| "Autor" |
Ein Lied des Sterbens |
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geschrieben am: 23.02.2001 um 21:03 Uhr
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Wimmernd liegt er in seinem eigenen Erbrochenen
Die Reste seiner Kleidung hängen ihm wie Hautfetzen vom Leib
Es stinkt nach Schweiß und Kot
Seine Wunden liegen tiefer als jede Nadel, die in ihn eindrang
Er versucht sein Elend hinauszuwürgen
Speit leere Worte in den Raum, der ihn mit seiner blinden Stille verspottet
Immer wieder fährt er mit den Händen an seinen Armen entlang
So als könnte er den seelischen Schmutz so einfach abstreifen
Wie die verklebten Reste seines Blutes
Zeit ist für ihn nur noch ein Inbegriff für die Dauer seines Schmerzes
Die Vergangenheit ein vergessener Trümmerhaufen
Die Zukunft, die in weiter Ferne liegende Erlösung
Die Gegenwart ein nicht enden wollender Alptraum
Wieviele Tage er schon so da liegt, er weiß es nicht
Er weiß nichts mehr
Er ist ein hirnloses, zuckendes Stück Fleisch
Gab es bisweilen noch verinnende Momente der Klarheit
Regiert nun nur noch ein kranker Stumpfsinn
Er wimmert wieder, singt sein eigenes kleines Lied des Sterbens...
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| So sind die Menschen. Oft scheint es wirklich schade, daß Noah die Arche nicht verpaßt hat. (Mark Twain) |
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