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Meine Beichte

Nutzer: Turambar
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geschrieben am: 11.01.2001    um 12:55 Uhr   
Ich rufe die Acht Goetter, die aus den Gegensaetzen der
Blut- und der Lichtnorne entstanden sind, zu meinen Zeugen!
Moege mich das Grosse Lied der EwigenFlamme treffen wenn
nicht jedes Wort wahr ist, das ich hier spreche!!!

Ich wurde zu einer Zeit im Eiswald geboren, als der Krieg
mit den Orks schon alt war. Meine Mutter war Mitglied der
untersten Schicht und zog mich alleine auf, da mein Vater
drei Wochen vor meiner Geburt getoetet wurde.
In meiner Kindheit traeumte ich von dem Zeitalter des
Friedens, von dem die Lieder der Alten noch berichteten.
Gleichaltrige hielten mich fuer verrueckt (sie traeumten
von ruhmreichen Schlachten) und meideten mich. Ich war
damals kein Mitglied der Gessellschaft und die Gesellschaft
ignorierte mich.

Dies alles aenderte sich, als ich mit 84 Jahren zum Krieger
wurde (ein Alter, das bei den Menschen vielleicht mit 15
gleichgesetzt werden kann). Obwohl ich den Krieg
verabscheute wurde ich ein guter Krieger und mein Mitleid
trieb mich dazu, Gefangene, die von der Gessellschaft
bereits aufgegeben wurden, zu retten.
So kam es, dass die hoeheren Schichten auf mich aufmerksam
wurden und meine Hochzeit mit Vanila - meiner ersten Liebe -
wurde vom Koenigspaar selbst gesegnet.
Und so wurde ich stolz - zu stolz!
Und als die Orks einen Frieden vorschlugen, da
interpretierte ich dies als Zeichen der Schwaeche und ich
fuehrte - ohne Wissen geschweige den Genehmigung des
Koenigspaars - einen Kriegertrupp auf ein unbewaffnetes
Lager der Orks! Wir wueteten grauenhaft unter ihnen, die
einen Frieden wollten. Ich muss gestehen, dass wir viele
sogar folterten. Und damals starb in mir die Faehigkeit
Mitleid mit anderen Lebewesen ausser Elfen zu empfinden -
sie wurde von meinem Stolz verdraengt.
Die Orks riefen nach dieser Tat den EinsamenMagier zur
Hilfe - und so begann der Untergang der Eiswaldelfen!
Und dann kam der Tag, an dem Vanila bei einem Angriff ums
Leben kam.
An diesem Tag wurde ich kalt - und die letzten Gefuehle
starben in mir und erst nimoel konnte mich mit ihrer Liebe,
die mir die Goetter geschenkt haben muessen, beruehren.
Doch damals war ich kalt - sehr kalt! Ich erlernte die
Faehigkeit mich unsichtbar zu machen und lies mein Volk in
Stich. Ich beobachtete jeden Kampf meines Volkes und zuletzt
das Massaker, das die Orks unter meinem Volk anrichteten.
Ich hoerte Schreie des Entsezens und sah Bilder des Grauens
doch mein Herz war blind und taub - ich war kalt!
Und dann am Ende, als keiner meines Volkes mehr lebte,
verliess ich den Eiswald und machte mich auf die Suche
nach dem EinsamenMagier. Doch der Grund war nicht das Feuer
der Rache, sondern die Kaelte der Todessehnsucht. Und aus
diesem Grund fiel ich auch mehrmals ueber Orktruppen her,
die den Wald und die nahe Umgebung durchsteiften. Doch die
Goetter liessen mich am Leben, um mich heute, mit dem Leid
zu quaellen, das ich damals - in meiner Kaelte - nicht
empfand - die Goetter sind grausam, doch sie sind auch
gerecht!
Schliesslich erreichte ich die Eiswueste des Nordens. Eine
Gegend so kalt, dass selbst ein Eiswaldelf sie nicht
ueberleben konnte - doch ich war kaelter!
Ich ueberlebte die Eiswueste und erreichte eine Siedlung
der Menschen. Diese hatten von den Orks gehoert, die
Eiswaldelfen waeren Daemonen - und mein Verhalten schien es
zu bestaetigen. Ich wurde eingesperrt und sollte auf meine
Hinrichtung warten - ich nahm dieses Urteil ohne Regung zur
Kenntnis, denn ich war kalt!
Doch eine meiner Mitgefangenen - zu meiner Schande kann ich
mich selbst heute nicht an ihren Namen erinnern (doch ihr
Gesicht vergesse ich nie) - glaubte nicht, dass ich ein
Daemon waer und erzaehlte mir davon, dass die Elfen das
GutenVolk waeren. Ich hoerte es und vergass es wieder, denn
mein Herz hoerte nichts - es war kalt ... sehr kalt.
Schliesslich opferte sie ihr Leben, damit ich entkommen
konnte. Ich ging in die Freiheit - doch ihr Opfer beruehrte
mich nicht - ich war kalt ... kaelter als alles Eis der Welt!
Und ihr Opfer war nicht das einzige dieser Art! Es folgten
mehrere dieser Opfer - bis hin zu Nocke!
Erst nimoel sollte es gelingen, in ewiger Kaelte ein Feuer
zu entfachen - oh! ihr Goetter! Sie hat mich nicht verdient!
Nach vielen Wanderungen erreichte ich schliesslich den Wald.

Hier endet meine Beichte vor den Goettern und jedem
Lebewesen im Rad des Schicksals - ob ich Vergebung finde
oder nicht ich werde das Urteil in Demut annehmen.
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