Dienstag, 20. April 1999
Götter
Ich stand da und hielt die Hand meines Vaters, den ich so geliebt hatte, noch in meiner Hand.
Wußte das er tot war, wollte nicht los lassen, konnte die fülle an Emotionen nicht verarbeiten.
Würde ich jetzt schreien würde all mein Leid herausschreien die Welt würde zerbrechen.
Es ist schwer zu beschreiben was mich in diesem Moment bewegte. Vielleicht gelingt es mir nicht, vielleicht versteht Ihr es nicht. Meine Seele wurde eins mit der Situation, verschmolz mit ihr zu einem Ganzen. Trauer, Haß, Leid, Liebe, Kraft und Hoffnung all das war da, war übermächtig, wollte mich erdrücken. Unbarmherzig, gnadenlos und doch einträglich. ------- ----- Schrieb damals von der verfluchten und geliebten Erde. Hab meine Seele eingefangen mit all der Kraft und dem Leid der Situation, spürte die Urgewalten in mir kann sie nun entfesseln, --------- jederzeit.
Für einen kurzen Moment war er mir nahe.
Der Gott über Leben und Tod!
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