| "Autor" |
Noelstar |
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geschrieben am: 18.12.2001 um 00:56 Uhr
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Prettige Kerst – Bon Noel – Merry Christmas - Joyeux Noel
Feliz Navidad - Glad Jule - Hauskaa Joulua – God Jul
Buon Natale - Hyvää Joulua - Schoba achal Zels gilozae
Die Sterne schauten vom dunklen Nachthimmel auf die Erde hinunter. Dort war gerade Winter. Schnee war über die Landschaft gebreitet wie eine weisse Decke. Der Frost hatte glitzernde Eiszapfen an Äste und Dächer gehängt. Es war auch sehr still, denn der Schnee dämpfte jedes Geräusch auf den Strassen. Die Wagenräder rollten wie auf Samt dahin. Menschen und Tiere, die noch unter- wegs waren, bewegten sich fast lautlos, und die Vögel duckten sich ins Gebüsch. Selbst die hungrigen Krähen waren verstummt. Sie träumten in ihren Schlaf bäumen. Alles Leben schien im Winterwald erstorben, die Dörfer waren wie verlassen. Die Menschen sassen in ihren warmen Stuben und waren froh, nichts draussen zu tun zu haben. Aus einem kleinen Haus am Ende des Dorfes fiel schwacher Lichtschein. Es war ein anderes Licht als das Glitzern der Sterne oder das kalte Licht des Mondes, es war ein warmes, gelbliches Licht. Es leuchtete aus dem Fenster und malte einen goldgelben Klecks in den Schnee. Ein wenig spöttisch meinte ein Stern: "Was soll das bisschen Licht in der dunklen Nacht?" Die anderen Sterne blinkten ihm zu: "Du hast recht! Der Mond und wir Sterne schicken das schönste Licht auf die Erde. Wie lächerlich nimmt sich dagegen das gelbe Geflacker da unten aus!" Der kleine gelbe Lichtklecks, der aus dem Fenster in den Schnee fiel, kam von einer Kerze. Es war eine schöne rote Kerze, die Leni von ihrem ersparten Geld gekauft hatte. Sie hatte sie angezündet und ins Fenster gestellt, damit ihre Katze Murli endlich nach Hause finden sollte. Murli war schon viele Stunden unterwegs, und Leni fürchtete, dass sie sich im Wald verlaufen habe. Das kleine Licht im Fenster sollte ihr sagen, wo sie daheim war und dass man hier auf sie wartete. Auch dass die gefüllte Futterschüssel bereitstand. Doch die Katze Murli brauchte die Mahnung mit dem Licht im Fenster gar nicht, sie fand auch allein zu dem kleinen Haus am Waldrand zurück. Die Sterne am Abendhimmel aber schämten sich ihrer hochmütigen Bemerkung. Wahrscheinlich machte das die Nähe der göttlichen Weisheit, die sie erkennen liess, dass so ein kleines Licht auf der Erde, auch wenn es nur schwach leuchtet, etwas sehr Tröstliches sein kann. Das fand auch der Mond, er meinte: "Vielleicht bedeutet diese kleine Licht mit seinem Schein für die Menschen manchesmal mehr als unser silbernes Strahlen, das von so weit herkommt!" Der Mond war sehr alt und sehr klug, und die Sterne hörten auf ihn. Der Abendstern, der der Grösste war, nickte. Er sagte zu seinen Stern- geschwistern:"Es ist wahr, wir sollten nicht so verächtlich über das schwache Licht der Kerzen denken. Für die Menschen ist es durch seine Nähe und seinen warmen Schein wichtig. Es gibt ihnen Hoffnung und Geborgenheit in der dunklen Zeit." Da beschlossen die Sterne, eine Botschaft auf die Erde zu blinken. Es war eine Botschaft an alle Kerzen, die gerade brannten, und sie lautete: "Wir grüssen euch, kleine Schwestern da unten! Tröstet mit eurem Licht die Traurigen, gebt den Mutlosen Hoffnung und leuchtet allen die einen hellen Schein in der Dunkelheit brauchen!" Die Kerzen auf der Erde flackerten vor Freude hell auf, dann riefen sie den himmlischen Brüdern und Schwestern zu: "Dank für eure Botschaft. Wir sind stolz darauf, und wir wollen unsere Auf gabe auf der Erde bis zum kleinsten Kerzenstumpf erfüllen!" Seht Ihr, meine Lieben, deshalb - so meine ich - glitzern Sterne und Kerzen stets gemeinsam auf unseren Christbäumen, und wir stellen eine Kerze vor die Krippe, über der der Stern von Betlehem leuchtet.
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