| "Autor" |
mein Leben... |
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geschrieben am: 08.01.2001 um 09:46 Uhr
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grau sind die tage
kalt sind die tage
alles hat sich geändert
alles für mich
mein ganzes Leben
ein haufen scherben
eine seele
von depressionen geplagt
ein tief nach dem anderen
ein ende ist nicht in sicht
ein leben allein
allein in der depression
kein wille da
kein wille was zu ändern
kein wille weiter zu machen
kein wille weiter zu gehen
kein wille mehr
...
Mads
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.01.2001 um 16:44 Uhr
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Wenn die Not und das Leid erst groß genug sind, wird der Wille zum Wandel kommen.
Und wenn Du, mein Freund, irgendwann den Abgrund erreichst, an dem Du sicher bist und Dir nicht nur einredest, Deine Leidensfähigkeit sei erreicht, dann wage den letzten Schritt. Triit vor, geh in den Abgrund.
Nicht indem Du Dich abwendest und Dich jammernd vor Angst zurückziehst in Deine Depression. Auch nicht, indem Du Dir ein Messer nimmst und den Weg beendest.
Fass Dir ein Herz (ich müsste mich schwer irren, wenn Du dazu nicht stark genug wärst) und geh noch einen Schritt weiter.
Tritt über die Grenzen die Du Dir selbst auferlegst. Sag Dir einfach, dass es nicht schlimmer werden kann
(und wenn Du soweit bist, wie ich meine, stimmt das sogar)
und geh noch einen Schritt weiter. Ja, Du wirst fallen. Ja, Du wirst Angst vor dem Aufschlag haben. Und ja, Du wirst überrascht sein, woher der feste Boden kommt auf dem Du stehst.
Sollte ich lügen oder mich irren, bleiben Dir immer noch die beiden anderen Wege. Aber was hast Du verloren? - Nichts.
Und was kannst Du dagegen gewinnen? Glück. Friede. Leben. - Aber was ist das schon, wenn man den Tod haben kann, der Dich so oder so früher oder später holt, mein Freund.
Urteile selbst, ob Du Dich dem Risiko des Glücks wirklich entziehen willst.
Deine Entscheidung kann Dir niemand abnehmen; nur Du selbst.
Ich wünsche Dir, dass Du das richtige tust.
Mac |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.01.2001 um 19:52 Uhr
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Mac, Du Du beschreibst «mein» Bild. Meins deshalb, weil ich das Untenaufschlagen erlebte. War damals schlichter Liebeskummer - hat mich enorm heftig erwischt.
Das Untenankommen schon ist eher ein Akt in dem Gefühle und Bewusstsein ganz eng miteinander verschlungen sind. Es ist eine ebenso innige wie eindrucksvolle Zeit.
Es ist kein harter Schlag.
Madnes, stell Dir das Ganze in der Tiefsee vor: Du bist so tief unten, dass keine Fische mehr da sind, keine Pflanzen.
Es ist enorm still.
Du bist total allein, total einsam.
Du bist einzigartig.
Öffne die Augen und schau auf den Grund, der nur scheinbar aus blossem Morast besteht.
Du schaust in eine geheimnisvolle, archaische Welt.
Nähere Dich dem Grund.
Irgendwo unter dem weichen Schlamm ist ein Schatz verborgen.
Schau Dich um.
Schau nach oben
Erkenne, dass der Aufstieg jetzt viel schneller gehen kann.
Jetzt hast Du die Chance, unten abzustossen.
Gruss vero
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.01.2001 um 19:22 Uhr
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Lebenslinien
Umgeben vom Strudel der Gedanken
ertrunken im Meer der Wunden
bin kämpfend durchs Leben gegangen-
jeden Tag aufs Neue-
gesucht den Sinn der Verletzungen
gefunden den Schmerz am Grunde des Meeres-
Überlebensdrang steigt empor
in der kühlen Hülle,
die bis zum letzten Tag meine Seele
vor den Augen der anderen schützt...
Doch wehe, die Hülle wird geöffnet-
Für einen Bruchteil bloss-
Von meiner selbst ist's geschehn
In Zeiten von Trauer und Unglück
Beginnt der Ball der Bälle
Farbenfroh und reich an Melodien
Lässt Schmerz nicht verheilen-
Nur tiefer gehen
bis selbst der letzte Stich ist eingedrungen
laut lache ich und niemand weiss,
was hinter diesem Lachen sich verbirgt...
(Autor unbekannt)
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