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°} stumme Schreie {°

Nutzer: °akira°
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Registriert seit: 01.01.2000
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geschrieben am: 04.10.2000    um 21:58 Uhr   
[i]
"Viele Wege führen nach Rom!" Oft hatte Jessica diese Worte gehört, oft hatte sie nach diesen Worten gehandelt und gedacht, oft hatte sie diese Worte im Hinterkopf, wenn sie etwas auf die Beine stellen wollte. Auch dieses mal dachte sie wieder daran. Denn es half!
Langsam stieg sie die Stufen hinauf. Langsam, immer höher und höher. Die Sonne ging grade unter, als Jessica die Turmspitze erreichte. Sie blickte über den Wald, der grade im Licht der untergehenden Sonne leuchtete. Sie lehnte sich gegen die Mauer und genoß den Ausblick. Sie sah in die Tiefe.
Wie hoch war sie? 30 Meter, 40 Meter
Antwort: Hoch genug!
Jessica lief durch den Wald. Es wurde langsam schon dunkel. Sie schlug einen Weg Richtung Stadt ein. Auf dem Weg in die Stadt kam sie an einem großen See vorbei.
Wie tief ist er wohl?
Antwort: Tief genug!
Jessica ging durch die Straßen. Sie mußte sich beeilen, denn ihre letzte Bahn sollte in ein paar Minuten fahren. Schnell ging sie die Treppen hinunter und setzte sich auf eine Bank. Eine Bahn fuhr ein und Jessica fragte sich, wie schnell die Bahn wohl war.
Wie schnell war sie?
Antwort: Schnell genug!
Jessica stand in der Küche und half ihrer Mutter beim Essen machen. Sie holte einige Tomaten aus dem Kühlschrank und wusch sie. Langsam holte sie ein Messer aus der Schublade, um die Tomaten zu schneiden.
Wie scharf ist das Messer wohl?
Antwort: Scharf genung!
Jessica saß mit ihren Eltern im Wohnzimmer und sah fernsehn. Sie beobachtete ihre Elter, wie sie immer mehr von dem Schnaps tranken.
Wie stark ist der wohl?
Antwort: Stark genug!
Jessica stand vor ihrem Spiegel und betrachtete ihr Spiegelbild. Die sanften Züge in ihren Gesicht. Die kleinen grünen Augen, das braune Haar.
Wie bereit war sie?
Antwort: Bereit genug!
stumme schreie, erhört von engeln
die erlösung kam mit der sonne
man fand sie mit einer leeren flasche vodka, die schlagadern aufgeschnitten mit einem küchenmesser, auf dem turm.
stumme schreie, unerhört von denen die helfen konnten
stumme schreie, schreien nicht mehr, denn der schmerz ist nun vorbei
[/i]
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Nutzer: Gast_sircrown
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Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 32

geschrieben am: 06.10.2000    um 00:21 Uhr   
...eine sehr bewegende Geschichte,
egal ob sie nun real oder fiktion ist...
Eine Frage bleibt dennoch offen (bleibt immmer offen), die Frage nach dem: "Warum,
gab es keinen anderen Ausweg...?"
Und: Warum sah niemand ihre Probleme...?"...
[i]...ein nachdenklich davon ziehender
Wanderer...[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: sircrown (geändert am: 05-10-00).]
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