| "Autor" |
FINALE CON MOTO |
|
|
|
geschrieben am: 13.12.2000 um 00:26 Uhr
|
|
Du hast in mir viel Lichter angezündet,
Mit blauen Träumen mir den Tag erfüllt,
Und alles Blühen, alles Leuchten mündet
Noch im Erlöschen hin zu deinem Bild.
Du kamst: Zum Garten ward das Grau der Strassen.
Du kamst nicht, und der Tag hat nicht gezählt.
Wie hat, allein, das Leben mich gequält.
Der große Trug, den wir zu zweit vergaßen.
Es war der gleiche Sang in unserm Blut,
Die gleiche Saite, jäh entzweigerissen.
Ein müder Klang, um den wir selbst kaum wissen,
Jahrtausendalte, halberstorbne Glut.
Verwehter Ton, der noch im Klingen schweigt,
Gesumm, das ohne Anfang ist und Ende.
Da sich der Schatten deines Ahns dir neigt,
Umfängt auch mich der Segen seiner Hände.
Stumm zu verlöschen, ist der letzte Sinn,
Still fortzugehen, eh das Feuer schwindet.
Du hast in mir viel Lichter angezündet...
Du sollst nicht wissen, daß ich einsam bin.
- Mascha Kaléko -
*da nichts mehr hinzufügen könnte....* |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 12.12.2000 um 19:42 Uhr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Top
|