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Mehr als alles

Nutzer: Gast_sternregen
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geschrieben am: 22.10.2000    um 19:31 Uhr   
Seit Tagen kratze ich mir die Haut vom Gesicht. Und gestern, ja gestern muss es gewesen sein, da hab ich geweint. Irgendwie kam es einfach so über mich. Alles ganz natürlich wollte ich mir einreden, aber gestern, ja da hab ich etwas verloren. Nein, es war kein Teil meines Lebens oder eine Erinnerung. Es war ein Teil des Scheins und der Illusion, der von mir abfiel. So positiv wie ich es malte ist das Leben nämlich nicht. So negativ wie ich es oft mit den Augen sehe ist es. Aber was sagen schon geöffnete Augen aus? So wenig. Ja, so unendlich wenig gegen die Gefühle, nein, die Sehnsucht die das Leben bestimmt. Und wenn ich nun diese tote Haut von mir abkratze, erscheint mir alles in ganz neuem Licht. Dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Aber, hey, ich hab sie doch geschlossen! Und das ist es was ich verlor: Den Glauben daran den Sinn gefunden zu haben. Gefunden! – stellt euch das einmal vor! War doch alles nur Einbildung. So krank muss man erst mal sein, zu glauben, dass man gefunden hat. Aber wozu auf die Suche gehen, Mensch? Ich brauche jetzt nichts mehr. Ausser vielleicht... ein wenig mehr als alles.
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 22.10.2000    um 22:44 Uhr   
jetzt weiß ich auch, warum mir "etwas vom begehren" so bekannt vorkam - und ich hab schon in der schublade der "großen namen" wie rilke und co. gekramt *gggg*
ich grüße dich, d.
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Nutzer: Gast_sternregen
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geschrieben am: 23.10.2000    um 18:50 Uhr   
jaja aba so kanns einem gehen, net wahr ;-) aber es war kein grosser name, es war nur die kleine von nebenan ;-)
grüss dich lieb
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