Auf den Beitrag: (ID: 27925) sind "8" Antworten eingegangen (Gelesen: 248 Mal).
"Autor"

Blut & Tränen

Nutzer: impala
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geschrieben am: 07.12.2000    um 09:50 Uhr   
Die Wände scheinen näher zu kommen
Zu nahe
Inmitten des leeren Raumes
Dunkelheit
Pulsierende Wände
Auf dem Weg zu sich selbst
Dazwischen
Mein ich, mein kleines, verlorenes
Heiße Tränen
Vermischen sich mit dem Blut meiner Seele
Hilflos zusehend
Erwartend - wissend
Das Ticken der Uhr, gleicht dem
Schwingen des Pendels
Das über meinem Kopf schwebt
Jede Sekunde, lang wie ein Leben
Und kurz wie ein Augenaufschlag
Erwarte das Zischen
Wenn es mein Fleisch zerschneidet
Wenn es mich zerteilt
Mein ich von meinem Leben
Mein Leben von meinem Ich
Sehe nach oben
Ich höre die Luft vibrieren
Fühle es
Die Tränen fallen wie Perlen hinab
Zerfallen zu Staub auf dem kalten Boden
Das Blut findet seinen Weg
in langsamen Bahnen, warm, süß
Augen geschlossen
Die Dunkelheit frißt mich auf
Was bleibt
Ist die Leere
Sehe nach oben
Und wieder ist das pendel ein Stück näher
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Nutzer: cerenity
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geschrieben am: 07.12.2000    um 10:12 Uhr   
[i]lächelt zu impala[/i]
wie jedes theard von dir einfach nur schön...
[i]verschwindet wieder leise im dickicht[/i]
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 07.12.2000    um 10:19 Uhr   
[i]lächelt zu cere, gibt ihr einen zarten kuss auf die stirn[/i] ich danke dir für deine Worte ...
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 07.12.2000    um 10:22 Uhr   
Und werd ich dereinst aus dem Leben ziehen
Ohne einen Blick zurück
Ich werd nach vorne sehen
Der Schlund des düsteren Nichts
wird mich empfangen
Werde mich nicht umdrehen
Lasse hinter mir, den Schmerz, die Qual
All der Jahre Leid
Die Dunkelheit wird friedlich sein
Wie Samt wird sie mich umschlingen
Sanft mein blutend Herz zerstören
Die Erinnerung wird weggewaschen
Ein letztes Lächeln auf den Lippen
Werd ich endlich untergehen
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"Autor"  
Nutzer: impala
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geschrieben am: 07.12.2000    um 10:50 Uhr   
Die Zeit heilt keine Wunden
Dein Herz, dein Geist vergißt es nie
Und selbst nach ewig langen Stunden
Hörsts nur still in deinem Ohr "Komm flieh"
Doch in dir selbst gefangen
Gibts kein Entrinnen, keinen bessren Ort
Und getrieben von grausamen Verlangen
Glaubst so manch falsche Wort
Erwachst nach kurzer, schöner Zeit
Im Staub dort sterbend liegen
Für deine arme Seele wars ein Schritt zu weit
Nun ists vorbei mit inneren Kriegen
Es wär die Hoffnung, die dir noch bliebe
Doch dafür ists zu spät, dein Herz ist längst gestorben
Nach all des Lebens Hiebe
Bist in dir selbst allein verloren
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Nutzer: Gast_Shadowdance
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geschrieben am: 07.12.2000    um 11:00 Uhr   
in der Dunkelheit
die Leuchtkraft ahnen
Scheuklappen öffnen
jemandem die Hand reichen
vor dem eigenen Absturz loslassen
sich im Fall
vor dem Aufprall schützen
angekommenes Sein
in der Tiefe
suchendes Umherblicken
Erkennen
aufstehen - gehen
wohin?
... ach Du weißt schon.

