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geschrieben am: 12.10.2000 um 12:31 Uhr
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Ulrich Schaffer:
Noch dunkler wird der Moment,
wenn dich niemand in ihm versteht
und du schweigend ertragen mußt,
was dich ergreift.
Aber in der Sprachlosigkeit
sinkst du tiefer und tiefer
auf den Grund deines Wesens.
Du wirst echter
und denkst nicht mehr an deine Wirkung.
Theorien werden unwichtig,
und es reicht dir nicht aus,
Meinungen zu vergleichen.
Dein Leben ist nicht nur ein Spiel der Gdanken.
Du hast das Vorfeld verlassen,
jetzt ist dein tiefstes Wesen gefordert.
Vielleicht findest du dich selbst
wie nie zuvor,
wenn du so auf dich selbst geworfen bist.
ISBN 3-7806-0507-4
..ich versuch's mal mit einer Erklärung, ob Du mich verstehst, weiß ich nicht.
Nehmen und geben gehört zusammen. In dem Moment in dem ich dir etwas gebe, nimmst du etwas ... aber gleichzeitig nehme ich etwas, das du gibst. Ein Beispiel: ich gebe dir ein Buch (das dir gefällt)... du nimmst es an und freust dich darüber. Ich gebe dir etwas und nehme mir etwas: dir gebe ich das Buch und mir nehme ich die Freude von dir .. denn ich freu mich dann ja auch, weil das Buch dir gefällt. Und du nimmst das Buch und gibst die Freude ... Also: nehmen und geben gehört zusammen.
wer nur nimmt, ist gierig
wer nur gibt, hat vom leben nicht viel begriffen ...
du tust etwas Gutes, warum freust du dich dann nicht über das, was du tust?
muss der andere dir dafür danken? zum einen muss dir jemand überhaupt danken - zum anderen wie lange? du tust freiwilig, was du tust, du tust es gern ... bleib in dem Bereich ... erwarte nicht von anderen, denen du hilfst Gegenleistungen, das ist das Problem vieler Helfer: sie verbittern, weil sie keinen "Dank" der 'Patienten' bekommen. Dein Dank liegt in dem, was du tust, wie du es tust und dass du es tust ... also im Helfen selbst. Verschon dich und die, denen du hilft mit Erwartungen an sie, weil du dann nur enttäuschst wirst. Menschen, die für Hilfeleistungen mehr als ein einfaches 'Danke in Worten' übrig haben, sind sehr selten ... zweibeinige Wunder.
Du hast jemandem auf die Füße geholfen? "Schön", sagt der, "danke nett von Dir" und ist weg. Derjenige will dir nichts Böses, er ist gerade aufgestanden, kann wieder laufen, probiert es und rennt weg ...
zum helfen ist er noch zu schwach und - wer vermutet denn, dass ein Helfer Hilfe braucht? Wende Dich nicht an die, denen du hilfst zum dir helfen zu lassen, sondern an die, die gerade keine Hilfe brauchen ..
Wenn man es weiß, ist es einfach ... bis man es weiß und auch noch begreift, dauert es ein bißchen ... und du bist nicht der Einzige, der daran scheitert. Sogar Profis haben damit Schwierigkeiten.
Shadowdance
P.S. vergiss nicht, dass du nur helfen kannst, wenn du selbst genug Kraft hast, um sie in andere zu invetsieren. Darum sorg bitte dafür, daß dein Reservoir an Kraft gefüllt ist, wenn du hilfts!
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