| "Autor" |
°} traurige wahrheit {° |
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geschrieben am: 08.11.2000 um 16:54 Uhr
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[i]bin doch auch nur ein mensch.
was will ich denn?
aufmerksamkeit, geborgenheit, liebe
so wie jeder mensch mit gefühlen.
aber was bekomme ich?
dachte ihr wüßtet nicht,
wie ich empfinde,
wie ich denke!
ich versuchte es euch zu sagen!
der schmerz war groß,
als ich merkt, als mir bewußt wurde,
wir sprechen verschiedene sprachen.
die ganze schönheit verschwand,
als der vorhang sich löste,
ich vor der grausamen wirklichkeit,
der zerschmetternden wahrheit stand!
ich hatte auf euch gebaut!
dachte, ich könnte meine welt,
einst völlig zerbrochen,
bei euch wieder aufbauen!
wollte meinen schmerz begraben,
wollte ihn vergessen.
doch es half nichts,
es verfolgt mich bis in den tod!
ich baute auf euch,
doch die hoffnung zerbrach,
die realität, verdeckt durch meine naivität,
kehrte zurück!
ich dachte ihr kümmert euch um mich,
doch was stelle ich fest?
gleichgültigkeit, einsamkeit,
sie decken mich zu, drohen mich zu ersticken!
mein gerade neu gebautes haus,
es geht unter im treibsand,
der damals aussah wie das reinste glück,
wie eine glückliche zukunft.
ich liege auf der schwelle dieses hauses!
bin zu schwach festen boden zu suchen,
kann keine neue zukunft sehen,
und so gehe ich unter im sand der gefühlslosigkeit!
bald werde ich vergessen sein,
wenn mich überhaupt jemand kannte.
denn die menschen, mit denen ich lebte,
sahen mich nie, warum sollten sie es auf einmal tun?
kann niemanden zwingen zu lieben
kann niemanden zwingen zu sehen
kann niemanden zwingen zu reden
kann niemanden zwingen sich zu sorgen
wunderschöner tag - schmerzende ewigkeit
romantische nacht - verhasste dunkelheit
leben im traum - schläge in der wirklichkeit
blume im haar - blutige flecken auf der seele
ich schreie
ich weine
ich flehe
ich sterbe[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.11.2000 um 09:22 Uhr
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Das Leid der Seele
Du, kennst du das Leid der Seele?
Weiß du, wie ich mich in mir drin quäle?
In welche Tiefen will ich noch hinuntersteigen
in mir die Tränen, dunkles Schweigen?
Kein Gott, kein Mensch wird meiner sich erbarmen.
Seid ihr wie ich, ihr anderen Armen?
Allein, getrennt, leidend an mir
blicke ich aus meinem Fenster hinüber zu dir:
ich sehe die Hülle, das Haus deines du
Mensch, deine Türen und Fenster sind zu.
Bang für mich, dich, beginne ich zu ahnen
einzeln, einsam, jeder für sich -
leiden wir in unseren Lebensbahnen.
Warum nicht Hand, Augen, Ohren dir reichen?
Ein stummes, akzeptierendes Zeichen
der Verbindung von mir zu dir im Sein
liebend in sich, ist der Mensch nicht allein.
Angst fühlen, annehmen, in sich tragen
dennoch den Schritt zum Fremden, zu dir hin, wagen.
© 1990, Lebensspuren / Shadowdance
... es gibt Gefühle, die sich nicht ändern: was ich damals schrieb, gilt heute noch genauso.
Das was Du fühlst, können wir vielleicht verstehen, doch wirst Du auch sehen, wenn wir Dich verstehen?
Geborgenheit, Glück, Liebe beginnt innen ... es muss in Dir wachsen, Du bist der Anfang Deiner Welt. Was nicht in Dir ist, kannst Du von außen nicht empfangen. Frag nicht andere um Rat, frag Dich selbst.
Beschäftige Dich mit Deinen Gefühlen, fang gleich an: wie geht es Dir?
Und dann geh in den Buchladen:
J.Konrad Stettbacher "Wenn Leiden einen Sinn haben soll" ISBN 3-455-10304-9
Alles Gute weiterhin...
Shadowdance |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.11.2000 um 17:16 Uhr
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[i]
ein tiefer Atemzug
ein scharfer Blick
ein gereizter Laut
eine abwehrende Geste
nervende Blicke
gehasstes Gerede
störende Fragerei
hilflose Rettungsversuche
°}fleia{°
[/i] |
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