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Leben/Tod und Abschied nehmen

Nutzer: B.R.
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geschrieben am: 07.01.2001    um 00:39 Uhr   
Herbst

Ein leichter Hauch von Wehmut,
wie ein Sommerfädchen,
das der Wind durchs Fenster treibt.

Und beim Betrachten dieses zart-zerbrechlich Spinnwebfädchens,
die Gewissheit,
daß Nichts und Niemand
für immer bestehen bleibt...

von B.R. als Ihr bester Freund sich das Leben nahm...





Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch das Leben müßte irgendeinen Sinn haben,
mein Leben lehrte mich, daß dies scheinbar nicht der Fall war:


MÜDE

Ich bin müde.
Mein Geist,
mein Körper
meine Seele ist müde.
Lebensmüde.

Was habe ich vom Leben noch zu erwarten?

Nichts.

Mein Leben war kurz,
aber ich habe es gelebt.

Jetzt aber bin ich müde.

Ich will schlafen,
nur noch schlafen,
schlafen...............




Das sollte eigentlich ein Abschiedsbrief werden,
der Versuch schlug leider fehl.

Und jetzt versuche ich die Kraft aufzubringen um mich dem Leben zu stellen.
Im Moment klappt es ganz gut, aber wie lange noch???
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Nutzer: Augustinus
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geschrieben am: 07.01.2001    um 20:08 Uhr   
Lebensmüde?!?
HA HA HA HAHAHA ..... Ahhhhh!
Lange nicht mehr so gelacht.
Wer meinst du denn wer du bist? Schon mal darüber nachgedacht? Schonmal bewußt darüber nachgedacht, wer dir jeden Morgen im Spiegel das häßliche Antliz entgegen reckt? Wer bist du?

Deine Antwort ein müder Mensch!

Das ist ja zum Gähnen traurig. Ein Mensch der seine Unfähigkeit zu leben damit begründet, dass er müde ist das Leben zu leben, das er führt. Klingt mindestens so rührend wie ein Dritte Welt Kind, das mitten im verzweifelten Versuch sein Leben noch einen einzigen Moment zu leben vor Hunger stirbt!
Mahlzeit!

Das Kind kann sein Leben kaum ändern muß den Tod nehmen, der im aufgezwungen wird, aber du hast die Wahl. Du kannst versuchen mittels einer Überdosis Schlaftabletten zu deinem wohlverdienten Nickerchen zu kommen aber macht das Sinn?
Sinn?!? Der Sinn des Lebens! Hui das klingt aber toll. Ich krieg vor lauter beeindrucktem Staunen ja noch Pickel. Was ist der Sinn des Lebens. Jeden Tag zweimal die Klospülng zu betätigen und dem Herren in der Kläranlage einen Haufen Arbeit zu hinterlassen. Ist das der Sinn des Lebens? Ich glaube nein! Wie sagt man so schön: "Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst". Punkt aus Ende, mehr stand nicht geschrieben.
Was sagt uns das? Das heißt wenn du Torfnase dir das Leben nimmst hat es natürlich auch keinen Sinn mehr.

Kauf dir eine Grünpflanze, die im ersten Moment nicht brennbar ist, das soll heißen nicht aus Plastik und pflege diese mit Licht und Wasser. Du wirst sehen, wenn du diese enorm schwere Lebensaufgabe meisterst mußt du selbst aus deinem dunkelen depressiven Loch hervorkommen, denn sonst liegt das arme Pflänzen tot in deinen Händen und du kannst dir immernoch einen schönen Aufguß an apothekentypischen Hilfsmitteln machen.
Leb deinen Leben nicht wie eine alte Dame, die jeden zweiten Satz mit den wohlklingenden Worten: "Ja Frieher wor a alls bessa!".
Sondern nimm das Ruder in die Hand und mach eine 180°-Wendung oder du zerschellst noch an deinem Selbstmitleid. Und gerade dieses dumpfsinnige Selbstmitleid finde ich so zum Lachen.

Also in diesem Sinne: "Ha Ha Ha .... MachŽs gut und verdirb mir den Spaß!"