*lächelt Dich lieb an, Impala*
Shadowdance
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"Autor"  
Nutzer: impala
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geschrieben am: 07.12.2000    um 14:16 Uhr   
Sie sah ihm ausdruckslos nach. Ihr Blick heftete sich auf seinen Gang, den sie zu ANfang so schön fand. Nun fand sie, daß er ging wie ein Bauer, der 8 Stunden Arebit auf dem Feld hinter sich hatte. Leicht schlurfend, aber mit genügend Schwung, um gerade noch nicht müde auszusehen.
Erst als er um die Ecke verschwand, begriff sie, daß sie ihn wohl nie wieder sehen würde. Erst in diesem Moment, als er beinahe noch da war, wurde ihr die Endültigkeit der Situation bewußt. Er hatte sie verlassen. Und sie blieb zurück.
Ein unbewußtes Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie an die Abschiedsszene in CASABLANCA denken mußte. Dem hier nicht unänlich, doch auch ganz anders. Sie weinte nicht, noch nicht. Noch war es ihr nicht klar, daß er sie verlassen hatte. Noch war sie in diesem merkwürdigen Zustand zwischen Schock und Erleichterung über die endlich geklärten Verhältnisse. Doch bald schon würde es durchsickern zu ihrem Verstand. Bald schon würden ihre Gefühle einen Tanz vollführen. Bald schon würde sie die Vergangenheit anders sehen, würde sich der purpurne Vorhang darüberlegen. Sie steckte die Hände in die Taschen ihres Mantels, drehte sich langsam um und ging dahin zurück wo sie hergekommen war. Schlenderte am Fluß entlang, sah auf das sich kräuselnde Wasser. Schon jatzt begann sich ihr Herz zu verkrampfen, bei dem Gedanken, das er nicht um sie gekämpft hatte. Er hatte aufgegeben. Sie war ihm nicht wichtig genug. Sie schluckte schwer bei den Gedanken, die sich in ihrem Kopf einfraßen.
Er hatte kein Wort gesagt zu ihren Bedenken, die Beziehung fortzuführen. Kein "aber", kein "lass uns doch". Nichts dergleichen. Er nickte nur stumm und war gegangen, ohne ein Wort. Die Szenerie erschien ihr im nachhinein fast grotesk, unwirklich. Er hatte sie kalt angesehen. Alles was er ihr je zuvor gesagt hatte, strafte er in diesem Moment lügen. Nun wußte sie es. Aber sie empfand keine Erleichterung mehr. Nur noch Schmerz breitete sich in ihrem Herz aus, nagte sich fest. Sovieles was er sagte war sie fast bereit gewesen zu glauben und doch war alles nur ... sie grübelte. Was war es gewesen. Ihr Verstand konnte es nicht mehr fassen. Was war es gewesen ? Diese Frage sah sie vor sich in großen Buchstaben, doch so sehr sie sich bemühte, sie fand keine Antwort, verstand es nicht. Alle Worte, die er ihr ins Ohr geflüstert hatte, geschworen hatte, sie ernst zu meinen, waren am Ende nichts weiter als blinde Buchstaben. Die sie nun so tief verletzten, wie sie damals gefielen. Ihre Gedanken überschlugen sich. Der Schmerz war kaum zu ertragen. Sie strauchelte, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Ermahnte sich zur Kontrolle. Schrie sich im geiste an, es doch so gewollt zu haben. Aber nun waren sie da die Gedanken, nun konnte sie sie nicht mehr vergessen. Nun fraßen sie sich durch ihren Verstand. Es war alles Lüge gewesen. Sie schluchzte leise, nur um sich dann auf die Lippen zu beißen. Nein, sie würde nicht weinen, nicht hier. Zitternd steckte sie sich eine Zigarette an, inhalierte den rauch tief in ihre Lungen und bließ den Rauch bebend in die kalte Novemberluft. Sie fühlte sich plötzlich so leer, so benutzt, so weggeworfen. Wieder kullerte ihr eine Träne die Wange entlang. Diesmal ließ sie die Träne ihren Weg gehen, ließ sie herabfallen und auf ihrer Schuhspitze zerspringen. Und plötzlich war er da. Der Gedanke, der sie fast zu Boden drückte. Er hatte sie weggeworfen, weil sie ihn nicht so lieben konnte, weil sie Zeit gebraucht hatte, die er ihr oft versprochen hatte und nun nicht gegeben hatte. Alles war Lüge gewesen, schoß es ihr wieder durch den Kopf und ihr Herz verkrampfte sich dabei. Doch der Gedanke ihrer Schuld, ihrer Unfähigkeit ließ sie nicht mehr los. Immer tiefer grub es sich in ihren Verstand. Kaum noch denkend, mußte sie sich am Geländer festhalten, das sie zur rechten vom Fluß trennte. Ihr Herz schien aufhören zu wollen zu schlagen. Er hatte sie weggeworfen, weil sie es nicht wert war. So einfach war das und so schmerzhaft. Kei
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 08.12.2000    um 00:31 Uhr   
[i]lächelt einfach nur still zu shadow[/i] schön dich mal wieder hier zu treffen ...
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 08.12.2000    um 00:53 Uhr   
Atmen fällt schwer
Die Luft scheint zäh wie Gel zu sein
Der Körper zittert
Das Licht, welches zart vom Himmel scheint
brennt in den Augen
Der Tag nimmt sich sein Recht auf Existenz
Die Nacht noch weit
All die Qualen der Nacht scheinen zu schlafen
Am Tag, in all dem Licht
Doch sehe ich in mich
Dann seh ich dunkle Feuer
Dunkle Türme, die in schwarze Himmel ragen
Wartend, denn die Nacht kommt gewiss
Dann wird er wieder reiten
Der dunkle Reiter auf dem schwarzen Ross
Seine Lanze hoch erhoben
Mit dem schon baumelnden Schopf
Wird jagend durch die Nacht reiten
Niedertrampeln alles was sich den
mächtigen Hufen in den Weg stellt
Keine Flucht ist weit genug
Der Reiter der mit tosenden Donnern
die Gedanken freiläßt
Aus ihrem Verließ am Tage
Die Nacht wird kommen
Und all ihre Geschöpfe zum Leben erwecken
Atmen fällt schwer
In den Ohren ein Rauschen wie von tausend wütenden Wellen
Augen die nur verschwommen sehen im Licht
Gedanken die versuchen zu ruhen
Ehe sie die Nacht erweckt
Im Dunkeln sehen die Augen mehr
Dinge die zu sehen nicht bestimmt sind
Und der Zorn wird sie rächen
Es gibt keine Flucht, die weit genug ist
Kein Platz, kein Versteck
Der Reiter auf seinem schreienden Ross kennt sie alle
Und seine Lanze zeigt auf mich
schon jetz ... und es ist noch hell
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