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Meine Grabrede |
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geschrieben am: 23.01.2001 um 00:13 Uhr
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Meine Grabrede
Wie gut, daß wir Menschen uns nicht kennen, uns selber nicht kennen.
Was würden wir wohl finden? Ein kleines nichtiges Wesen, von falschen
Moralvorstellungen zerfressenes, ein Leben lang belogenes, schwach gehaltenes
Nichts...
Aber muß dies der Lauf der Dinge sein? Muß ein jeder Mensch so erbärmlich
enden, wie es doch schon zu viele tun, meist auch noch aus freiem Willen?
Nein, es gibt auch noch sich befreiende, starke, nicht von falschen
Moralvorstellungen geprägte, einzeln und mißverstanden. Als das Böse
dargestellt, die Anfechtung, den Feind den es auszurotten gilt...
Aber fragen wir uns: Wer ist der wahre Feind? Der Freidenker, der starke Geist,
der wahre Mensch oder der Verräter an der Natur, dem Leben selbst, der schwache
Geist, der unterirdische, mitleidene Geist...der Nicht-Mensch?
Die Antwort liegt in der Zugehörigkeit! Zugehörigkeit wozu? Meist leider zu
etwas dermassen falschen, hinterhältigem, kleinem. Zugehörigkeit zum dem
Einen Schandfleck der Menschheit...
Was weist den starken, freidenkenden Menschen aus? Es ist sein Streben nach
Macht, sein Streben nach Leben, nach Energie und nach etwas wonach er
gebildet wurde. Nach etwas was Macht hat sowohl zum Guten als auch zum Bösen...
Was weist den Nicht-Menschen aus? Es ist sein elendiges Mitleiden, er wird zum
Mitleiden verdammt, es raubt ihn. Er kann nicht nach einem Abbild geschaffen
sein, denn er hat nichts, will nichts und sieht dies noch als Moral. Man wage
es mir mit so etwas von Moral zu sprechen... Wonach der Nicht-Mensch geschaffen
ist, hat keine Macht, hat sie verloren, abgegeben, zum Untergang bereitet...
Was weist mich aus? Ich glaube nicht, dass seine Ausgeburt im Fleisch kam.
Und ich werde einst die Welt schlächten. Sie wird bluten müssen, für all das
was seine Anhänger aus ihm gemacht und verbrochen haben...
Mit diesen Worten werde ich schliessen, denn was soll ich noch hier in diesem
Nichts? Meine Zeit kommt erst Übermorgen...
Und man rechnet die Zeit nach dem dies nefastus anhob - nach seinem ersten
Tage. Warum nicht lieber nach seinem Letzten? Nach heute?
Umwertung aller Werte!...
Geändert am 23.01.2001 um 00:17 Uhr von Devilsrose |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.01.2001 um 01:32 Uhr
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deine grabrede ist wirklich hart!
du sagst der wahre feind liegt in der zugehörigkeit? was ist mit den menschen die zu nichts und niemanden gehören? die sich nicht an die richtlienen halten, die man oder die gesellschaft ihnen vorgibt? die freidenker meine ich nicht damit, denn freidenker halten sich an die richtlinien die sie zum freidenker machen. welcher mensch bist du? feind? jeder ist feind, feind zu sich selbst, zu der welt und zu anderen. aber jeder ist auch freund, man muss es nur wollen. das leben steckt wahrlich voller intrigen, voller hass, neid, habgier und unablässlicher gewalt, doch selbst nach dem größten sturm, nach dem schlimmsten krieg, ein winziger teil, für viele unbedeutsam und völlig wertlos, überlebt.
glaubst du nicht auch, dass gerade die menschen, die einem leid und schmerz zufügen, einen daran erinnern, das man lebt, das man für sich selbst auch kämpfen muss - wie du sagst, im guten oder bösen sinne - um einmal das licht zu sehen? und wenn es nur für eine hundertstel sekunde ist, so lohnt sich der ganze schmerz, das ganze leid und der ganze kampf, den wer einmal liebe erlebt hat, der wird nie vergessen in welchen schönen farben die welt und das leben strahlen kann! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 18.02.2001 um 01:54 Uhr
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Alle sagen, es lohnt sich für einen einzigen Moment Glück jahre-, jahrzehntelang zu leiden. Doch das ist nicht wahr!
Jeder ist Feind, damit hast du schon recht. Jeder ist dem ein Feind, dessen Gedankenaufbau er stört. Diese Grabrede könnte man auf hunderte von Plakaten schreiben und überall hinhängen. Diejenigen, an die es gerichtet ist, die Nicht-Menschen, würden es gar nicht lesen. Sie haben die Fähigkeit ihre Gedanken, sofern sie welche haben, auszuschalten wenn es um die Hinterfragung des Lebens und der Gesellschaft geht. Ich würde die Menschen nicht in Freidenker und Nicht-Menschen teilen sondern in die Einen und die Anderen. Die Einen, das sind die Nicht-Menschen. Die Anderen, das sind die, die nicht in die wunderbare, angeblich so normale Gesellschaft passen. Ich wünschte, es gäbe Lehrbücher für den Umgang und die Zugehörigkeit zu einer der Seiten. Devils Texte würden mit Sicherheit in einem Buch über die Anderen stehen.
T.-Lee
Geändert am 18.02.2001 um 01:56 Uhr von Tiger-Lee |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 18.02.2001 um 13:21 Uhr
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| Da sprach er, der Zarathustra und ging von dannen. Was ist mit deinem Rätselwort gemeint. Bist du der Geist der stets verneint? Möglicherweise ist dies deine Sicht, deine Einstellung zur Welt, zur Menschheit, zu dem uns verbindenden Wertesystem und dem Leben als solches in diesem Dasein. So zermartere dich weiter in deinen nihilistischen Gadanken. Rufe deine Uhrväter, behilfe sie um Rat. Stell dich an die Seite des großen Denkers und genieße nie die Freuden in der Realität, im hier und jetzt, weil du stets aufs morgige wartend, dich der Schönheit verschließt und dein Leben in endloser Tristesse unter deinen Füßen lahmt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.02.2001 um 22:11 Uhr
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hi lunaro,
ja,so werde ich weiter denken ;)
und es hat seine Gründe ;)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.02.2001 um 22:06 Uhr
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dies aber nicht böse gemeint is ;)
es hat eben Gründe dazu und es ist meine Einstellung! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.02.2001 um 01:18 Uhr
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Bei Dir scheint eben Name Programm zu sein...
Sollte ich mich irren hier ein TIP: Petrus oder besser HIOB.
Dies schreibt dir wahrlich kein Klugscheisser dem niemals Leid wiederfahren waeren!!! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.02.2001 um 10:10 Uhr
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