Herzlichst ein ebenfalls die Initialen B. R. besitzender Kritiker
Augustinus
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Nutzer: Augustinus
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geschrieben am: 07.01.2001    um 20:08 Uhr   
Nimms dir zu Herzen

Geändert am 08.01.2001 um 12:23 Uhr von augustinus
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Nutzer: B.R.
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geschrieben am: 09.01.2001    um 00:01 Uhr   
Lieber Augustinus,

nur um ein kleines Mißverständnis aus der Welt zu räumen: ich befinde mich im Augenblick ganz sicher nicht in einer depressiven und in Selbstmitleidzerfließenden Stimmung.
Diese Zeit ist zum Glück vorbei. Im Moment zumindest. Es gibt keine Garantie dafür, nicht wieder rückfällig zu werden. Das aber mit Sicherheit dann aber nicht unbegründet!
Ich sehne mich zu dieser Zeit ganz sicher nicht zurück, aber auch wenn man mein Leben ganz neutral betrachtet gibt es nur wenige Aspekte, die mir noch das Gefühl geben, lebenswert zu sein.

Für wen hältst du dich, daß du es wagst solch ein urteil über mich zu fällen???

Ich gehöre ganz sicher nicht zu den verwöhnten Großstadtgören die keine Ahnung von der Realität haben und glauben sich wegen Liebeskummer oder im vergleich zu meiner Situation nichtigen Problemchen ds Leben nehmen zu müssen!
Du hast doch keine Ahnung! Nur um dir nicht die Bestätigung zu geben, ich schwelge nur im Selbstmitleid, selbst Aussenstehende Können es nicht verstehen daß ich in meiner Situation noch ein so nach außen hin zufriedenes Leben führen kann.

Dein Leben ist intakt, du wirst es auch nie anders gekannt haben! Du hast Menschen hinter dir, auf die du dich voll und ganz verlassen kannst.
Was würdest du machen, wenn ausgerechnet die dir am wichtigsten erscheinenden Menschen den Rücken zudrehen, dich auf die Straße setzen, dich im Stich lassen?
Menschen denen du vollauf vertraut hast, deine eigene Familie dir das Leben zur Hölle macht und dir niemand, aber auch wirklich niemand einen Grund dafür nennen kann?
Ich versuche immer wieder ihren Ansprüchen zu entsprechen, gebe mich dafür selbst auf und ernte nur Verachtung und Distanz. Denn wirklich gut genug bin ich in ihren Augen nie.
Wenn du nie Bestätigung für deine Mühen bekommst, sondern immer nur das Gegenteil, dann gibt auch der stärkste Geist irgendwann auf.

Diesem Druck war ich eines Tages einfach nicht mehr gewachsen. Ich habe rebelliert. Bin aus dem Käfig ausgebrochen, habe ganz neu angefangen.
Mit dem alten habe ich nur leider immer noch nicht abgeschlossen.

Darum habe ich Angst wieder in diesem Loch zu landen, Alleingelassen und hilflos.
Ein zweites Mal glaube ich nicht, daß ich wieder diese Kraft eufbringen werde um mich darus zu befreien.

Das hier ist nur eine grobe Schilderung von dem was jeden Tag auf mich einprasselt. Selbst der TOd kann seine Finger aus meinem Leben nicht herraushalten, so daß man sogar den glauben an etwas Höheres verlieren kann.
Das sind so viele Punkte daß man sie hier gar nicht schildern kann.
Vor allem will ich das gar nicht. Ich habe eigentlich keinen Grund, warum ich mich hier verteidigen müßte.


Ich will nur wissen wer dir das Recht gibt über jemanden von dem du absolut nichts weißt, ein solches Urteil zu fällen?!
Ich wollte hier nur meinen Gefühlen Ausdruck vermitteln, dafür muß ich mich bei dir nicht rechtfertigen
Denn die entgültige Rechtfertigung muß ich erst vor der Himmelstür vorbringen, und das wird mir sicher nicht schwerfallen...

Geändert am 09.01.2001 um 00:06 Uhr von B.R.
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Nutzer: Gundelinchen
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geschrieben am: 09.01.2001    um 02:16 Uhr   
[i]lächelt freundlich B.R. an[/i]
[i]Du wirst wieder fallen und wieder aufstehen
und mit jedem Fallen und Aufstehen wirst du
stärker,glaube mir,ich habe es erfahren...
So etwas verstehen Menschen nicht,die es nie
erlebt haben...[b]Gib nie auf!!![/b][/i]



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Nutzer: Augustinus
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geschrieben am: 09.01.2001    um 17:36 Uhr   
Für die höchste aller Damen, die die schreibt mit Herz und Verstand B. R.

