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Wolfstränen

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geschrieben am: 04.09.2000    um 15:46 Uhr   
Die Dämmerung am Horrizont
-Die Wunde im Inneren der Seele


1. Sturm und Verderben
-Amazonasgebiet; Ende 1999
Der blutrote Schleier seines Zorns lichtete sich, er schmeckte das übelrichende Fleisch, das seine Kiefer zermalmten, und er erspührte die Würmer, die seinen Hals herunterglitten, wie Vorboten der Plage, die an seiner Seele nagen würde, wenn er jetzt nicht den uralten Instinkt beiseite schieben würde, die seine rationales Denken blockierten und nur Raum für ureigene, wilde Emotionen ließ.
Er riß seine Klauen aus dem zerissenen Leib des übelrichenden Leichnahms, der einst vor langer Zeit mal ein menschliches Wesen gewehsen sein mochte, aber jetzt nicht mehr.
Dieser Mensch war befallen gewehsen. Befallen durch das Übel, das auch an seiner Seele nagte, wenn er den Instinkten, die immer noch in seiner Brust wüteten nicht Einhallt gebieten könnte.
Angewiedert spuckte er die von ünbeschreiblichem glibbrigen Schleim triefenden Tentakel aus seinen mächtigen Kiefern. Der Gestank des Verderbers ließ ihn würgen, und er spie die Würmer aus, die sich anschickten weiter in sein Innerstes zu krichen.
Da konnte er seinen Ersten Gedanken wieder klar fassen, die wilden, zorngeladenen Ausbrüche waren verraucht, und er spürte den bohrenden, zuckenden Schmerz der vergifteten Wunden, die die Kreaturen mit ihren schleimigen Tentakeln und geifernden Zähnen gerissen hatten.
Die Eintrittsstellen der Kugeln schlossen sich bereits kribbelnd und ein leichter Schmerz durchzuckte seinen Verstand. Sein einst prächtiges Fell hing stinkend vom Schleim und zerfetzt hinunter. Er erblickte seine fehlenden Finger der rechten Klauenhand vor sich liegen. Eines seiner Augen war verletzt worden, und er sah nur verschwommen die Gestalten, die zerfetzt und unmenschlich verkrümmt überall um ihn herumlagen. Er schaffte es mit einer schmerzlichen Ansträngung sich der Leiber zu endledigen, und sich aufzurichten.
Wie von Thors Hammer gefällt fiel er brüllend und geifernd wieder zwischen den dahingeschlachteten Leibern, seine mächtigen Arme wirbelten herum und versuchten Halt in der widerlich glitdschigen Masse zu finden. Seine Klauen rissen dabei die aufgeblähten Leiber auf, und gelbe, nach Verderben stinkende Gallerte glodderte über ihn.
Sein rechter Hinterlauf war nichts weiter als eine blutige Masse getrockneten Fleisches und selbst ihm wurde schwindelig vom Geruch des verbrannten Fells und des Fleisches, das einst sein eigen war.
Doch der uralte für den Kampf geschaffene Metabolismus einer Kampfmaschine und eines Teils des Immunsystems Gaias, ließ eine erlöhsende Ohnmacht nicht zu.
Endsetzen fraß sich in sein Verstand, als er den zerissenen Leib seines Kampfgefährten und Freundes Grauer-Heuler vor sich sah, dessen aufgerissene, endsetzlich lehren Augen ihm aus dem brutal abgerissenen Schädel des einst stolzen CrinosWolfes anstarrte.
Er schrie auf und ein tiefes Grollen entronn seiner Kehle, das einem Menschen den Verstand geraubt hätte.
Sie sind Tod, alle waren sie Tod.
Entsezt wehrte sich noch sein Verstand das geschehene Schreckniß zu begreifen.
Mit einer Schnelligkeit war die nahmenlose Wut, der schreckliche selbstzerstörerische Zorn, der bohrende Haß wieder da und fraß sich in seinen Verstand.
Alle waren sie Tod. Sie hatten den Weg der wahren Nachfahren beschritten und waren nicht zurückgewichen, als die Diener des Wyrm kamen. Sie hatten ihnen bis zu letzt die verdorbenen Herzen rausgerissen und ihre stinkenden Leiber zerissen.
Sie alle waren den Weg gegangen, und würden in Walhalla auf ihn warten.
Bilder rannten durch den umnebelten Geist, Gerüche, Namen, Erinnerungen. Schwestern, Brüder, Vater, Mutter, die Weggefährten......
Der Zorn spühlte den letzten Rest Vernunft hinfort, und das Tier erwachte erneut in ihm, ließ ihm die Schmerzen vergessen.
Er reckte die Klauen genn rauchverhangenem Himmel und brüllte seine Wut hinaus, eine Herausforderung an alle, die dem spurlosen Pfad des Wyrm fo

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Nutzer: gaiasklaue
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geschrieben am: 05.09.2000    um 13:52 Uhr   

