 Uhr   

Halbblinde Augen starren in die milchig weiße Leere,
die rechte Gesichtshälfte ist gelähmt vom zweiten Schlaganfall.
Halbtaube Ohren vernehmen Gemurmel nur von fern.
Zittrige Hände die nicht mehr unter Kontrolle scheinen.
Der Mund mit der erlahmten Zunge, die Mühe haben Wörter zu formen.
Niemals möchte ich so alt werden!
Niemals möchte ich so siechen!!
Lieber nehm ich mein Leben selbst in die Hand... oder gebe es ab...

[i]Den Anblick von meinem Opa heute, nach seinem zweiten Schlaganfall, werde ich wohl nie vergessen...[/i]
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Nutzer: witchcraft
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geschrieben am: 15.08.2000    um 23:55 Uhr   
Liebe Khadija,
ich habe meinen Großvater vor 4 Jahren nach einem Schlaganfall gefunden und ihn kurz darauf verloren und auch ich sah in milchige Augen und hörte rasselndes Atmen...
Man vergißt es nie aber mit der Zeit läßt das Grauen nach.
Ich drücke dich,sei stark,Witchcraft
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Nutzer: Tendrick
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geschrieben am: 16.08.2000    um 10:37 Uhr   
Die Erinnerung kann ich nicht von dir nehmen, meine liebe Freundin, doch kann ich mit meiner Präsenz ein wenig Balsam sein, der Deine Wunden heilen läßt...
So habe ich es Dir versprochen und so will ich mich daran halten *lächelt freundschaftlich und umarmt Khadija*
Tendrick, der Lichtelf
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Nutzer: Xelessia
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geschrieben am: 16.08.2000    um 10:44 Uhr   
denkt an ihren Opa..
er starb einfach so..
am morgen hatten wir noch mit ihm telefoniert und am abend wurde er auf einer bank gefunden.. thrombose im Bein.
Krankenhaus Intensivstation..
seine letzten tage vergingen.
Seine Tochter besuchte ihn
Es wird alles gut flüsterte sie ihm, doch er schloß die Augen und wachte nicht mehr auf.
Ich durfte nicht mehr zu ihm damit ich ihn in meiner Erinnerung behalte in guten Augen und nicht sehen mußte wie seine letzten stunden vergingen.
Eigendlich eine schöne art zu gehn..
kein langsames jahrelanges quälen, aber auch nicht urplötzlich durch Unfall oder so..
Er konnte mit dem Leben abschließen..
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Nutzer: Gast_Shadowdance
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geschrieben am: 16.08.2000    um 16:52 Uhr   
nickt verständnisvoll und traurig.
Solange jemand lebt ist Hoffnung, auch ist sie noch so winzig:
ich kannte einen fröhlichen alten Herrn aus der Nachbarschaft. Er unterhielt sich gerne und viel mit mir. Dann sah ich ihn lange nicht. Eines Tages begegnete er mir wieder auf der Strasse. Ich sah ihn, erkannte ihn und war fassungslos über seinen Anblick. Ich erfuhr, daß er einen 2. Schlaganfall gehabt hatte. Es ging ihm sehr schlecht, aber er wollte leben, er gab nicht auf. Unendlich langsam und mühselig überwand er die halbseitige Lähmung, lernte laufen, sprechen, gebrauchte ein Hörgerät und lachte mich eines Tages wieder an: "Hallo, ich hab's geschafft!" Es hatte 2 lange Jahre gedauert, bis er sich erholte.
Die Chance, daß jemand so etwas schafft, ist ganz gering, aber sie ist vorhanden.
Das Bild haftet lange im Gedächtnis, das Erschrecken, die Angst, der Schmerz und die Trauer nehmen mit der Zeit ab. Ich fühle mit
Dir khadija und den anderen, die hier geantwortet haben, von meiner Familie leben
viele nicht mehr ...
Shadowdance
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Nutzer: Gast_hobbitmädchen
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geschrieben am: 16.08.2000    um 19:20 Uhr   
Erinnert mich an meinen Opa, Shadowdance, "nur" daß es sein 1. Schlaganfall war, er kann mittlerweile auch wieder recht gut laufen und sprechen.
Aber mein Vater hat das nicht geschafft, ihn siechte der Krebs dahin, und starb dann erwartet (denn wer überlebt schon Krebs?!) und doch unerwartet. Mit meiner Schwester kam ich vom Spielplatz (ich war 11 Jahre alt), und erfuhr, mein Vater sei verblutet.
Ich weiß nicht, was ich mache, sollte ich einmal Krebs haben, ob ich vermeiden würde so zu sterben wie mein Vater.
Hobbitmädchen
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Nutzer: witchcraft
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geschrieben am: 16.08.2000    um 19:24 Uhr   
..und sei bei ihm,auch wenn er nur daliegt,rede,er versteht,auch wenn es nicht so scheint.
Als ich die Rettung verständigt hatte und mit im KH war hielt ich seine Hand und obwohl er an diversen Geräten angeschlossen war klammerte er sich um meine Finger wie um einen letzten Halt.
Die Ärzte mußten seine Hand aus meiner lösen.Aber ich hoffe und glaube das er wußte,ich bin da.
Umarmt dich,Witchcraft
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Nutzer: Gast_day-walker
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geschrieben am: 17.08.2000    um 00:35 Uhr   
ich denk an dich...
Day
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Nutzer: lilyan
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geschrieben am: 18.08.2000    um 13:48 Uhr   
Schweigen gibt mehr als Worte.
Sterbende hören die Worte nicht mehr, aber sie fühlen. Deine Hand ist ihre Verbindung zum Leben, das letzte Zeichen der Liebe, das Du geben kannst.
umarmt Euch traurig, wenn auch unbekannt
Lilyan
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