"Was habe ich denn geschrieben?", frage ich dich.
In jedenfall habe ich die Antwort erhalten, die ich hören wollte, aber um das zu erklären muß ich etwas weiter ausholen.

Was ich nun zu lesen bekam war ein sehr gefühlvoller, sehr hastig und bestimmt geschriebener Text. Ein Text, der nicht gestellt und nicht geschönt aber umso mehr real und selbstbewußt war. Eine Antwort von einem Menschen, der meiner Meinung nach nie in der Gefahr eines Selbstmordes war. Du schreibst so voller Lebenswillen nur um mich bloßzustellen und mir kräftig eine rein zu würgen. Ein Anzeichen, das sehr für Charakterstärke und Selbstbewußtsein steht. Du schreibst so vollkommen aders als noch wenige Zeilen zuvor. Du bist frei von jeder Melancholie und schreibst in der Wut der Stunde.
Mein Ansatz war, dass ein guter Wunsch, z.B. "Du schaffst das schon" oder "Gib niemals auf!" von einem Fremden und Unbekannten nicht die Wirkung hat wie von einem nahen Freund. Allerdings ist es leichter einen Fremden zu hassen, zu verabscheuen und das allein wegen ein paar wenigen Worten. Du fühlst dich doch durch mich beleidigt und "verarscht" und baust dadurch Agressionen gegen mich auf. Einen Fremden gegenüber wohlgemerkt. Ein Glückwunsch gibt meiner Meinung nach zwar ein Gefühl der Aufmunterung aber dies nur sehr kurzzeitig, weil man für eine freundschaftliche Geste eine Bezugsperson oder Erinnerung braucht nicht nur ein paar Worte. Hass oder das Gefühl jemanden etwas beweisen zu wollen braucht nichts dergleichen. Das Feindbild entsteht von ganz alleine und versetzt einem das Herz in Wallung. Die Kraft für die nächsten Schritte entsteht also nicht durch die lieben Worte von guten herzlichen Menschen, sondern aus einem selbst um sich gegenüber eines Unbekannten behaupten zu können. Ein Überlebenskampf wenn man so will.

In deinen Worten ist nun keine Schwäche mehr zu entdecken. Du schreibst "Für wen hältst du dich, daß du es wagst solch ein Urteil über mich zu fällen???" einfach nur sauer hin. Gleich einem Tier das sich aufbäumt und um sich schlägt jede Schwäche hinter sich lassend. Du bist nicht mehr das, was du in deinem ersten Text mir zu verstehen gabst mit den Worten: "Das sollte eigentlich ein Abschiedsbrief werden,
der Versuch schlug leider fehl. Und jetzt versuche ich die Kraft aufzubringen um mich dem Leben zu stellen.
Im Moment klappt es ganz gut, aber wie lange noch???".
Du bist nicht mehr ein Mensch, der nur darauf wartet wie lange noch das wie lange noch dauert. Du bist nicht mehr verzagt sonder schnauzt mich kühn an.

Wie kann ein solcher Mensch, der es versteht sich zu wehren überhaupt in Bedrängnis geraten? Kann die eigene Familie und deren Rückhalt, denn so wichtig sein? Ich kann das nicht beurteilen, da meine Familie mehr oder weniger weggestorben ist aber auch dies ist mein Privatleben. Ich brauchte auch nie Hilfe oder Stütze, weil ich es verstand diese aus mir selbst zu schöpfen. Natürlich gab es Zeiten in denen das Leben einem so ganz und garnicht rosig erschien aber man überwand diese und ging gestärkt aus diesen Zeiten hervor. Du hast es einmal geschafft! Warum solltest du es nicht noch einmal schaffen? Was behindert dich daran? Du bist alleine und somit frei in allen deinen Entscheidungen.

Ach und das mit den Zimmerpflanzen war ein ernst gemeinter Tip, denn ich habe selber einen ganzen Dschungel daheim von diesem sich massenhaft vermehrenden Grünzeugs.