2. Monsterjäger
Verdammt noch einmal, so hatte er sich seine neue Chance aber ganz und garnicht vorgestellt.
Zitternd nahm er den Finger vom Abzug seines Sturmgewehres, dessen Schlagbolzen schon ins Leere schlug. Um ihn herum lagen die leeren Patronenhülsen, die an der Seite seines Sturmgewehres herausgeschleudert wurden, um im Lauf Platz für neue, tödliche Wahre zu schaffen. Er hatte all seine Magaziene mit den Silbergeschossen, und auch die Spezialmunition, bestehend aus mit Silbernitrat gefüllten Hohlgeschossen verschossen, und noch immer wollte sein Verstand nicht so recht daran glauben, was gerade passiert war.
In den Seminaren seines Ausbilders hatte er schon solche Monstren gesehen, aber wenn sie in echt vor einem Standen. Wütend, riesig groß, mit Kiefern, wie Stahlklammern und Klauen, die einem die Splitterschutzweste mit leichtigkeit zerfetzen.
Aber das Schlimmste waren nicht die Zähne oder Krallen und auch nicht ihre schiere Größe und Masse. Ihre Augen hatten ihn Erstarren lassen, und ihr Tierhaftes Gebaren und die schrecklichen Laute, die sie ausstießen. Als er an ihr tiefes Knurren dachte, lief es ihm kalt den Rücken herunter.
Und schnell waren sie und tödlich. Niemals sah er etwas mit solch einer schieren Brutalität, Schnelligkeit und Präzision töten.
Es waren Monster.
Und es würden Leute, wie er und seine Kammeraden benötigt werden, die Menschheit vor ihnen zu schützen.
Sie starben, wie alles andere auch, man konnte sie töten, dachte er.
Und er selbst hat dabei geholfen einige von ihnen zu töten. Aber niemand, außer seines Vorgesetzten würde davon erfahren, die unschuldige Bevölkerung sollte es niemals erfahren. Es würde keine öffendliche Anerkennung geben, dachte er schwermütig.
Endlich nahm er sich zusammen, und ließ seine Waffe sinken.
Sie waren noch rechtzeitig gekommen. Er war Mitglied eines Rangertrupps. Sie waren weiter weg am opperieren, als der verzweifelte Funkspruch nach Hilfe kam. Er erinnerte sich an sein Endsetzen und das seiner Kammeraden, als sie die Laute des Kampfes über Funk mithöhrten.
Diese Schreie, das Knurren, diese wiederlichen reißenden Geräusche, das Brüllen der Waffen lag noch immer in seinen Ohren.
Während seiner Zeit bei der Fremdenlegion hatte er ja schon einiges gesehen, aber das hier überstieg sein Verständniß.
Er wurde zwar im Ausbildungslager der First Teams auf das vorbereitet, was sie erwarten würde, aber das hier leibhaftig zu sehen, ließ ihn verzweifeln.
Er erinnerte sich an seine erste Empörung, als er von den First Teams aufgenommen wurde, und von der Gefahr erfuhr, die die Menschheit bedroht.
"Die Monster sind unter uns, sie sind überall und könnten jeder sein, ja, auch ihr Nachbar...." hatte sein Drillsergeant immer gesagt.
Wut stieg da in ihm auf, und er war endschlossen, der Gefahr endgegenzutreten, der die Menschheit und die Erde ausgesetzt war. Er wollte ein Teil des Widerstandes sein, eine Waffe in der Hand des gerechten Zorns, zum Schutz der unschuldigen Menschen.
Aber dieses Monster leibhaft zu sehen, ihm Auge in Auge gegenüber zu stehen, hatte ihn erst die nackte Angst beschert und dann die Endschlossenheit des kalten Zorns, die ihm ermöglichte dieses Monster zu vernichten.
Dieses widerwärtige, stinkende Ding, wie es in all dem Blut und der Leiber stand, widerwärtig endstellt. Diese leere Augenhöhle, dieses verkrustete Fell, dieses Ding, er hatte es vernichtet.
Er hatte die Erde von eines der Monstren befreit, und das erfüllte ihn mit Stolz.
Die Schmerzhafte Behandlung in den Laboratorien der Einheit hatte sich gelohnt, er empfand nicht die Schwelle des Wahnsinns, die der Sergeant beschrieb, die normale Menschen beim Anblick solcher Abscheulichkeiten befällt, und die ihre Existens verschleiert.
Er war immun gegen ihre Tricks, er war ein Jäger, ein Soldat, der sich der Gefahr endgegenstellen konnte, und genau das hatte er und seine Kammeraden vor gehabt.
Noch immer stand er und die anderen
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Nutzer: gaiasklaue
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geschrieben am: 08.09.2000    um 09:40 Uhr   
3. Tage des Zorns
-Deutschland; 22. Dezember 1999
-geht noch weiter, bitte haben sie noch etwas Geduld, und verfallen sie nicht gleich dem Zorn.....

[Diese Nachricht wurde geändert von: gaiasklaue (geändert am: 16-09-00).]
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