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geschrieben am: 18.08.2000 um 23:12 Uhr
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Der Grund warum es Kriege und Armut gibt, liegt im Wesen des Menschen.
Der Mensch wird geleitet von Trieben, Neigungen und Wünsche, die seinen Willen formen.
Widerstände, die seinem Willen im Wege stehen ,möchte er beseitigen, darum strebt er nach Macht.
Macht ist die Fähigkeit, seinen Willen gegenüber Widerständen durchsetzen zu können.
Macht wirkt anziehend auf viele Menschen und ist mit Bewunderung und sozialer Anerkennung verbunden.
Nur das macht glücklich, was man mehr kann oder mehr hat als andere.
Differenz bildet das Fundament des "Wohlstand-Glückes" - darum trachten nur wenige wirklich nach Beseitigung von Krieg und Elend.
Das Geld, das die Entwicklungsländer erhalten, wird in den meisten Fällen für das Militär ausgegeben.
Dies fördert unsere Rüstungsindustrie.
Das Geld für die Entwicklungsländer ist daher meist nur eine indirekte Subvention der Rüstungsindustrie - und daher auch eine indirekte Förderung unseres Wohlstandes.
Und was liegt uns Spießbürgern, so hat es die Vergangenheit stets gezeigt, näher, als ein sicherer Arbeitsplatz und das damit verdiente "Brot"?
Dafür sehen die Menschen, wenn es sein muß, über Mord, Vergewaltigung, Folter und die anderen Unartigkeiten der mordernen, aufgeklärten, intellektuellen und ach so toleranten Welt hinweg.
Nungut, dies alles bezieht sich nur auf offizielle Fördermittel, betrifft private Spendenaktionen (wie die Eure) nicht, die wirklich etwas verbessern können.
Nun, was wäre aber, wenn die Menschen in der dritten Welt nicht mehr in Massen verhungern würden?
Der Mensch würde den Planeten überschwemmen und ihn kahlfressen wie die Heuschrecken die Felder.
Die Länder der dritten Welt müssten also unsere Gesellschaft angepaßt werden, unsere "Familienplanungsideologien" und Verhütungstechniken übernehmen.
Das wäre doch etwas intolerant, oder?
Wir sollten ihnen das nehmen, was wir ihnen genommen hatten, die Kultur ihre Väter/Mütter, auf daß sie wieder für sich selbst sorgen könnten und ihren Stolz wiederfänden.
Anders würden wir das schlechte Gewissen über die "Ursünde" der Kolonialzeit nicht los.
Dies ist aber völlig unmöglich, wir können sie nicht mehr zu dem machen, was sie einmal waren.
Die Wirtschaft und die unbekannten Größen, die die Welt gestalten, haben daran auch kein Interesse.
Wenn wir allerdings nur ein Leben retten mit dem, was wir spenden, dann ist das schon unendlich viel.
Wir dürfen solche Spenden jedoch nicht als eine Art Ablaß ansehen, mit dem wir uns reinwaschen.
Und wir müssen immer dran denken: der Mensch, der durch unsere Spende heute satt wird, muß morgen wahrscheinlich wieder hungern.
Besser als Spenden wäre, wenn sich die Menschen ändern würden.
Das würde sich in der Familie, auf der Arbeit, in der Politik - einfach überall auswirken.
Aber das geht nicht, weil es nur einzelne sind, die Charakter haben und dem Begriff Mensch wenigstens etwas positives hinzufügen.
Nicht Religionen, Staatsformen, Völker usw. sind die Bausteine des "Bösen" in der Welt, sondern der aufstrebende Yuppie; der autoritätshörige, pflichtbewußte Stempelbeamte; der am Sonntag golfspielende solargebräunte Arzt; der machtbewußte Politiker; die Milliardärsfrau, die sich für die deutsche Prostata-Hilfe engagiert; usw..
Sie alle sind gesellschaftlich anerkannt und bewundern wir sie nicht alle ob ihres starken Willens und ihres charismatischen Auftretens?
Jetzt wird mir gleich schlecht, euch bestimmt auch, weil ihr sovielen Buchstaben einen Sinn abringen mußtet, deswegen nun eine letzte Schlußbemerkung:
Wir sitzen tief in der Scheiße, Leute, also schwengt eure Parfüm-Flakons und singt mit:
"...der Anton aus Tirol..."
mfg [i]hehehe[/i]
Sam
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 18-08-00).] |
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