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geschrieben am: 29.11.2000 um 00:30 Uhr
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Der Tag neigte sich dem Ende zu, so wie das Leben aus dem kleinen Körper entwich. Solange hatte er gekämpft, doch nun war sein Kampf zu ende, nun hatte er verloren. Katka, der Fuchs, der einmal so voller Stolz, voller Mut und voller Schönheit war, lag zusammengekauert unter der alten Birke, die ihm so vertraut geworden war. Er legte den Kopf auf seine Pfoten und sah hinunter ins Tal. Ließ seinen Blick schweifen. So viele Male war er dort herumgetollt. Er hatte viele schöne Momente erlebt in seinem Leben und die traurigen wollte er auch nicht missen, lagen vor ihnen doch meist die Wundervollsten. Der Schmerz in seiner Brust ließ ihn den Atem anhalten, das Gras unter ihm färbte sich rot von seinem Blut. Er schloß die Augen und begann zu träumen ...
Er konnte sich noch gut an seine Mutter erinnern, an ihre Wärme, an ihre Liebe. Es schien, das sie nur für ihn auf der Welt war. Für ihn und seine Geschwister. Seine Mutter war damals eine wundervolle Füchsin gewesen, schlau, gerissen und vorsichtig. Sie lehrte ihm und seinen beiden Schwestern alles was sie wußte, führte ihre Familie hierhin und dorthin. Zeigte und warnte. Katka hatte eine glückliche, wenn auch kurze Kindheit genossen. Doch schon bald war es für ihn an der Zeit, seine eigenen Erfahrungen zu machen, auf eigenen Füßen zu stehen und so verließ er seine Mutter und seine beiden Schwestern, die wohl noch einige Wochen bei der Füchsin bleiben würden. Lange wanderte er umher, lernte den Dachs als einen plumpen, aber durchaus würdigen Gegner kennen, den man besser kein zweites Mal unterschätze. Bewunderte die Blechlawinen der Menschen, die sich in einer nicht endenwollenden Lawine durch die Hügel wand. Einmal wäre er fast von so einem Gefährt erfasst worden, doch ein Sprung hatte ihm damals wohl das Leben gerettet. Seither war er vorsichtiger und weniger töricht geworden. Auf grünen Wiesen jagte er nach Mäusen, wanderte an Waldrändern entlang und hinterließ im Neuschnee seine frische Fährte. Als der Frühling wieder seine zarten Finger nach dem Land ausstreckte, fand er eine junge Füchsin, die genau wie er, ihre Wege durch das Land suchte. Es war ein unglaublicher Moment. Voller Aufregung, Erwartung und auch ein wenig Scheu trabte er mit erhobener Rute auf die Füchsin zu. Sie hatte noch nicht das Gesicht seiner Mutter, sie war noch jung und ihr Leben lag vor ihr. Mit einem schmalen Gesicht sah sie ihn kommen. Sie stieß einen nervösen Ruf aus, den Katka vollkommen falsch verrstand. freudig hüpfte er auf sie zu, nur um von ihr einen Biss in die Seite zu ernten. Das saß. Verwirrt hielt er etwas Abstand, leckte sich das Fell und ließ sie nicht aus den Augen. Sie neckte ihn und er fiel ein ums andere Mal darauf herein. Doch schon bald verstand er ihr Spiel und sie tollten ausgelassen auf der Wiese umher. Umkreisten sich, sprangen herum. Schließlich sanken sie beide im Schatten einer alten Birke auf den Boden, leckten sich die Pfoten. Katka rutschte ein wenig näher zu der kleinen Füchsin und sie ließ es zu. Das war der Beginn ihrer gemeinsamen Zeit. Beide lagen im Schatten der Birke und sahen hinunter auf die Wiesen und Felder. Bis zum Waldrand konnten sie sehen. Gemeinsam durchstrichen sie in den nächsten Tagen ihr Revier, festigten langsam ihre zarten Bande. Und als sie einen verlassenen Dachsbau fanden, einige Umbauten vornahmen, nannten sie ihn schon bald ihr Zuhause. Von nun an lebten die beiden eine friedliche Welt, streiften umher, spielten und genossen die Sonnenstrahlen. Als ihre drei Jungen auf die Welt kamen, war Katka so voller Stolz und so ehrfürchtig vor diesem neuem Leben, das es ihn fast von den Beinen warf. Von diesem Zeitpunkt drehte sich alles im Leben der beiden Füchse um diese kleinen Knäulchen, die hilflos in der Höhle kauerten. Er fing Mäuse für seine Füchsin, während sie die Jungen säugte. Als die drei Jungtiere die Höhle zum ersten Mal verließen und sich die Sonne auf ihrem glänzenden, roten Fell brach, war das der glücklichste Moment für die Eltern. Nich |
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