| "Autor" |
Du Kind der Sucht |
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geschrieben am: 25.11.2000 um 18:42 Uhr
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Hast Raum und Zeit vergessen,
Ein Flackern vor den Augen.
Wirst ganz und gar bemessen,
Läßt Dir dein Hirn aussaugen.
Verschenkst dein Blick den Tasten,
Erstarrt lenkst Du dich ab.
Wirst keinen dort belasten,
Allein, wie bald im Grab.
Ein Klicken gleich dem Leben,
Läßt Du dich kühl erfassen.
Im Schein der Sache eben
Liegst Du in Datenmassen.
Du denkst Du wärst gemeinsam
Mit all den Menschen drin.
Verdammt bist Du so einsam,
Verlierst den klaren Sinn.
Benebelt schaust Du runter
Und läßt die Finger klappern.
Gibst Deine Seele munter
Hinweg, ein lautes Rattern.
Und kreuz und quer im Glimmer
Der stromverseuchten Netze,
Verlierst Du dich im Schimmer
Der massenhaften Schätze.
So klink Dich ein und gehe,
Ergib Dich Deiner Welt.
Was brauchst Du Menschennähe,
Hast Dich, der zu Dir hält.
So sitzt Du einsam doch besessen,
Die Beine schwer, die Augen matt.
Und auch die Zeit ist längst vergessen.
Welch Freude Du am Leben hast. |
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