Gut gemeinte Grüße aus Franken von meiner Wenigkeit
Augustinus
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Nutzer: B.R.
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geschrieben am: 10.01.2001    um 13:18 Uhr   
Lieber, ehrwürdiger Augustinus,

Glückwunsch. Du hast das erreicht, was du haben wolltest, du hast mich aus der Reserve gelockt, meine Verteidigungstruppen aus dem Dämmerschlaf gerüttelt.
Das hätte aus meinem näheren Umkreis wohl niemand geschafft. In diesem Punkt muß ich dir wohl Recht geben.
Deiner Auffassung, daß ich wohl nie wirklich über einen Schlußstrich nachgedacht habe, daß ich nie wirklich gefärdet war, kann ich nur leider absolut nicht Recht geben.

Das Leben ist ein einziger Wettlauf, die Zeit rauscht an einem vorbei wie ein Schnellzug, die Zeit in der es mir so schlecht ging ist schon einige Zeit vorrüber, nur meine Befürchtungen drängen sich mir immer mehr auf.
Wie ich dir auch versucht habe zu erklären gestalten sich meine Probleme und SSorgen so vielfältig, daß ich sie wirklich nicht kurzfassen und vor allem auch nicht hier in aller Öffentlichkeit darlegen kann und will.

Du meinst ich würde dich hassen und verabscheuen, hätte ein Feindbild gegen dich aufgebaut... Ich muß zugeben im ersten Moment hatte ich wirklich das Gefühl in die Luft gehn zu müssen, kam mir als nicht für ganz voll gehalten vor.
Im ersten Moment verabscheute ich dich wirklich beinahe. Aber eben nur beinahe. Ich bilde mir meine Meinungen über die Menschen nicht auf Grund einzelner Aussagen o. Taten. Jeder bekommt eine zweite Chance. Und ich muß sagen, du hast deine Chance hervorragend ausgenutzt.
Die anfängliche Abneigung kehrt sich je öfter ich deine Antwort lese immer mehr ins Gegenteil.
Ich weiß nicht woher das kommt oder wohin es führt. Es liegt wahrscheinlich daran, daß du dich als einziger getraut hast mir die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Mich aus der Reserve zu locken. Ich habe das bisher nur selten erlebt, daß ein Mensch so unverblümt ehrlich ist.
Meistens ziehen sich die Menschen mit ihren fadenscheinigen Beileidsbekundungen und Aufmunterungen nur aus der Affäre um möglichst unbeschadet einen Rückzieher zu machen. Natürlich tut es der Seele gut getröstet und bemitleidet zu werden, aber ich bin erst durch dich wirklich darauf gekommen,
daß wahrscheinlich genau das ein Fehler ist. Man schwelgt nur so im Selbstmitleid, denn schließlich wird man ja auch von allen Seiten bemitleidet. Um dann dieses Selbstmitleid abzulegen, glaube ich, muß man um so mehr Kraft einsetzen als wenn man so hart von der Realität konfrontiert wie ich von dir.
Mir ging es auch schon vor deinem Aufrütteln relativ gut, aber jetzt habe ich ds erste mal wieder das Gefühl wirklich zu leben. Denn so wie du mich herausgefordert habe, habe ich schließlich auch dich gefordert. Und um das bewirken zu können muß es doch noch irgendetwas geben, durch das es erst möglich gemacht wird.
Einen Grund warum man am Leben auch weiterhin teilnehmen sollte.

Und ich muß zugeben, wenn mein Versuch wirklich geklapppt hätte, hätte ich nie das Vergnügen gehabt, dich kennenzulernen. Und damit wäre mir, glaube ich, doch einiges entgangen.

Ich muß dir an dieser Stelle einmal danken, denn du hast es geschafft, mich aus dem alten Fahrwasser herauszuholen, meine alten und völlig überholten Gedankenwege auf Vordermann zu bringen. Du hast mir die Hilfe und Stütze gegeben, die ich bisher aus mir selbst geschöpft habe. Deren Brunnen nur eine Zeitlang versiegt war. Du hast in mir eine neue Quelle aufgetan.
DANKE

Übrigens, dein Tipp mit den Grünpflanzen brauchte ich gar nicht erst zu befolgen, denn da ich Pflanzen sehr mag sieht auch mein Lebensraum einem Dschungel sehr ähnlich.

Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören!

Mit vielen lieben, herzlichen Grüßen

Deine dich umarmende B.R.



P.S. Ja es stimmt, ich schrieb mit Herz und Verstand, aber das konnte ich erst nachdem du mein Herz gerührt und meinen Verstand geschärft hast.
P.S.S. Ich habe zwar im Moment keine Schwäche mehr gegenüber dem Tod, aber dafür fürchte ich, bald einer völlig anderen Schwäche zu unterliegen, nur weiß ich nicht welche schlimmer ist...

Geändert am 10.01.2001 um 13:26 Uhr von B.R.
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Nutzer: Augustinus
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geschrieben am: 10.01.2001    um 14:23 Uhr   
Mein feuriger Phönix

So so, ich habe deinen Verstand geschärft und dein Herz gerührt? Ich würde eher sagen, dass ich dir einen ordentlichen Tritt in den Hintern gegeben habe, der die ganze Peripherie in Bewegung setzte aber wir wollen mal nicht tolldreist das ganze Zutrauen wieder verspielen, das du mir nun bereits schenkst.

Ich sage gerne immer die Wahrheit offen und wie in diesem Moment gedacht und schockiere damit meine Umgebung aufs vortrefflichste. Ich bin sozusagen ein Quwerdenker oder "Verrückter" (, auch wenn mir einige aktive Mitglieder von Chatworld mir diesen Titel abzusprechen versuchten mit Worten wie Normalverrückter usw. :-) ).


Moment du hast gerade was geschrieben?!?


Eine zweite Schwäche? Oh wie rührend. Ich bin sicher, das diese solange besteht wie du mich nicht vollends kennst, denn noch bin ich dein herrlicher Retter der mit wehenden Fahnen dich aus deiner düsteren Umklammerung bereift hat aber dieses Trugbild ist nur ein Teil eines ganzen. Wehe dir du verlierst dich an mich, denn diese zweite Schwäche würde dich noch mehr entkräften und gefangen halten als du es bereits jetzt erlebtest, denn die Entfernung auf, diesen Seiten nicht mehr als ein Mausklick wird dir ein Problem so groß und schwer wie ein Wüstenelefant.

Das deine Situation so schwierig ist kann man sich nur schwer vorstellen, da man einerseits das Wissen und auf der anderen Hand das Verständnis nicht hat. Auch ich habe mich schon in meine Leben mit dem Gedanken an Selbstmord befaßt aber für mich war dieser Gedanke nur der Notausstieg und nicht der Schlußpunkt aus einem Leben, das auf so viele Art und Weise dezent aber bestimmt gelenkt werden kann. Man kennt ja das angenehme Gefühl der Tiefe, wenn man vor einem Abgrung steht und weit hinab nichts mehr als nebelhaft belastete Luft erkennt und einen viel zu weit entfernten Boden, der einem freudig zuruft sich hinab zu stürzen. Dank moderner Materialen kann man heutzutage ja diesem Verlangen nachgeben aber dies nur unter den entsprechenden Hilfsmaßnahmen, wobei der Sog der Tiefe sich in ein mildes Grollen verwandelt, da das Gefühl der Sicherheit überwiegt und den Reiz tötet.
Aber dieses Gefühl des Wunsches nach dem schnellen Tod beschränkt sich ja wohl kaum auf Schluchten und Berge, wie sonst könnte man sonst in einem Dorf den sicheren Tod finden höchsten man verstrickt sich im Fallen gkonnt in einem Strick aber dies kann auch daneben gehen. Was schreibe ich jetzt eigentlich von Selbstmordmöglichkeiten? Wirkt sich dein Kontakt zu mir auf solch negative Weise auf mich aus? Wir wollen es mal nicht hoffen. Ansonsten erscheint in Kürze noch ein Hilferuf in Chatworld und wir wollen ja nicht alle mit dieser negativen Lebenseinstellung den Tag versauen.

Auf jedenfall hast du es gelernt zu fleigen mein Phönix und ich warne dich davor jemals das Schlagen der Flügel zu unterlassen oder du wirst wahrlich wie ein Komet vom Himmel fallen und so manches mit dir reißen, denn deine Familie wird dann sehen was sie an dir hatten.

