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Ein paar Gedichte - von Schiller

Nutzer: der_prophet
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geschrieben am: 13.12.2000    um 17:02 Uhr   
"Wenn ich mir denke, dass vielleicht in hundert und mehr Jahren, wenn auch mein Staub schon lange verweht ist, man mein Andenken segnet und mir noch im Grabe Tränen und Bewunderung zollt, dann freue ich mich meines Dichterberufes und versöhne mich mit Gott und meinem oft harten Verhängnis."
<Das Mädchen aus der Fremde>
In einem Tal bei armen Hirten
erschien mit jedem jungen Jahr,
sobald die ersten Lerchen schwirrten,
ein Mädchen schön und wunderbar.
Sie war nicht in dem Tal geboren,
man wusste nicht, woher sie kam,
und schnell war ihre Spur verloren,
sobald das MädchenAbschied nahm.
Beseligend war ihre Nähe,
und alle Herzenwurdenweit;
Docheine Würde, eine Höhe
entferntedie Betraulichkeit.
Sie brachte Blumen mit und Früchte,
gereift auf einer andern Flur,
in einem andern Sonnenlichte,
in einer glücklichern Natur.
Und teilte jedem eine Gabe,
dem Früchte, jenem Blumen aus;
Der Jüngling und der Greis am Stabe,
ein jeder ging beschenkt nach Haus.
Willkommenwaren alle Säfte;
Doch nahte sich ein liebend Paar,
dem reichte sie der Gaben beste,
der Blumen allerschönste dar.
Ein wunderschönes Gedicht, wie ich finde. Es wurde geschrieben von Schiller, in der dritten Periode.
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