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Nachtmenschen

Nutzer: dominusnoctum
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geschrieben am: 17.10.2000    um 00:09 Uhr   
Einst als die Nächte länger waren als die Tage, als die Welt noch jung war. In der Zeit als noch nicht so viele Sterne dem Tod anheim gefallen waren, als der Mond noch jede Nacht in seiner vollen Schönheit schien. Die Zeit der Schönheit und der Ruhe war unsere Zeit. Die Zeit der Nachtmenschen.
Doch dann geschah es das die Sonne neidisch auf das silbrige Licht des Mondes wurde. Und sie strebte danach ihn zu überstrahlen und ihm seine Herrschaft streitig zu machen. Und sie verführte die Nachtmenschen sich ihr zu beugen, sie versprach ihnen einen strahlenderen Glanz und preiste ihnen die Vorzüge des Tageslichtes an. Sie prahlte mit ihrer Wärme und bezeichnete das Licht des Mondes als kalt und häßlich. So pflanzte sie in die Herzen der Nachtmenschen die Sehnsucht nach Wärme und dem Licht des Tages. Und sie hetzte die Nachtmenschen gegen die Nacht auf und verlangte von ihnen Sterne zu opfern, damit sie wachsen konnte. Und zahlreich vielen die Menschen ihren falschen Reden anheim. Und schleichend aber unaufhaltsam wurden die Tage immer länger. Mehr und mehr Sterne verblassten. Der Mond wurde sehr traurig den mit der Nacht schwand auch seine Kraft. Bald hatte er kaum noch die Kraft Sich am Firmament zu halten. Doch als die Sonne schon triumphieren wollte, sahen die Nachtmenschen ihren Irrtum ein und gabaten ihr Einhalt. Sie merkten, daß die Sonne ihren Augen Schmerzte und ihre Haut verbrannte. Auch war die Sonne nicht golden und warm wie sie versprochen hatte, denn sie hatte sich in ihrer Gier in einen gleißenden und blendenden Glutball verwandelt. Und die Menschen flehten sie an einzuhalten aber die Sonne war gierig und wollte wachsen bis sie als einzige das Firmament beherrsche. Die Menschen verzweifelten denn sie fürchteten verbrannt zu werden.
Da sah der Mond die Notwendigkeit gekommen einzuschreiten, obwohl ihm in seiner Friedfertigkeit der Kampf zuwider ist. Er stimmte mit seinen Letzten Getreuen das Große Lied der Nacht an und er drehte die Welt von der Sonne weg auf das sie ihr nicht mehr schaden konnte. Als die Sonne Gewahr wurde, daß sie bald auf nichts mehr scheinen würde bekam sie es mit der Angst zutun und sie flehte den Mond um Gnade an. Sie weinte bitterliche feurige Tränen und so erregte sie des Mondes Mitleid und er gewährte das die Welt in Kreisen sich bewegen sollte und sie sich so die Zeit teilen sollten zu gleichen Teilen. Doch selbst jetzt als sie geschlagen war obsiegte immernoch die Gier der Sonne und so kippte sie die Achse der Welt auf das ihr ein größeres Stück zugute käme. Doch der Mocn sah ihren Verrat und kippte seinerseits die Bahn der Welt. So herrscht seitdem ein Gleichgeweicht der Mächte. Und gleichzeitig ist es ein Kampf der Jahr für Jahr andauert und in dem mal Nacht und mal Tag obsiegen. Doch der Verrat der Sonne an den Nachtmenschen ging noch weiter denn sie hatte Furcht in ihre Herzen gesetzt, die Furcht vor dem Dunkel, der Nacht und Schatten. Und in ihrem Haß und um die Nachtmenschen die nun Tagmenschen waren. Gab sie jedem Menschen und jedem Ding einen Schatten sodaß die Tagmenschen immer von Furcht begleitet werden.
Doch noch immer gibt es Nachtmenschen, auch wenn wir wenige sind. Wir leben im Mantel der Nacht und lauschen ihren Melodien, für uns gibt es keine Furcht und wir sind stets geborgen im Lichte und Glanz der Sterne und des Mondes. Unsere Hoffnung liegt in der Zukunft wenn die Sonne ihr heißes Leben beendet und wir in ewiger Nacht mit unseren Brüdern und Schwestern vom Tag vereint sind hier liegt unser Sehnen.
Dominus Noctum
Genießt die Nacht denn sie ist voller Schönheit und in ihr wohnen unsere Träume.

[Diese Nachricht wurde geändert von: dominusnoctum (geändert am: 16-10-00).]

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Nutzer: dominusnoctum
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geschrieben am: 06.08.2001    um 23:50 Uhr   
Und weiter harren die Nachtmenschen auf das ihr Traum wahr werde. Und weiter sehnen sie sich die Zeit ewiger Nacht herbei.

Dominus Noctum
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