Noch eine kleine Buchempfehlung für dich: Marie Darrieussecp mit dem Buch "Schweinerei"
Laß dich von Titel nicht irritieren, denn der Inhalt müßte deine Situation auf sehr abstrakte und fantasievolle Weise wiedergeben und es gibt ein offenes aber glückliches Ende.

Wohlbekomms und ach ja ich vergaß es: "A gsundŽs Neis" = (ein gesundes neues Jahr)

Augustinus

PS.: Was mich nun doch noch interessiert ist mit welcher Art Bundesbürger ich es zu tun hatte?
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Nutzer: B.R.
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geschrieben am: 10.01.2001    um 17:00 Uhr   
Sehr geehrter, um sich tretender, edler Retter...

Vielleicht war ich in meinem letzten Text etwas überschwenglich, aber man kann manches einfach nur schwer ausdrücken.

Irgendwie habe ich ständig das Gefühl, daß du mich nicht ganz ernst nimmst, oder deinen Spaß mit mir treibst.
Den Tritt in den Allerwertesten kann man auslegen wie man will.
Was mich an deiner Schreibweise nur irgendwie fasziniert sind deine unglaublichen Metaphern und Gedankensprünge. Welcher Selbstmordkandidat würde sich mit einem Sprung am Gummiseil wirklich zufriedenstellen lassen?.
Ok. Auch das ist wieder Auslegungssache, schließlich müßte man dann auch jeden 2. Motorradfahrer für Selbstmordgefährdet halten oder zumindest als potentiellen Organspender einstufen.
Nebenbei gesagt ist Motorradfahren eine wunderbare Möglichkeit schnellstmöglich einen ungeliebten Ort zu verlassen und in neue Welten aufzubrechen.

Warum glaubst du eigentlich, daß meine 2.Schwäche nur solange besteht, bis ich dich näher kennenlernen würde? Bist du in Wirklichkeit so anders als du dich hier gibst? Bist du ein Bruder des Glöckners und trägst einen Buckel spazieren
und hast eine häßliche Warze auf der Nase? Auch wenn du das Gewicht eines Wüstenelefants (seit wann gibt es in der Wüste Elefanten?) auf die Waage legst, wer sagt dir überhaupt das mir das alles wichtig sein könnte? Vor allem, das ausgerechnet du meine Schwäche sein könntest?
Na gut. Wahrscheinlich kann ich dir nicht viel vormachen, aber laß dir gesagt sein, ich streue meine Sympatien nur sehr begrenzt und vor allem erkenne ich mich hier schon beinahe selbst nicht mehr wieder, daß ich dir das hier so öffentlich und
eienm eigentlich Unbekannten gestehe. Ich weiß nicht welcher Art meine Sympathien sind, am meisten fasziniert mich einfach deine Art dich auszudrücken, denn du schaffst es, alltägliche Dinge in wunderschöner Sprache hier zu hinterlassen.
Aber Schreiben und den gewandten Umgang mit Worten kann man schließlich auch lernen. Was bist du von Beruf? Autor? Lektor?
Du schlängelst dich durch die deutsche Sprache wie eine Python um ihre Beute. Sie bezweckt damit ihren Hunger zu stillen oder Abwechslung in ihr tristes Leben zu bringen. Was aber hast du im Sinn?

Deine befürchteten negativen Auswirkungen auf dich bleiben hoffentlich aus, außer du hast das Gefühl allein schon durch meine gedankliche Anwesenheit so in die Enge getrieben zu werden, daß du dir keinen anderen Ausweg mehr siehst?.

Um deine Frage über mein Bundesland zu beantworten: Franken ist nicht schlecht, aber Bayern ist besser. "Host mi" (nicht wörtlich nehmen, aber deien Neujahrsübersetzung hättest du dir demnach sparen können)
Dafür stelle ich aber dir eine Gegenfrage: Wie alt bist du?

Was ich jetzt nur noch wissen möchte, sollte das "hatte" iin deinem letzten Satz das kommende Ende schon im Vorraus ankündigen, oder kann ich in Zukunft erwarten irgendwann einfach keine Antwort mehr zu bekommen?
Ein weiterer Mensch der sich versucht aus der ungewollten Schlinge zu ziehen und möglichst unbeschadet das Schlachtfeld verlassen will. Es sind doch im Grunde alle gleich...

In diesem Sinne

B.R.


P.S. Der Phönix ist ein sehr schöner und stolzer Vogel, aber sein ganzer Stolz hilft im nicht beim fliegen, deshalb muß auch er sich irgendwann wieder auf den Boden der Tatsachen herablassen...
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Nutzer: superhengst
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geschrieben am: 10.01.2001    um 17:44 Uhr   
Ich werde das dumme Gefühl nicht los, dass Du jemanden
zum Reden brauchst und mit Deinem sicher sehr "verkork-
sten" Leben fertig zu werden. Ob das Internet jedoch der
richtige Weg ist, um Deinen Gefühlen und Gedanken freien Lauf zu lassen, bezweifle ich.
Ich habe mir einige der anderen Antworten durchgelesen und
ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass Dir keiner von diesen "Idioten" helfen kann.
Nicht sehr viele können nachvollziehen, wie es in Deinem
Inneren aussieht, doch Du bist nicht allein, auch wenn Du
den Anschein hast.
Ich mach Dir einen Vorschlag:
Falls Du jemanden zum Reden brauchst oder Dich einfach nur
aussprechen willst, ich höre Dir gerne zu.
Ich kann Dir höchstens einen Ratschlag geben, aber aus Deiner Misere kann ich Dir leider nicht helfen, denn das mußt Du schon allein schaffen.
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"Autor"  
Nutzer: superhengst
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geschrieben am: 10.01.2001    um 18:13 Uhr   
So, der Beitrag vom 10.01.2001, 17:44 Uhr war von einem
guten Freund von mir, der zufällig bei mir war und dies
unbedingt loswerden musste.
Jetzt schreib ich in Original:
Also, ich habe nicht den ganzen Text, von diesem Ritter schon gar nicht, gelesen, aber ich weiß persönlich, was
es heißt, Probleme zu haben.

Vorneweg zwei Positionen:
Lies beide bitte nacheinander durch und gehŽnach Deinen
Gefühlen. Du mußt sie gar nicht verstehen, es geht nur um
die Assoziationen, die Dir zwischen den Zeilen kommen. Sie zeigen Dir genau, wie Du momentan die "Welt" siehst.

1. Neue Vergangenheit

Mein bisheriges Lebenswerk ist zerstört durch das Bewusstsein und Gefühl der anderen,
das Denken zerstört die Motivation und die Kraft,
um das durchzustehen,
was noch kommen wird.
Der Traum hier war nur eines,
und ICH habe versagt,
durch die alten Schwächen und neuen Stärken,
jetzt tut es doppelt weh.
Die Zeit läuft davon.
Die innere Kraft - eins mit mir - zerrt mich in das alte
Spiel der Vergangenheit.
Meine Hoffnung habe ich als Traum geträumt,
doch realisierbar ist er nicht.
Das Leben scheint wie der vorgestellte Tod.

und

2. Das Leben

Das Leben ist eine Erfahrung,
die in jedem Augenblick umfangreicher wird.
Und durch diese Erfahrung bekommt jeder sein eigenes Bild,
damit er sein Leben allein bewältigen kann,
und so am Ende des Lebens stolz auf seine Werke und Taten
blicken kann,
ohne Angst vor dem Nichts zu haben,
weil man sich in der Zeit verewigt hat.

P.S. Komme übrigens auch aus Bayern


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"Autor"  
Nutzer: KingLear
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geschrieben am: 10.01.2001    um 20:14 Uhr   
Der Freitod ist die Feigheit
zu der ein Mensch den meisten Mut braucht

Liebe Unbekannte, ich hoffe, dass jemand, der so schön schreiben kann, den Mut dazu nie aufbringt.
Sicher!Das Leben ist voller Schmerz und Entbehrung, aber bedenke auch die schönen Augenblicke: Ein Sonnenstrahl, der sich seinen Weg durch die dunklen Wolken frisst und mit seiner Kraft die graue Wand in feuriges Licht taucht.
Ein Wind, der uns ins Gesicht bläst und in unserem Kopf alles vom Unrat des Alltags befreit um Platz zu schaffen: Platz genug um über uns selber zu sinnieren;Platz, die vielen grossen und kleinen Augenblicke, die unser Leben so
kostbar machen, zu geniessen. Einen Busch schöner Blüten zu
entdecken oder einen Schmetterling tanzen zu sehen oder auf dem Rücken im Gras zu liegen und die Bilder auszumalen, die uns die Wolken vorzeichnen.Liebe B.R., ich bin leider nicht so recht wortgewandt, aber glaub mir, es giebt zu viele schöne Dinge auf dieser Welt zu sehen, Dinge, die zu versäumen zu Schade wären.Ich wünsche dir ein Leben voller schöner Wunder.Du musst nur deine Augen öffnen und sehen...
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"Autor"  
Nutzer: Augustinus
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geschrieben am: 10.01.2001    um 21:44 Uhr   
Einen Buckel habe ich nicht, dies hat mein Leben mir nicht zu gestanden. Meine Sprache ist geschrieben ein einziges An und Abschwellen aber nicht mehr als geschmackloses Wasser. Aber wer ich bin ist nun einmal meine Sache und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Aber du willst mehr von mir Wissen. Nun gut sei es drum. Du wählst das größte Elend und du sollst es bekommen!


Es gibt viele Menschen, die dir helfen können viele Menschen und viele Namen stehen bereits auf dieser Seite. Viele Namen werden vielleicht noch folgen und hinter jedem Antwortschreiben steckt ein guter Mensch also wähle frei und ungezwungen, denn du bist die Herrin deines Weges.

Ein Antwort erwartend Augustinus

PS.: Bayern besser? Laß es mich aus dem Standpunkt eines Grundnahrungsmittel verzehrenden Menschen schildern. Auf der Welt gibt es ca. 2000 Brauereien, davon sind ca. 1200 in Deutschland, davon sind wiederum ca. 800 in Bayern und von diesen 800 stehen 500 in Franken. Hoscht mi?
PPS.: Leider ist zu zufügen das die Stadt mit den meisten Brauerein Dortmund ist.


Geändert am 12.01.2001 um 22:37 Uhr von augustinus
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Nutzer: B.R.
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geschrieben am: 10.01.2001    um 22:10 Uhr   
Lieber, nichtbuckliger, Augustinus.

Wie ich sehe bist du ein Bierkenner, oder zumindest ein Brauereifatischist. Um deine Worte auf Echtheit zu überprüfen, fehlt mir leider das "Wissen"...

Ja, ich wähle die Verdammnis und würde gerne mehr über dich erfahren, geschehe was wolle...

Und um dich zu trösten, oder wie auch immer du es auffassen möchtest: Deine Worte klingen in meinen Ohren ganz und gar nicht nach schalem Wasser, eher nach einem frischen Quellwasser das lustig über Steine fließt, sich seinen Weg aus dem Berg ans Licht sucht um zwischen grünen Bäumen und Blumen den Vögeln zu lauschen und den eigenen Klang dazu beizutragen...

Auf Antwort hoffend...

B.R.
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Nutzer: Augustinus
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geschrieben am: 11.01.2001    um 06:15 Uhr   
Es liegt an dir Kontakt aufzunehmen, denn die E-Mailadresse ist hinterlegt und erwartet Post auch wenn der Name nicht dazu einlädt.
Wir können ja nicht andauernd die gesamte Welt an dieser Situation teilhaben lassen.

Das mit dem Bier habe ich nur irgendwann einmal aufgeschnappt und läßt keine Rückschlüsse auf meine Person zu.

Augustinus
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Nutzer: B.R.
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geschrieben am: 12.01.2001    um 11:29 Uhr   
Lieber Augustinus,

der Versuch ist gestartet, ob du meine Nachricht erhalten hast, weiß ich leider nicht, ich hoffe aber doch.

Also bis dann!
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Nutzer: B.R.
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geschrieben am: 15.01.2001    um 15:36 Uhr   
JA, ich habe deine Nachricht erhalten und dir geantwortet.

Alles weitere liegt an dir...
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Nutzer: Gast_diewolke
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geschrieben am: 15.01.2001    um 17:48 Uhr   
....ggg ich mag Geschichten mit "happy end",
also bitte, bitte einfach weiter schreiben...

Hat mir gut gefallen, eure Unterhaltung.....

lächelnd
DieWolke
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